Bachelorarbeit, 2012
82 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1 Konsum und Sucht
2.1.1 Der Begriff „Droge“ in Hinsicht des Lebensstils
2.1.2 Suchtverständnis
2.1.3 Phasen der Sucht
2.2. „Legal Highs“
2.2.1 Arten
2.2.1.1 „Research Chemicals“
2.2.1.2 Räuchermischungen
2.2.2 Rechtliche Lage
2.2.3 Verbreitung
3. Methode der Erhebung
3.1 Das „narrative Interview“
3.2 Das „ero-epische Gespräch“
3.3 Die Kombination
4. Forschungsteil
4.1 Interviewsetting
4.2 Interviewdurchführung
4.3 Datenauswertung
4.3.1 Aufbereitung des Materials
4.3.2 Auswertungsverfahren - rekonstruktive Fallanalyse
4.4 Rekonstruierung und Auswertung der Biografie
4.4.1 Portrait-Kapitel
4.4.2 Relevanz für die Fallarbeit
4.4.3 Erkenntnisse zu den „Legal Highs“
4.5 Methodenreflexion
5. Abschließende Betrachtung
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht das Potenzial narrativer Interviews in Kombination mit ero-epischen Gesprächen für die fallbezogene Arbeit mit jungen Konsumenten von sogenannten „Legal Highs“. Ziel ist es, durch die Analyse persönlicher Lebensgeschichten lebensweltliche Hintergründe und die Konsummotivation besser zu verstehen, um effektive Ansätze für die Soziale Arbeit in der Drogenhilfe abzuleiten.
4.4.1 Portrait-Kapitel
In diesem Teil, rekonstruiere ich die Lebensgeschichte von Daniel. Nach abgeschlossener Auswertung werden Merkmale und Mechanismen von sozialen Prozessen, wie die Verlaufskurven von PRINS, basierend auf SCHÜTZES Prozessstrukturen, analytisch abstrahiert. Die eigene Ordnung von Daniel wird beibehalten. Alle folgenden Ausarbeitungen und Zitate beziehen sich alle auf das mit Daniel Müller geführte Interview I, welches in ungekürzter Form im Anhang ab Seite 56 nachzulesen ist. Ich verwende in dem Bericht szenetypische Begrifflichkeiten, die in den Fußnoten kurz erläutert werden.
Daniel ist ein 21-jähriger junger Mann, der zum Zeitpunkt des Interviews bereits seit einem halben Jahr clean ist. Er wohnt bei seiner alleinerziehenden Mutter, hat einen Realschulabschluss, eine abgeschlossene Berufsausbildung zum Personaldienstleistungskaufmann und eine feste Anstellung in einem Zeitarbeitsunternehmen.
1. Einleitung: Die Verfasserin motiviert ihr Forschungsinteresse durch die Problematik der "Legal Highs" und beschreibt das Ziel, durch eine Methodenkombination subjektive Erfahrungen in der Drogenarbeit zu erfassen.
2. Grundlagen: Es werden Begrifflichkeiten rund um Konsum und Sucht erörtert sowie der aktuelle Kenntnisstand zu "Legal Highs", deren Arten und rechtliche Einordnung dargelegt.
3. Methode der Erhebung: Dieser Abschnitt erläutert die theoretische Fundierung des narrativen Interviews und des ero-epischen Gesprächs und begründet deren Synergien für die Fallarbeit.
4. Forschungsteil: Das Kapitel dokumentiert das Interviewsetting bei der Einrichtung MUDRA, beschreibt das Auswertungsverfahren nach der rekonstruktiven Fallanalyse und präsentiert die biografischen Auswertungen.
5. Abschließende Betrachtung: Die Ergebnisse werden synthetisiert, Hypothesen gebildet und die Relevanz der Methodenkombination für die praktische Soziale Arbeit reflektiert.
Legal Highs, Soziale Arbeit, narratives Interview, ero-episches Gespräch, Fallarbeit, Drogenkonsum, Sucht, Lebensgeschichte, Biografieanalyse, Konsummotivation, Identität, Suchthilfe, qualitative Sozialforschung, Fallanalyse, Prävention.
Die Bachelor-Thesis befasst sich mit der Erforschung der Lebensgeschichten von Legal-High-Konsumenten unter Anwendung spezifischer qualitativer Interviewmethoden.
Die Arbeit behandelt die Motive hinter dem Konsum von legalen, aber gefährlichen Substanzen, die Bedeutung von biografischen Einflüssen auf die Suchtentwicklung und die Anwendung rekonstruktiver Fallanalysen.
Ziel ist es, tiefere Einblicke in die lebensweltliche Situation der Konsumenten zu gewinnen, um die Soziale Arbeit in der Drogenberatung professioneller zu gestalten.
Es wurde eine Kombination aus dem narrativen Interview nach Fritz Schütze und dem ero-epischen Gespräch nach Roland Girtler eingesetzt, um einen optimalen Erzählfluss zu generieren.
Neben den theoretischen Grundlagen zu Sucht und Legal Highs liegt der Schwerpunkt auf der Durchführung und Auswertung von zwei Interviews mit jungen Männern.
Wichtige Schlagworte sind Legal Highs, Soziale Arbeit, Fallarbeit, narrative Interviews und Biografieanalyse.
Laut der Auswertung führt das Fehlen eines signifikanten Anderen (Vaters) und die gestörte Bindung zur Mutter zu einer Identitätskrise, die den Konsum von Suchtmitteln als Bewältigungsstrategie begünstigt.
Sie betont die Notwendigkeit, professionelle Distanz zu wahren, trotz der freundschaftlichen Atmosphäre, die durch das "Duzen" und die Szenesprache im ero-epischen Gespräch entsteht.
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