Masterarbeit, 2012
127 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
1.1 AUSGANGSLAGE
1.2 PROBLEMSTELLUNG
1.3 ZIELSETZUNG DER ARBEIT
1.4 AUFBAU UND METHODIK DER ARBEIT
2 THEMATISCHER BEZUGSRAHMEN DER ARBEIT
2.1 AKTUELLE RAHMENBEDINGUNGEN
2.2 DIE BEGRIFFE: ORGANISATION, ORGANISATIONSTHEORIE UND ORGANISATIONSSTRUKTUR
2.2.1 Definitionen und Abgrenzungen zu Organisationen und Organisationstheorien
2.2.2 Die Organisationsstrukturen von Hierarchie, Unternehmensnetzwerken und Markt
2.2.2.1 Markt und Hierarchie
2.2.2.2 Unternehmensnetzwerke
2.2.2.3 Zusammenhänge und Unterschiede von Hierarchie, Unternehmensnetzwerken und Markt
2.3 AUSGANGSPUNKT UND HYPOTHESE ZUR ENTWICKLUNG DER ORGANISATIONSSTRUKTUREN
3 ENTWICKLUNG VIER SZENARIOBASIERTER ORGANISATIONSSTRUKTUREN
3.1 DIE BIONIK
3.1.1 Überblick über die Bionik und Grund ihrer Anwendung
3.1.2 Erweiterung der Bionik um die Methode der 4Cs
3.1.3 Problemstellung und Vorgehen bei der Entwicklung der Organisationsszenarien
3.2 SUCHE NACH GEEIGNETEN VORBILDERN IN DER NATUR
3.3 DIE VIER ORGANISATIONS-SZENARIEN
3.3.1 Das Wolf-Szenario
3.3.1.1 Darstellung eines Wolfsrudels
3.3.1.2 Abstraktion - Von der Tier- auf die Unternehmenswelt
3.3.1.3 Entwicklung der Organisationsstruktur eines Wolfsrudels
3.3.2 Das Honigbienen-Szenario
3.3.2.1 Darstellung eines Honigbienenvolkes
3.3.2.2 Abstraktion - Von der Tier- auf die Unternehmenswelt
3.3.2.3 Entwicklung der Organisationsstruktur eines Honigbienenvolkes
3.3.3 Das Fledermaus-Szenario
3.3.3.1 Darstellung einer Fledermauskolonie
3.3.3.2 Abstraktion - Von der Tier- auf die Unternehmenswelt
3.3.3.3 Entwicklung der Organisationsstruktur einer Fledermauskolonie
3.3.4 Das Fischschwarm-Szenario
3.3.4.1 Darstellung eines Fischschwarms
3.3.4.2 Abstraktion - Von der Tier- auf die Unternehmenswelt
3.3.4.3 Entwicklung der Organisationsstruktur eines Fischschwarms
4 KLASSIFIZIERUNG DER SZENARIOBASIERTEN ORGANISATIONSSTRUKTUREN
4.1 KLASSIFIZIERUNGSKRITERIEN
4.2 KLASSIFIZIERUNG DER ENTWICKELTEN ORGANISATIONSSTRUKTUREN
4.2.1 Klassifizierung des Wolf-Szenarios
4.2.2 Klassifizierung des Honigbienen-Szenarios
4.2.3 Klassifizierung des Fledermaus-Szenarios
4.2.4 Klassifizierung des Fischschwarm-Szenarios
4.3 VISUALISIERUNG DES KLASSIFIZIERUNGSERGEBNISSES
5 BEWERTUNG DER ORGANISATIONSSTRUKTUREN
5.1 DAS BEWERTUNGSMODELL
5.1.1 Überblick über das Modell
5.1.2 Inhalte des Bewertungsmodells
5.1.2.1 Erfolgskriterien der Unternehmensführung
5.1.2.2 Erfolgskriterien von Prozessen und Systemen
5.1.2.3 Erfolgskriterien von Kooperationen und Ökosystem
5.1.3 Kritische Diskussion der entwickelten Organisationsstrukturen
5.2 BEWERTUNG ANHAND ZWEIER UNTERNEHMENSBEISPIELE
5.2.1 Automobilproduktion bei New United Motor Manufacturing, Inc. (NUMMI)
5.2.1.1 Überblick über NUMMI
5.2.1.2 Kritische Diskussion von NUMMI
5.2.2 Entwicklung eines Betriebssystems mithilfe der Linux Foundation
5.2.2.1 Überblick über die Linux Foundation
5.2.2.2 Kritische Diskussion der Linux Foundation
5.2.3 Kritische Diskussion der Organisationsstrukturen
6 FAZIT
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung und Bewertung szenariobasierter Organisationsstrukturen, um aufzuzeigen, wie Unternehmen zukünftig aufgebaut sein können, um in einem Umfeld zunehmender Dynamik und Komplexität handlungs- und wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei wird insbesondere der Einfluss von Innovationen und Verbesserungen der IuK-Technologien auf die Organisationsgestaltung untersucht.
3.3.1.3 Entwicklung der Organisationsstruktur eines Wolfsrudels
Eine Organisation, die nach den Prinzipien eines Wolfsrudels aufgebaut ist, hat eine hierarchische Aufbauorganisation. Der Vorstand ist das Leitungsorgan des Unternehmens. Er vertritt dieses nach außen und kümmert sich im Inneren um die strategische Ausrichtung sowie die Führung und Kontrolle des operativen Geschäfts. Organisationen dieses Szenarios neigen dazu risikoavers und konservativ zu sein, weswegen sie Rücklagen für Krisenzeiten anlegen, sodass sie Konjunkturschwankungen gegenüber relativ robust sind.
Der Vorstand besitzt einen großen Handlungsspielraum und kann über Ressourcen entscheiden. Strategische und wichtige operative Entscheidungen werden auf Vorstands- und oberer Managementebene getroffen und an die unteren Stufen der Hierarchie weitergeleitet. Überwacht wird der Vorstand durch den Aufsichtsrat, dessen Mitglieder zugleich den Vorstand bestellen. In dieser Organisationsstruktur existiert ein Einliniensystem mit etablierten Führungspositionen. Mitarbeiter werden durch einen Top-Down-Ansatz geführt, durch den die Manager ihre Autorität betonen. Aufgrund des Einliniensystems und klarer Hierarchiestufen sind die Kommunikationswege zwar geregelt, allerdings sind diese auch sehr lang. Folglich werden Führungskräfte durch ihre Koordinationsaufgaben stark beansprucht. Hinzu kommt, dass mit steigender Hierarchieebene die Entscheidungs- und Weisungsbefugnisse ansteigen. Bei auftretenden Problemen kommt es daher zu folgendem Prozess: Je nach Problemlage müssen Problemstellungen erst über mehrere Führungskräfteebenen hinweg an eine obere Hierarchieebene geleitet und von dieser gelöst werden. Danach muss die Lösung wieder an die auszuführende Stelle zurückgeleitet und von ihr umgesetzt werden. Daraus resultiert die Gefahr von Verzögerungen im operativen Geschäft. Um die Kommunikation trotzdem möglichst effizient zu gestalten, sind die Leitungsspannen der Führungskräfte relativ groß. Hieraus resultiert wiederum eine hohe Stressbelastung der Führungskräfte.
1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel erläutert die Ausgangslage durch veränderte Marktbedingungen, die Problemstellung der Transformation zur Wissensgesellschaft und definiert das Ziel, szenariobasierte Organisationsstrukturen zu entwickeln.
2 THEMATISCHER BEZUGSRAHMEN DER ARBEIT: Hier werden aktuelle Rahmenbedingungen analysiert und die theoretischen Grundlagen zu Organisation, Organisationstheorie und den drei Grundformen Hierarchie, Markt und Netzwerk gelegt.
3 ENTWICKLUNG VIER SZENARIOBASIERTER ORGANISATIONSSTRUKTUREN: Dieses Kapitel führt in die Bionik ein und nutzt diese Methode zur Entwicklung von vier spezifischen Organisationsszenarien, basierend auf dem Verhalten von Wölfen, Honigbienen, Fledermäusen und Fischschwärmen.
4 KLASSIFIZIERUNG DER SZENARIOBASIERTEN ORGANISATIONSSTRUKTUREN: Hier werden die entwickelten Szenarien anhand definierter Kriterien klassifiziert und in ein Kontinuum eingeordnet.
5 BEWERTUNG DER ORGANISATIONSSTRUKTUREN: Dieses Kapitel präsentiert ein neues Bewertungsmodell, wendet es auf die Szenarien an und diskutiert die Ergebnisse anhand der Fallbeispiele NUMMI und Linux Foundation.
6 FAZIT: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, validiert die aufgestellte Hypothese und gibt einen Ausblick auf den Forschungsbedarf zur Anpassungsfähigkeit von Organisationen.
Organisationsstrukturen, Hierarchie, Unternehmensnetzwerke, Markt, Bionik, Mass Customization, Transaktionskostentheorie, Unternehmensführung, Netzwerkarbeit, Organisationsentwicklung, IuK-Technologien, Wissensgesellschaft, Wettbewerbsfähigkeit, Innovationsmanagement, Skaleneffekte.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung und Bewertung zukunftsfähiger Organisationsstrukturen, die Unternehmen dabei unterstützen sollen, in einem dynamischen und komplexen Marktumfeld wettbewerbsfähig zu bleiben.
Zentrale Themen sind die Transformation zur Informationsgesellschaft, die Bedeutung von IuK-Technologien, organisationstheoretische Grundlagen und die Anwendung bionischer Prinzipien auf die Unternehmensgestaltung.
Das Ziel ist es, verschiedene Organisationsmodelle (Hierarchie, Markt, Netzwerk) mittels Szenarien zu entwickeln, diese zu klassifizieren und mit einem neuen Modell auf ihre Effektivität hin zu bewerten.
Es wird ein bionischer Ansatz gewählt, bei dem Verhaltensmuster aus der Natur (Wolfsrudel, Bienenvolk etc.) auf die Unternehmenswelt übertragen werden (4Cs-Methode), ergänzt durch eine Literaturanalyse und eine fallstudienbasierte Bewertung.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die szenariobasierte Entwicklung von Organisationsmodellen unter bionischen Gesichtspunkten sowie deren anschließende Klassifizierung und Bewertung anhand von Praxisbeispielen.
Wichtige Begriffe sind szenariobasierte Organisationsstrukturen, IuK-Technologien, Transaktionskosten, Unternehmensnetzwerke, Hierarchie versus Markt und bionische Organisationsgestaltung.
Das Wolf-Szenario zeichnet sich durch eine klare hierarchische Struktur und konservative Planung aus, was dem Unternehmen in krisengeprägten Zeiten durch das Vorhalten von Rücklagen eine gewisse Robustheit verleiht.
Es ist durch extreme Flexibilität und dezentrale Entscheidungsfindung geprägt, besitzt kaum feste Hierarchien und ist sehr stark auf die schnelle Anpassung an veränderte Umweltbedingungen und Marktbedürfnisse ausgerichtet.
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