Examensarbeit, 2010
47 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
2. Gesetzliche Rentenversicherung
2.1. Historische Entwicklung
2.2. Rentenleistungen
2.3. Die Rentenversicherung als Finanzierung
3. Altersvorsorge
3.1. Gesetzliche Altersvorsorge
3.2. Betriebliche Altersvorsorge
3.3. Private Vorsorge
3.3.1. Staatlich geförderte Vorsorge
3.3.1.1. Riester-Rente
3.3.1.2. Rürup-Rente
3.3.2. Staatlich nicht geförderte Vorsorge
3.3.2.1. Aktienfonds-Sparpläne
3.3.2.2. Immobilienbesitz
3.4. Die Problematik im Vergleich Frau und Mann
4. Das Umlageverfahren
4.1. Eigenschaften des Verfahrens
4.1.1. Auswirkung von Bevölkerungsentwicklung
4.1.2. Ausgleichmittel aus Steuermitteln
4.1.3. Mathematische Darstellungen
4.2. Anwendung in der Praxis
4.2.1. Momentane Situation in Deutschland
4.2.2. Das Verfahren in anderen Staaten
4.2.3. Problematische Analyse des Verfahrens
5. Das Kapitaldeckungsverfahren
5.1. Eigenschaften des Verfahrens
5.2. Anwendung des Verfahrens
5.3. Das Verfahren anhand von Diskussionen
5.3.1. Mackenroth-These
5.3.2. Umstellungseffekte
5.3.3. Risiko von Kapitalverlusten
6. Fazit und Ausblick
Die Arbeit analysiert die Funktionsweise und Nachhaltigkeit der beiden zentralen Finanzierungssysteme der Alterssicherung in Deutschland – das Umlageverfahren und das Kapitaldeckungsverfahren – unter Berücksichtigung demografischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.
4.2.1. Momentane Situation in Deutschland
Im Laufe des 20. Jahrhunderts bildete sich in Deutschland das Umlageverfahren der GRV. Das Verfahren hat gegenüber dem familieninternen Umlageverfahren den Vorteil, dass es genauso wie sachkapitalgedeckte Renten- oder Lebensversicherungen einen größeren Personenpool bildet, um das Langlebigkeits- und Ertragsrisiko zu streuen. Nicht der eigene Nachkomme ist das Sicherungskapital vor sozialem Abstieg bei Eintritt in den Ruhestand, sondern die gesamte Generation aller Nachkommen, da der Rentner nicht nur von eigenen Kindern, sondern von allen Mitgliedern der nachwachsenden Generation die Altersrente anteilig erhält.
Somit sinkt das Risiko der Altersarmut für die Elterngeneration, denn die Folgen von früheren Tod, Behinderung oder Krankheit der eigenen Nachkommen werden auf alle Versicherten der GRV verteilt.32
Da die Geburtenraten in den letzten drei Jahrzehnten erheblich rückläufig sind, ist den 30 bis 40-jährigen keine Zahlung der Renten durch einschneidende Maßnahmen zu gewährleisten. In den nächsten 30 Jahren steigt zwar die Lebenserwartung in Durchschnitt um zwei Jahre, führt aber nur zu einer Verlängerung der Rentenbezugsdauer gegenüber heute um 10 %. Dies zu Folge hat, das der Beitragssatz bis zum Jahr 2030 einen Wert von 26 % erreicht haben muss, was unzumutbar erscheint.33
1. Einführung: Die Einleitung umreißt die gesetzliche Rentenversicherung, die Altersvorsorge, das Umlageverfahren sowie das Kapitaldeckungsverfahren als Kernpunkte der Arbeit.
2. Gesetzliche Rentenversicherung: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung, die Rentenleistungen und die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung.
3. Altersvorsorge: Es wird das Drei-Säulen-Modell der deutschen Alterssicherung vorgestellt, inklusive betrieblicher und privater Vorsorgemöglichkeiten.
4. Das Umlageverfahren: Hier werden die Eigenschaften, die demografische Beeinflussung, die Anwendung in der Praxis und die internationale Vergleichbarkeit des Umlageverfahrens behandelt.
5. Das Kapitaldeckungsverfahren: Das Kapitel beleuchtet dieses alternative Finanzierungsmodell, seine Anwendung, theoretische Diskussionen wie die Mackenroth-These und spezifische Risiken.
6. Fazit und Ausblick: Der Autor resümiert die Herausforderungen der Rentenreformen und die Bedeutung privater sowie betrieblicher Vorsorge zur Sicherung des Lebensstandards im Alter.
Rentenversicherung, Umlageverfahren, Kapitaldeckungsverfahren, Altersvorsorge, Demografie, Rentenreform, Drei-Säulen-Modell, Riester-Rente, Rürup-Rente, Rentenleistungen, Mackenroth-These, Altersarmut, Vorsorgeaufwendungen, Finanzierung, Sozialversicherung.
Die Arbeit untersucht die verschiedenen Finanzierungsformen der Rentenversicherung in Deutschland, insbesondere das Umlageverfahren und das Kapitaldeckungsverfahren, und deren Eignung zur Absicherung im Alter.
Die Schwerpunkte liegen auf der gesetzlichen Rentenversicherung, den drei Säulen der Altersvorsorge, sowie der Analyse von Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren unter dem Einfluss demografischer Veränderungen.
Das Ziel ist es, die Funktionsweise der Vorsorgesysteme darzustellen, die Herausforderungen durch den demografischen Wandel aufzuzeigen und die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Finanzierungsmodelle zu erörtern.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse sowie der Auswertung von Fachliteratur, Gesetzen, Statistiken und Veröffentlichungen der Rentenversicherung.
Der Hauptteil analysiert detailliert die historische Entwicklung der Rentenversicherung, die verschiedenen Rentenarten, das Drei-Säulen-Modell, die Funktionsweisen von Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren sowie spezifische Risiken wie Kapitalverluste.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Rentenversicherung, Umlageverfahren, Kapitaldeckungsverfahren, Altersvorsorge, Demografie und Rentenreform geprägt.
Die sinkenden Geburtenraten und die steigende Lebenserwartung gefährden langfristig die Finanzierbarkeit des umlagefinanzierten Rentensystems, da das Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentenempfängern negativ beeinflusst wird.
Die These besagt, dass der gesamte Sozialaufwand einer Periode stets aus dem Volkseinkommen derselben laufenden Periode gedeckt werden muss, was die Realwirtschaft und die begrenzte Verfügbarkeit von produzierten Gütern betont.
Die Riester-Rente ist primär für förderfähige Personen konzipiert, die durch Zulagen und Sonderausgabenabzug unterstützt werden, während die Rürup-Rente (Basisrente) besonders auf Selbstständige zugeschnitten ist, um einen Anreiz zur privaten, kapitalgedeckten Altersvorsorge zu bieten.
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