Examensarbeit, 2012
292 Seiten, Note: 1,3
1 PROBLEMSTELLUNG
2 ZUR THEORIE DER INKLUSION
2.1 Spezifische Aspekte zur Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen
2.1.1 Definitionen der Begrifflichkeiten
2.1.1.1 Behinderung
Definition von Behinderung
Neues Verständnis von Behinderung
2.1.1.2 Integration
2.1.1.3 Inklusion
2.2 Gegenüberstellung von Integration und Inklusion
2.3 Geschichtlicher Hintergrund der Inklusion
2.3.1 Überblick der historischen Entwicklung der Gesellschaft zu Menschen mit Behinderungen
2.3.2 Von der Exklusion zur Inklusion – ein kurzer Abriss
2.3.3 Vom Versehrtensport zu inkludierten Sportgruppen
2.4 Inklusion im Sport
2.4.1 Inkludierter Schulsport und Vereinssport
2.4.1.1 Ausgewählte Aspekte zum Schulsport
Der Schulsport in Thüringen
Sportunterricht und seine Bedingungen
Inkludierter Sportunterricht
Voraussetzungen für inkludierten Unterricht
2.4.1.2 Ausgewählte Aspekte zum Vereinssport
Der Sportverein
2.4.1.3 Kinder und Jugendliche ohne Behinderungen in Sportvereinen
Zur Bedeutung von Vereinssport für Kinder und Jugendliche ohne Behinderungen
Zur Problematik von Freizeit bei Kindern und Jugendlichen ohne Behinderungen
2.4.1.4 Kinder und Jugendliche mit Behinderung in Sportvereinen
Zur Bedeutung des Sportvereins für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen
Vorstellung ausgewählter Projekte und Studien
Zur Problematik von Freizeit bei Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen
2.5 Inklusion im Sport unter Berücksichtigung der UN-Behindertenrechtskonvention
2.5.1 Die UN-Behindertenrechtskonvention
2.5.2 Spezifische Aspekte zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
2.5.3 Sport im Fokus der UN-Behindertenrechtskonvention
2.6 Spezifische Fragestellung
3 Methodik
3.1 Untersuchungsverfahren
3.2 Untersuchungspersonen
3.3 Untersuchungsdurchführung
3.4 Untersuchungsauswertung
4 DARSTELLUNG, INTERPRETATION UND DISKUSSION DER ERGEBNISSE
4.1 Einstellung der Lehrkräfte zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen
4.1.1 Einstellungen der Lehrkräfte gegenüber der Inklusion von Menschen mit Behinderungen
4.1.2 Einstellungen der Lehrkräfte unter Berücksichtigung der Art der Behinderung
4.1.3 Vergleich der Einstellungen zu SuS mit Körperbehinderungen gegenüber der wahrgenommenen Selbstkompetenz der Lehrkräfte
4.1.4 Vergleich der Einstellungen zu SuS mit Lernbehinderungen gegenüber der wahrgenommenen Selbstkompetenz der Lehrkräfte
4.1.5 Vergleich der Einstellungen zu SuS mit Körperbehinderungen zwischen Lehrkräften in Primarstufe, Sekundarstufe und Sonderschulen
4.1.6 Vergleich der Einstellungen zu SuS mit Lernbehinderungen zwischen Lehrkräften in der Primarstufe, Sekundarstufe und Sonderschulen
4.1.7 Vergleich der Einstellung zu SuS mit Körper- und Lernbehinderungen zwischen Lehrkräften in der Primarstufe und Sekundarstufe
4.1.8 Vergleich der Einstellungen zu SuS mit Körper- und Lernbehinderungen zwischen Lehrkräften in der Primarstufe und Sonderschule
4.1.9 Vergleich der Einstellungen zu SuS mit Körper- und Lernbehinderungen zwischen Lehrkräften in der Sekundarstufe und Sonderschule
4.1.10 Vergleich der Einstellungen zu SuS mit Körper- und Lernbehinderungen zwischen Lehrkräften mit und ohne Berufserfahrung
4.1.11 Vergleich der Einstellungen zu SuS mit Körper- und Lernbehinderungen zwischen Lehrkräften mit und ohne Inklusionserfahrung
4.1.12 Vergleich der Einstellungen zu SuS mit Körper und Lernbehinderungen zwischen Lehrkräften mit und ohne Kenntnis über die UN Behindertenrechtskonvention
4.1.13 Vergleich der Einstellungen zu SuS mit Körper- und Lernbehinderungen zwischen Lehrkräften mit und ohne Kontakte(n) im privaten Bereich
4.1.14 Kommentare zum inkludierten Sport an Schulen
4.2 Einstellungen der Lehrkräfte zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen
4.2.1 Einstellungen der Übungsleiterinnen und Übungsleiter gegenüber der Inklusion von Menschen mit Behinderungen
4.2.2 Einstellungen der Übungsleiterinnen und Übungsleiter unter Berücksichtigung der Art der Behinderung
4.2.3 Vergleich der Einstellungen zu KuJ mit Körperbehinderungen gegenüber der wahrgenommenen Selbstkompetenz der Übungsleiterinnen und Übungsleiter
4.2.4 Vergleich der Einstellungen zu KuJ mit Lernbehinderungen gegenüber der wahrgenommenen Selbstkompetenz der Übungsleiterinnen und Übungsleiter
4.2.5 Vergleich der Einstellungen zu KuJ mit Körper- und Lernbehinderungen zwischen Übungsleiterinnen und Übungsleitern mit und ohne Berufserfahrung
4.2.6 Vergleich der Einstellungen zu KuJ mit Körper- und Lernbehinderungen zwischen Übungsleiterinnen und Übungsleitern mit und ohne Inklusionserfahrung
4.2.7 Vergleich der Einstellungen zu KuJ mit Körper-und Lernbehinderungen zwischen Übungsleiterinnen und Übungsleitern mit und ohne Kenntnis über die UN-Behindertenrechtskonvention
4.2.8 Vergleich der Einstellungen zu KuJ mit Körper- und Lernbehinderungen zwischen Übungsleiterinnen und Übungsleitern mit und ohne Kontakte(n) im privaten Bereich
4.2.9 Kommentare zum inkludierten Sport in Vereinen
5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Problematik der Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen im Sport zu untersuchen, wobei der Fokus insbesondere auf der Bedeutung von Schule und Verein sowie der UN-Behindertenrechtskonvention liegt. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, Einstellungen und Erfahrungen von Lehrkräften und Übungsleitern zu evaluieren, um Hindernisse und Potenziale für eine gelingende Inklusion zu identifizieren.
2.3 Geschichtlicher Hintergrund der Inklusion
Um den geschichtlichen Hintergrund der Inklusion plausibel darzustellen, teilt sich dieses Kapitel in drei Teile. Während sich der erste Abschnitt kurz mit der historischen Entwicklung der Gesellschaft auseinandersetzt und sich dabei mit der Frage beschäftigt, ob Menschen mit Behinderung schon immer ausgeschlossen waren, bzw. wieso sie ausgeschlossen wurden, beschäftigt, fokussiert der mittlere Teil in einem Abriss die Bedeutung und Wende von der Exklusion zur Inklusion. Der dritte Teil in diesem Kapitel wendet sich der Geschichte des Behindertensports zu, um Inklusion im Sport besser verstehen zu können. Hierbei tritt die Frage, warum es bis heute separate Vereine gibt, die ausschließlich Menschen mit oder ohne Behinderung aufnehmen, in den Blickpunkt.
2.3.1 Überblick der historischen Entwicklung der Gesellschaft zu Menschen mit Behinderungen
Die Bedeutung der geschichtlichen Entwicklung der Gesellschaft kulminiert in der Frage, wie es dazu kommen konnte, dass Menschen mit Behinderung, obgleich geistiger oder körperlicher Art, als „minderwertig“ oder „Untermenschen“ eingestuft wurden, so dass man sie unter dem Deckmantel der Euthanasie ermordete. Erst aus dem Verständnis der Geschichte resultieren die Erkenntnisse, die auch für Betrachtungen der Inklusionen im Sport von großer Bedeutung sind.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts herrschte überwiegend der sozialökonomische Haushalt, der sich komplett selbst versorgte. Jener bestand aus dem Hausherren, seiner Familie und dem Gesinde. Diese große Anzahl von Menschen unter einem Dach verlangte geordnete Verhältnisse. Jeder hatte Pflichten, denen er nachkommen musste, aber auch Rechte, die in dieser Kooperationsgemeinschaft bestanden. Der Großteil des Lebens spielte sich in diesem Haushalt ab. Aber was passierte hier mit einem Menschen mit Behinderung – einem Kind mit einer Behinderung oder einem von Demenz betroffenen Großelternteil beispielsweise? Da niemand von der Arbeit im Haushalt ausgeschlossen wurde, steuerten auch sie ihr Bestmögliches hinzu. Nun stellt sich jedoch die Frage, wer sich um sie kümmerte? Ohne Frage besteht ein Abhängigkeitsverhältnis zwischen stärkeren und schwächeren Menschen. Die Schwächeren sind auf die Stärkeren angewiesen und in der damaligen Gesellschaft wurde die Maxime der Fürsorge in einer Gemeinschaft gelebt. So war es selbstverständlich, dass die Stärkeren sich um ihre hilfebedürftigen Mitmenschen kümmerten.
1 PROBLEMSTELLUNG: Die Einleitung verdeutlicht die Vision einer inklusiven Gesellschaft und führt in die Thematik der Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen im Sport ein.
2 ZUR THEORIE DER INKLUSION: Dieses theoretische Kapitel definiert zentrale Begriffe, beleuchtet den geschichtlichen Hintergrund und analysiert Inklusion im Kontext von Schule, Verein und der UN-Behindertenrechtskonvention.
3 Methodik: Der Methodikteil beschreibt das Forschungsdesign, die befragten Zielgruppen (Lehrkräfte und Übungsleiter) sowie die Durchführung der quantitativen Online-Befragung.
4 DARSTELLUNG, INTERPRETATION UND DISKUSSION DER ERGEBNISSE: Hier werden die Ergebnisse der Befragung detailliert präsentiert, statistisch interpretiert und in Bezug auf Einstellungen, Qualifikation und Rahmenbedingungen kritisch diskutiert.
5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Umdenkens sowie einer verbesserten Ausbildung für inklusiven Sport.
Inklusion, Sport, Behinderung, Schulsport, Vereinssport, Lehrkräfte, Übungsleiter, UN-Behindertenrechtskonvention, Integration, Teilhabe, Sportunterricht, Einstellungen, Qualifikation, Heterogenität, Sonderpädagogik
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Chancen der Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen im schulischen Sportunterricht und im Vereinssport.
Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Begriffsdefinitionen, der historischen Entwicklung von Inklusion, den rechtlichen Rahmenbedingungen durch die UN-Behindertenrechtskonvention sowie der empirischen Einstellungsanalyse von pädagogischem Personal.
Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Einstellungen von Lehrkräften und Übungsleitern gegenüber Inklusion zu gewinnen, um aufzuzeigen, wo Defizite in der Qualifikation und Umsetzung bestehen.
Die Arbeit nutzt einen quantitativen Forschungsansatz, basierend auf dem standardisierten PEATH-Fragebogen, der für die Zielgruppe angepasst und digital erhoben wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Inklusionsbegriffe und eine umfangreiche Auswertung der erhobenen Daten zu Einstellungen von Lehrkräften und Trainern unter verschiedenen Einflussfaktoren.
Die zentralen Charakteristika sind die Differenzierung zwischen Integration und Inklusion, die Analyse der UN-Konvention sowie die Bedeutung von Lehrer- und Trainerkompetenzen.
Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung ist, dass sich ein Großteil der befragten Lehrkräfte selbst als unzureichend für die Leitung inklusiver Sportgruppen qualifiziert ansieht.
Die Untersuchung zeigt, dass Personen mit privaten Kontakten zu Menschen mit Behinderungen der Inklusion im Sport tendenziell positiver gegenüberstehen.
Das Fallbeispiel illustriert eindrucksvoll die bürokratischen und pädagogischen Hürden, die trotz rechtlicher Grundlagen (wie der UN-Behindertenrechtskonvention) bei einer angestrebten Inklusion im Schulalltag auftreten können.
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