Masterarbeit, 2012
88 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Relevanz der Themenstellung
1.2 Fragestellung und Zielsetzung
1.3 Vorgehen und Methodik
2 Work-Life Balance
2.1 Begriffsdefinition
2.2 Ursachen des Bedeutungszuwachses der Work-Life Balance
2.2.1 Demographische Entwicklung
2.2.2 Zunahme der Frauenerwerbstätigkeit
2.2.3 Wertewandel in der Gesellschaft
2.2.4 Globalisierung und technologischer Wandel
2.2.5 Wirtschaftlicher und organisationaler Strukturwandel
2.3 Entstehung von Konflikten zwischen Berufs- und Privatbereich
2.4 Wahrnehmung der Work-Life Balance durch die Beschäftigen
2.4.1 Individuelle Einflussfaktoren auf die Wahrnehmung
2.4.2 Lebensweltliche Einflussfaktoren auf die Wahrnehmung
3 Maßnahmen zur Verbesserung der Work-Life Balance
3.1 Grundlagen bezüglich der Konzeption und Implementierung
3.1.1 Zielgruppenpassung und Lebensphasenorientierung
3.1.2 Geschlechtsorientierung
3.1.3 Problemloser und fairer Zugang zu den Maßnahmen
3.1.4 Kombination verschiedener Maßnahmen
3.1.5 Einbezug der Führungskräfte
3.2 Ausgewählte Maßnahmen zur Verbesserung der Work-Life Balance
3.2.1 Gesundheitsförderung
3.2.2 Serviceangebote und flankierende Maßnahmen
3.2.3 Personalentwicklung, Beratung und Information
3.2.4 Flexibilisierungsmaßnahmen
4 Entgrenzung der Arbeit
4.1 Begriffsklärung
4.2 Ursachen der Entgrenzung der Arbeit
4.2.1 Globalisierung
4.2.2 Rationalisierung und Reorganisation
4.2.3 Neue Ansätze zur Mitarbeitersteuerung
4.2.4 Erschließung neuer Mitarbeiterpotentiale
4.2.5 Deregulierung und Wertewandel
4.3 Entgrenzungstreibende Maßnahmen und Instrumente
5 Entgrenzung der Arbeit und Work-Life Balance
5.1 Grundlegender Zusammenhang zwischen entgrenzter Arbeit und Maßnahmen zur Verbesserung der Work-Life Balance
5.2 Entgrenzte Arbeit als Chance für die Realisierung einer Work-Life Balance
5.3 Entgrenzte Arbeit als Hindernis für die Realisierung einer Work-Life Balance
5.3.1 Überforderung der Beschäftigten durch indirekte Kontrolle
5.3.2 Unzureichende Gestaltungsspielräume
5.3.3 Intensivierung und Extensivierung der Arbeit
5.3.4 Verberuflichung des privaten Bereichs
5.3.5 Work-Life Balance-Maßnahmen als rein unternehmenspolitische Strategie
5.3.6 Schwächung der betrieblichen Interessenvertretung
6. Handlungsempfehlungen für Beschäftigte
6.1 Aktive Grenzziehung
6.2 Aktive Strukturierung des Arbeitsalltags
6.3 Entwicklung neuer Kompetenzen
6.4 Unternehmerisches Denken
6.5 Stärkung der persönlichen Ressourcen
6.6 Kollektive Vertretung der Mitarbeiterinteressen
7 Schluss
7.1 Zusammenfassung und kritische Betrachtung
7.2 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der steigenden Bedeutung von Work-Life Balance-Maßnahmen und dem Phänomen der fortschreitenden Entgrenzung der Arbeit. Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob diese Maßnahmen unter den Bedingungen erodierender Grenzen tatsächlich zur Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben beitragen oder neue Belastungen schaffen, und darauf aufbauend konkrete Handlungsempfehlungen für Beschäftigte zu erarbeiten.
3.2.1 Gesundheitsförderung
Gute physische und psychische Ressourcen können die Koordination des Arbeits- und Privatbereichs erleichtern (Greenblatt, 2002, S. 179). So ist die Gesundheit der Mitarbeiter eine Voraussetzung der guten Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben sowie der positiv wahrgenommenen Work-Life Balance und gewinnt somit an strategischer Relevanz. Aus diesem Grund ist ein nachhaltiges Gesundheitsmanagement im Bereich der Maßnahmen zur Förderung der Work-Life Balance ein wichtiger Aspekt, gerade auch in Anbetracht der immer höheren Leistungsanforderungen, der alternden Belegschaft und der Zunahme psychischer Belastungen (Regnet, 2009b, S. 692; Schmidt & Wilkens, 2009, S. 590).
Um die Gesundheit und die Work-Life Balance der Mitarbeiter zu verbessern, hat nachhaltiges Gesundheitsmanagement die Unterstützung der Mitarbeiter bezüglich der Bewältigung von Arbeitsbelastungen zum Ziel, wobei die besondere Priorität im Bereich der Gesundheitsförderung zur Wahrung einer ausgeglichenen Balance zwischen „Work“ und „Life“ die Prävention ist. Geeignete Maßnahmen zu dieser vorbeugenden Gesunderhaltung der Belegschaft können Seminare zur Stressbewältigung, Ernährungsberatung oder betriebliche Sportprogramme sein. So wird es möglich, den Mitarbeitern Lösungen für die Bewältigung von Belastungen und Verpflichtungen im beruflichen und privaten Alltag aufzuzeigen, die allgemeine Belastbarkeit zu erhöhen und allgemein Gesundheitsrisiken zu erkennen und zu vermeiden. Aber auch regelmäßige Gesundheits-Check-Ups oder eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung können dabei helfen, durch Gesunderhaltung eine positive Work-Life Balance zu erreichen (Freier, 2005, S. 88 f., 201; Jung, 2011, S. 629; Klimpel & Schütte, 2006, S. 88; Schmidt & Wilkens, 2009, S. 595).
1 Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Relevanz der Work-Life Balance vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Veränderungen dar und definiert die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2 Work-Life Balance: Hier werden das Konzept der Work-Life Balance definiert, Ursachen für ihren Bedeutungszuwachs analysiert und die Entstehung von Konflikten zwischen Berufs- und Privatbereich sowie deren Wahrnehmung durch Beschäftigte untersucht.
3 Maßnahmen zur Verbesserung der Work-Life Balance: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Konzeption betrieblicher Maßnahmen und stellt spezifische Ansätze wie Gesundheitsförderung, Serviceangebote und Flexibilisierungsmaßnahmen detailliert vor.
4 Entgrenzung der Arbeit: Die Grundlagen der Entgrenzung der Arbeit werden dargelegt, wobei Ursachen wie Globalisierung und neue Steuerungsansätze beleuchtet werden, um zu verstehen, wie betriebliche Arbeitsstrukturen aufgebrochen werden.
5 Entgrenzung der Arbeit und Work-Life Balance: Hier erfolgt die kritische Zusammenführung: Es wird reflektiert, wie betriebliche Flexibilisierungsmaßnahmen einerseits Chancen bieten, andererseits aber durch erodierende Grenzen neue Risiken und Belastungen für die Beschäftigten erzeugen.
6. Handlungsempfehlungen für Beschäftigte: Auf Basis der vorangegangenen Analyse werden konkrete Strategien entwickelt, wie Beschäftigte durch aktive Grenzziehung, Kompetenzentwicklung und kollektive Vertretung ihre Work-Life Balance selbstbestimmt gestalten können.
7 Schluss: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion der Ergebnisse, einer Zusammenfassung der zentralen Erkenntnisse und einem Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Work-Life Balance, Entgrenzung der Arbeit, Flexibilisierung, Arbeitszeitgestaltung, Arbeitsortflexibilisierung, Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, Mitarbeitersteuerung, Gesundheitsförderung, Handlungsempfehlungen, Arbeitswelt, Unternehmenskultur, Selbstorganisation, betriebliche Interessenvertretung, Beschäftigte, Stressbewältigung.
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen dem modernen Konzept der Work-Life Balance und dem Prozess der sogenannten Entgrenzung der Arbeit. Dabei wird analysiert, wie betriebliche Maßnahmen zur Flexibilisierung einerseits die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben fördern sollen, andererseits aber durch das Aufbrechen klassischer Arbeitsstrukturen neue Belastungsfaktoren für Beschäftigte schaffen.
Zu den zentralen Themen gehören die Ursachen für den Bedeutungszuwachs von Work-Life Balance, die Entstehung von Rollenkonflikten zwischen Berufs- und Privatbereich, die Bedeutung verschiedener Einflussfaktoren auf die Wahrnehmung von Balance sowie die kritische Analyse betrieblicher Flexibilisierungsstrategien.
Das Ziel ist es, zu hinterfragen, ob die Realisierung einer den Ansprüchen der Beschäftigten entsprechenden Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben vor dem Hintergrund entgrenzter Arbeit tatsächlich wie von Unternehmen beabsichtigt gelingt. Abschließend werden Handlungsempfehlungen für Beschäftigte abgeleitet.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie einer deduktiven Zusammenführung gewonnener Erkenntnisse aus unterschiedlichen bibliotheksbasierten Quellen und wissenschaftlichen Datenbanken.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Work-Life Balance und der Entgrenzung der Arbeit, die Analyse der Maßnahmen und schließlich die kritische Untersuchung der Chancen und Risiken flexibilisierter Arbeitsformen.
Wichtige Schlagworte sind neben Work-Life Balance vor allem Entgrenzung, Arbeitszeitflexibilisierung, Telearbeit, psychische Belastungen, betriebliche Steuerungsinstrumente und die Notwendigkeit aktiver Grenzziehung durch den Einzelnen.
Der Autor betont, dass Führungskräfte eine Schlüsselrolle einnehmen. Da sie die Strukturen und Prozesse in der Praxis gestalten und durch ihre Werte prägen, hängen Akzeptanz und Erfolg von Work-Life Balance-Maßnahmen entscheidend davon ab, ob Vorgesetzte diese unterstützen.
Der Autor warnt davor, dass Maßnahmen unter dem Deckmantel der Work-Life Balance primär aus wirtschaftlichem Interesse (z.B. Kostenreduktion, Vermeidung von Überstundenzuschlägen) eingeführt werden können, was zu einer einseitigen Übertragung von Risiken auf die Beschäftigten und einer möglichen indirekten Lohnsenkung führen kann.
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