Bachelorarbeit, 2011
105 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
2. Politische Bildung und das Web 2.0 – eine Symbiose?
2.1 Wen erreicht politische Bildung eigentlich?
2.2 Warum ist der Wirkungsbereich politischer Bildung eingeschränkt?
2.3 Wie kann man bildungsferne Schichten erreichen?
2.4 Was ist das Web 2.0 und welche Potentiale hält es für die politische Bildung politikferner Jugendlicher bereit?
3. DU HAST DIE MACHT – politische Bildung im Web 2.0?
3.1 DU HAST DIE MACHT – ein Projekt stellt sich vor
3.2 Exemplarische Rezeptionsanalyse
3.2.1 Methodisches Vorgehen
3.2.2 Wie funktioniert Facebook als Zugang zu DU HAST DIE MACHT?
3.2.3 Wie nehmen Jugendliche DU HAST DIE MACHT wahr?
3.2.4 Wie regt DU HAST DIE MACHT zur Partizipation an?
4. Erfolgreich politisch bilden im Web 2.0
4.1 Soziale Netzwerke als Zugangskanal für politische Bildung im Web 2.0
4.2 Jugendliche im WEB 2.0 thematisch ansprechen
4.3 Partizipation im Web 2.0 fördern
5. (k)eine Schlussbetrachtung
6. Literatur
A: Anhang
Die Arbeit untersucht, wie politische Bildung Jugendliche über das Web 2.0 erreichen kann, insbesondere im Hinblick auf bildungsferne Schichten, die durch traditionelle Bildungsformate bisher nur unzureichend angesprochen werden. Dabei wird analysiert, inwiefern die Dynamik des Web 2.0 neue Potentiale für die politische Bildung bietet.
1. Einführung
Deutsche Jugendliche haben im internationalen Vergleich ein durchschnittliches politisches Wissen. [...] Deutsche Jugendliche sind im internationalen Vergleich politisch wenig handlungsbereit. [...] Deutsche Jugendliche sind in viel geringerem Maße als die Jugendlichen anderer beteiligter Länder zu demokratischer Beteiligung in der Schule bereit. . [...] Jugendliche an Gymnasien [...] wissen mehr über Politik als Jugendlicher, die andere Schulformen besuchen (Oesterreich 2002: 228-232)
Diese Befunde sind der Bilanz der letzten internationalen Vergleichsstudie zur politischen Bildung der International Association for the Evaluation of Educational Achievement entnommen. Auf erschreckende Art und Weise wird den deutschen Jugendlichen vorgeführt, dass sie im internationalen Vergleich auf den hinteren Rängen landen. Seit der Veröffentlichung der Studie 2002 sind nun über zehn Jahre vergangen. Seit dem haben deutsche Studien Befunde zum Gefälle in den verschiedenen Bildungsschichten immer wieder reproduziert (vgl. Albert 2010). Nur langsam hat dies die Frage nach der Wirksamkeit politischer Bildung in Deutschland aufgeworfen und erst in den letzten Jahren wird der Zusammenhang zur Politikverdrossenheit stärker erörtert (vgl. Detjen 2007: 3).
Scheint sich die Diskussion der politischen Bildung nur in kleinen Schritten zu bewegen, fällt bei der Betrachtung der Entwicklung jugendlicher Lebenswelten im selben Zeitraum eine enorme Dynamik auf. Mit der Entstehung des Web 2.0, dem sogenannten Mitmachinternet, verändert sich das Kommunikationsverhalten, der Medienkonsum und die soziale Interaktion Jugendlicher in einem erstaunlichen Tempo.
Die Beantwortung der Frage, ob und inwiefern diese Dynamik des Web 2.0 auch auf Prozesse der politischen Bildung ausstrahlen kann, soll Anliegen der vorliegenden Arbeit sein. Insbesondere soll dabei erörtert werden, welche Potentiale für die politische Bildung politikferner Jugendlicher bestehen.
1. Einführung: Das Kapitel skizziert die Problematik des geringen politischen Interesses und der mangelnden politischen Beteiligung deutscher Jugendlicher im internationalen Vergleich sowie die Relevanz des Web 2.0 als dynamisches Umfeld für neue Bildungsansätze.
2. Politische Bildung und das Web 2.0 – eine Symbiose?: Hier werden die Zielgruppen der politischen Bildung, das Bildungsdilemma in bildungsfernen Schichten und die theoretischen Ansätze (Sachlogik vs. Psychologik) zur Erreichung dieser Jugendlichen diskutiert.
3. DU HAST DIE MACHT – politische Bildung im Web 2.0?: Dieses Kapitel stellt das Projekt vor und führt eine exemplarische Rezeptionsanalyse durch, die zeigt, wie Jugendliche die Plattform wahrnehmen und wo Barrieren bestehen.
4. Erfolgreich politisch bilden im Web 2.0: Auf Basis der Analyse werden konkrete Erfolgsfaktoren für politische Bildungsarbeit im Web 2.0 abgeleitet, insbesondere für die Gestaltung von Social-Media-Auftritten und die Förderung von Partizipation.
5. (k)eine Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und betont, dass das Web 2.0 zwar enorme Potenziale bietet, diese aber durch gezielte, zielgruppenorientierte Strategien genutzt werden müssen.
6. Literatur: Verzeichnis der wissenschaftlichen Quellen und Studien, die für die Arbeit herangezogen wurden.
A: Anhang: Enthält ergänzendes Material wie Interviewzusammenfassungen, Transkriptionen und statistische Daten zur Plattform DU HAST DIE MACHT.
Politische Bildung, Web 2.0, Jugendforschung, bildungsferne Schichten, Partizipation, DU HAST DIE MACHT, Rezeptionsanalyse, soziales Web, politische Handlungsfähigkeit, Politikverdrossenheit, Social Media, Jugendliche, Internetnutzung, Medienkompetenz, Partizipationsförderung.
Die Arbeit untersucht, wie politische Bildung Jugendliche im Kontext des Web 2.0 erreichen kann, insbesondere um politikferne Zielgruppen anzusprechen, die durch traditionelle Methoden kaum erreicht werden.
Im Fokus stehen die Lebenswelten Jugendlicher, die Wirksamkeit politischer Bildung, das Web 2.0 als Bildungsort sowie Möglichkeiten zur Förderung politischer Partizipation durch moderne digitale Formate.
Die Arbeit geht der Frage nach, ob und inwiefern die Dynamik des Web 2.0 zur politischen Bildung politikferner Jugendlicher beitragen kann und welche Potentiale sich daraus ergeben.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur zur politischen Bildung und Jugendforschung mit einer qualitativen, exemplarischen Rezeptionsanalyse der Web 2.0-Plattform "DU HAST DIE MACHT".
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung zur politischen Bildung für bildungsferne Schichten, eine Analyse des Projekts "DU HAST DIE MACHT" anhand von Experteninterviews mit Jugendlichen sowie die Ableitung von Erfolgsfaktoren für digitale Bildungsarbeit.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie politische Bildung, Web 2.0, Partizipation, Zielgruppenorientierung, digitale Lebenswelten und Wirksamkeitsforschung.
Die Arbeit identifiziert eine Fixierung auf höhere Bildungsschichten, eine fehlende Adressatenorientierung der Materialien und Formate sowie eine mangelnde Einbindung von lebensweltnahen Interessen als Hauptgründe.
Das Web 2.0 bietet durch interaktive Elemente wie Abstimmungen, Mitmachprojekte und kollaborative Formate wie Wikis Ansätze, um Selbstwirksamkeitserfahrungen zu ermöglichen, die für politische Partizipation essentiell sind.
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