Masterarbeit, 2012
51 Seiten, Note: 1,7
2 Einleitung
3 Theoretische Grundlagen
3.1 Begriffsbestimmung: Neue Medien
3.1.1 Merkmale Neuer Medien
3.1.1.1 Multimedialität
3.1.1.2 Multicodalität
3.1.1.3 Multimodalität
3.1.1.4 Interaktivität
3.2 Begriffsbestimmung: Lernen
3.3 Begriffsbestimmung: Neurodidaktik
4 Neurobiologische Aspekte des Lernens
4.1 Bau und Funktionsweise des Gehirns
4.1.1 Neuronale Vorgänge beim Lernen
4.1.2 Das Gedächtnis
4.1.3 Reifungsprozess des Gehirns
4.2 Die 12 Prinzipien gehirngerechten Lernens
4.2.1 Erstes Prinzip: Lernen ist ein physiologischer Vorgang
4.2.1.1 Lerntypen
4.2.2 Zweites Prinzip: Das Gehirn ist sozial
4.2.3 Drittes Prinzip: Die Suche nach dem Sinn ist angeboren
4.2.4 Viertes Prinzip: Sinnsuche geschieht durch die Bildung (neuronaler) Muster
4.2.5 Fünftes Prinzip: Emotionen sind wichtig für die Musterbildung
4.2.6 Sechstes Prinzip: Das Gehirn verarbeitet Informationen in Teilen und als Ganzes gleichzeitig
4.2.7 Siebtes Prinzip: Lernen erfolgt sowohl durch die gerichtete Aufmerksamkeit als auch durch periphere Wahrnehmung
4.2.8 Achtes Prinzip: Lernen geschieht sowohl bewusst als auch unbewusst
4.2.9 Neuntes Prinzip: Gedächtnisinhalte können unterschiedlich geordnet werden
4.2.9.1 Funktionsspezifische Gedächtnisstrukturierung
4.2.9.2 Der Hemisphärenansatz
4.2.10 Zehntes Prinzip: Lernen ist entwicklungsabhängig
4.2.11 Elftes Prinzip: Komplexes Lernen wird durch Herausforderung gefördert und von Angst und Bedrohung verhindert
4.2.12 Zwölftes Prinzip: Jedes Gehirn ist einzigartig
4.2.13 Implikationen für gehirngerechtes Lernen
5 Lernen mit Neuen Medien
5.1 E-Learning
5.2 Klassifizierung von computerbasierter Lernsoftware für den Schulunterricht
5.2.1 Übungsprogramme (Drill & Practice)
5.2.2 Tutorielle Programme
5.2.3 Computer-Simulationen
5.2.4 Computer-Lernspiele
6 Neue Medien und Neurodidaktik
6.1 ‚Neue Medien‘ versus ‚Klassische Medien‘ – CD-ROM versus Lehrbuch
6.2 Pro Lern-CD-ROM
6.3 Contra Lern-CD-ROM
7 Zusammenfassung und Fazit
Die Arbeit untersucht die theoretische und praktische Verbindung zwischen den Erkenntnissen der Neurodidaktik und dem Einsatz digitaler Medien im schulischen Unterricht, mit der zentralen Fragestellung, ob das Lernen mit digitalen Medien als "gehirngerecht" eingestuft werden kann.
6.1 ‚Neue Medien‘ versus ‚Klassische Medien‘ – CD-ROM versus Lehrbuch
Bevor untersucht werden soll, welche Vor- oder auch Nachteile der Einsatz ‚Neuer Medien‘ in Form von lernorientierten Multimedia-CD-ROMs im Unterricht unter neurodidaktischen Gesichtspunkten bringen, muss zunächst die Frage gestellt werden, was ein klassisches Medium und ein neues Medium im Hinblick auf eine Lernsituation unterscheidet. Anders gefragt: Welche Vorzüge hat eine lernorientierte CD-ROM im Gegensatz zu einem herkömmlichen Lehrbuch? In der Literatur werden hierzu u.a. hauptsächlich folgende Merkmale genannt (vgl. z.B. Sacher, 1990, S. 71 f; Herzig & Grafe):
Ein Lehrbuch enthält hauptsächlich Text sowie eventuell Bilder und Graphiken, die den Text didaktisch unterstützen. Der Lernende erhält in schulischen Situationen zur Bearbeitung des Lehrbuches vom Lehrenden zusätzlich Anleitung, Rat und Hinweise, das Buch selbst ist aber rein visuell zu rezipieren und kognitiv zu verarbeiten. Dies kann in einem für den Lernenden frei gestellten zeitlichen Rahmen erfolgen, das Lerntempo kann ebenfalls häufig relativ frei bestimmt werden. Der Lernerfolg ist hier maßgeblich von der didaktischen Qualität des Lehrbuches, dem Interesse bzw. Affinität des Lernenden zum Thema, sowie seiner intellektuellen und Gedächtnisleistung abhängig.
Die letztgenannten Punkte zum Lernerfolg sind für das Lernen mit Multimedia-CD-ROMs identisch: Wenn die didaktische Aufbereitung der Lern-CD-ROM minderwertig ist, ist der Lernerfolg mit diesem Medium zweifelhaft. Wenn der Lernende keine Affinität zum Thema aufweist und daher negative Vorerfahrungen hat, wird das Herangehen an den Lernstoff schwieriger.
Anders ist nun bei der lernorientierten CD-ROM die Aufbereitung des Inhalts. Es gibt neben dem Text, neben Bildern und Graphiken auch Tonelemente wie Musik oder das gesprochene Wort sowie Filmclips und interaktive Lernelemente. Neben der visuellen ist hier also eine auditive Perzeption möglich. Zudem sorgt das bewegte Bild mit Ton für eine zusätzliche Aufmerksamkeitsfokussierung. Die interaktiven Lernelemente und die Verknüpfung des Stoffes durch Hyperlinks erlauben eine zum Teil spielerische, benutzerdefinierte Aufbereitung des Lernstoffes durch den Lernenden als zusätzliche Option. Der Lernende kann also bei einer CD-ROM nach eigenen Interessenschwerpunkten und eigenem Lerntempo das Thema aufarbeiten und kognitiv verarbeiten.
2 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Krise des Bildungssystems und die Relevanz der Neurodidaktik sowie der digitalen Medien als aktuelle Herausforderungen.
3 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe "Neue Medien", "Lernen" und "Neurodidaktik" und setzt diese in einen wissenschaftlichen Kontext.
4 Neurobiologische Aspekte des Lernens: Hier werden der Aufbau des Gehirns und die zwölf Prinzipien gehirngerechten Lehrens und Lernens detailliert erläutert.
5 Lernen mit Neuen Medien: Das Kapitel befasst sich mit E-Learning und klassifiziert verschiedene Formen computerbasierter Lernsoftware für den Einsatz in Schulen.
6 Neue Medien und Neurodidaktik: Dieses Kapitel verknüpft die beiden Themenbereiche und diskutiert kritisch die Vor- und Nachteile digitaler Lernmedien aus neurodidaktischer Sicht.
7 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass digitale Medien eine wertvolle Ergänzung sein können, aber kein Ersatz für pädagogische Konzepte sind.
Neurodidaktik, Neue Medien, Gehirngerechtes Lernen, Lernpsychologie, Gehirn, Gedächtnis, E-Learning, Multimodalität, Interaktivität, Lernsoftware, Neuronale Plastizität, Bildung, Lernmotivation, Kognition, Unterricht
Die Arbeit untersucht die Schnittstelle zwischen der Neurodidaktik und dem Einsatz neuer digitaler Medien im schulischen Unterricht.
Die zentralen Felder sind die neurobiologischen Grundlagen des menschlichen Lernens und deren Anwendung auf computerbasierte Lernsoftware.
Das Ziel ist es, auf Basis der neurodidaktischen Prinzipien zu evaluieren, ob der Einsatz digitaler Medien tatsächlich zu einem gehirngerechteren Lernen beitragen kann.
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die neurowissenschaftliche Erkenntnisse mit didaktischen Fragestellungen verknüpft.
Der Hauptteil behandelt zunächst die Funktionsweise des Gehirns und die zwölf Prinzipien gehirngerechten Lernens, gefolgt von einer Klassifizierung digitaler Lernmedien und deren kritischer Bewertung.
Kernbegriffe sind Neurodidaktik, Neue Medien, Gehirngerechtes Lernen, Neuronale Plastizität und Lernmotivation.
Das Gehirn benötigt für eine gesunde Entwicklung und effektives Lernen soziale Interaktion; isoliertes Lernen vor dem Computer wird daher neurodidaktisch kritisch hinterfragt.
Nein, der Autor betont, dass digitale Medien kein Ersatz für pädagogische Konzepte sind, sondern lediglich eine sinnvolle Ergänzung im rechten Maß darstellen können.
Obwohl Software individuelle Pfade verspricht, bestimmt letztlich das Programm den Lernweg, was die eigenständige Entscheidungskompetenz des Lernenden einschränken kann.
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