Bachelorarbeit, 2011
72 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Themenbezogene Begriffserläuterungen
2.1. Kommunikation
2.2. Massenkommunikation
2.3. Informationsgesellschaft
2.4. Soziale Netzwerke und die Netzwerkgesellschaft
2.5. Web 2.0 – Das soziale Internet und seine Online-Netzwerke
3. Wandel der Kommunikationsformen
3.1. Die historische Entwicklung der Kommunikationsformen
3.2. Kommunikation im Internetzeitalter - Aktuelle Zahlen zur Nutzung des Internets
3.3. Aktuelle Zahlen zur Nutzung von Online-Netzwerken in Deutschland
4. Soziale Netzwerke im Internet und ihre Nutzungsmotive
4.1. Die beliebtesten Plattformen im Überblick
4.2. Was motiviert uns soziale Netzwerke im Internet zu nutzen?
4.2.1. Selbstdarstellung – Die Präsentation der eigenen Identität
4.2.2. Beziehungen knüpfen und nutzen
4.2.3. Zugehörigkeit zu virtuellen Gemeinschaften
5. Die Schattenseiten der neuen Kommunikationskultur
5.1. Cyber-Mobbing
5.2. Missbrauch personenbezogener Daten – Mangelhafter Datenschutz
5.3. Online-Sucht
6. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Einfluss von Online-Netzwerken auf das Kommunikations- und Sozialverhalten von Individuen in der modernen Netzwerkgesellschaft. Dabei wird analysiert, wie virtuelle Interaktionen die zwischenmenschliche Beziehungspflege, die Identitätskonstruktion sowie die gesellschaftliche Kommunikation nachhaltig verändern.
4.2.1. Selbstdarstellung – Die Präsentation der eigenen Identität
Wenn Personen im World Wide Web aktiv werden, und speziell auf Online-Netzwerken tätig sind, stellen sie sich gezwungenermaßen selbst dar und können folglich von anderen Teilnehmern betrachtet werden (vgl. Döring 2010: 165). Nach Aussagen von Sabine Trepte und Leonard Reinecke verschafft uns die Selbstoffenbarung „in Form von Profilinformationen, Blog-Einträgen oder selbsterstellten Videoclips […] Zugang zu positiven Nutzungssequenzen: Sie ermöglicht den Aufbau von Kontakten und die soziale Interaktion im Netz, provoziert Reaktionen von Nutzern, z.B. in Form von Kommentaren […] auf der ‚Pinnwand’ des eigenen Netzwerk-Profils, und erlaubt es, andere Menschen am eigenen Leben teilhaben zu lassen“ (Trepte & Reinecke 2010 : 224). Somit trägt das Mitwirken der Konsumenten durch die Präsentation der eigenen Person erheblich zum Funktionieren des Online-Unterhaltungserlebens bei.
Schon gegen Ende der 90er Jahre gab es Analysen zur Darbietung der eigenen Person auf persönlichen Internetseiten. Dabei kam man zu der Erkenntnis, dass die vordergründigen Arten der Selbstdarstellung, wie beispielsweise sich freundlich, liebenswert oder qualifiziert zu präsentieren, nicht nur im wirklichen Leben eine Rolle spielen, sondern auch in virtuellen Welten gelten. Entsprechende Resultate findet man auch bei heutigen Untersuchungen von sozialen Netzwerken im Internet (vgl. Trepte & Reinecke 2010: 224). Wie bereits erwähnt, verspüren Menschen die online kommunizieren eine gesteigerte Bereitschaft private Informationen von sich preiszugeben. Diese Bereitwilligkeit zur Präsentation der eigenen Identität führen Wissenschaftler mitunter auf ein verstärktes Empfinden von Anonymität zurück. Man fühlt sich sicherer innerhalb der Kommunikationssituation und teilt somit seine intimsten Gedanken und Informationen mit anderen Internetnutzern. Genau wie im realen Leben gilt auch in der Internetwelt: „Nur wer etwas von sich berichtet, kann ein soziales Leben im Netz führen. Dementsprechend gilt möglicherweise auch: Nur wer etwas von sich preisgibt, wer anderen einen authentischen Eindruck von der eigenen Person geben mag, kann sich bei der partizipativen Internet-Nutzung amüsieren“ (Trepte & Reinecke 2010: 225).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der digitalen Kommunikation ein und umreißt die wissenschaftliche Fragestellung bezüglich der Auswirkungen von Online-Netzwerken auf das Sozialverhalten.
2. Themenbezogene Begriffserläuterungen: In diesem Kapitel werden grundlegende Termini wie Kommunikation, Massenkommunikation, Informationsgesellschaft und soziale Netzwerke soziologisch definiert und abgegrenzt.
3. Wandel der Kommunikationsformen: Dieser Abschnitt behandelt die historische Evolution der menschlichen Kommunikation von der frühen Face-to-Face-Interaktion bis hin zum modernen Internetzeitalter.
4. Soziale Netzwerke im Internet und ihre Nutzungsmotive: Dieser Hauptteil analysiert die Motivationen der Nutzer, wobei Schwerpunkte auf Selbstdarstellung, Beziehungsaufbau und das Bedürfnis nach Zugehörigkeit gelegt werden.
5. Die Schattenseiten der neuen Kommunikationskultur: Dieses Kapitel widmet sich den Risiken der vernetzten Welt, insbesondere Cyber-Mobbing, Datenschutzproblemen und der Gefahr einer Online-Sucht.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion über den gesellschaftlichen Wandel durch moderne Kommunikationstechniken und einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Online-Netzwerke, Kommunikation, Netzwerkgesellschaft, Soziale Medien, Web 2.0, Identitätsbildung, Selbstdarstellung, Sozialkapital, Virtuelle Gemeinschaften, Cyber-Mobbing, Datenschutz, Onlinesucht, Soziales Handeln, Internetnutzung, Mediensoziologie
Die Arbeit untersucht, wie soziale Online-Netzwerke das Kommunikations- und Sozialverhalten von Menschen in der heutigen Netzwerkgesellschaft beeinflussen.
Zu den Schwerpunkten gehören der Wandel der Kommunikation, die Motive für die Nutzung von Online-Netzwerken, Mechanismen der Selbstdarstellung sowie die negativen Aspekte der neuen Kommunikationskultur.
Das Hauptziel ist es zu ergründen, inwieweit Online-Netzwerke und die Interaktion innerhalb dieser Plattformen das Kommunikations- und Sozialverhalten der Individuen verändern.
Es handelt sich um eine theoretisch orientierte soziologische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse basiert und aktuelle Statistiken zur Internetnutzung einbezieht.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung der Kommunikation, die Analyse von Nutzungsmotiven (Selbstdarstellung, Beziehungsaufbau) und eine kritische Auseinandersetzung mit den Schattenseiten der digitalen Kommunikation.
Wichtige Begriffe sind Netzwerkgesellschaft, Identitätsbildung, Online-Netzwerke, soziale Beziehungen, Datenschutz und Mediensoziologie.
Die Anonymität ermöglicht es Nutzern, sich sicherer zu fühlen und ihre Identität in virtuellen Räumen facettenreicher zu präsentieren, was die Hemmschwelle für soziale Interaktionen senkt.
Zu den identifizierten Gefahren gehören die Verletzung der Privatsphäre durch mangelhaften Datenschutz, die Zunahme von Cyber-Mobbing und das Risiko, durch den hohen Grad an Interaktion eine psychologische Abhängigkeit (Onlinesucht) zu entwickeln.
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