Examensarbeit, 2009
47 Seiten, Note: 14 Punkte
Einleitung
1. Theoretischer Rahmen
1.1 Schülerkooperation
1.1.2 Gruppenarbeit
1.1.3 Schülerpräsentation
1.2 Kooperation aus Sicht verschiedener Lerntheorien
1.2.1 Kooperation aus der psychologischen Perspektive der Pädagogischen Psychologie
1.3 Fragestellung
2. Methode /Rekonstruktion
2.1 Datenerhebung
2.2 Transkriptionsverfahren
2.3 Interaktionsanalyse
2.4 Die Rezeptionsanalyse
2.5 Die Lerngruppe
2.6 Auswahl, Anordnung und Darstellung der Unterrichtsausschnitte
2.7 Die Aufgaben
2.8 Lösungsmöglichkeiten der Aufgabe
3. Szenen aus dem Mathematikunterricht – Analyse zur Rekonstruktion der Schülerkooperationen
3.1 Szene I – Transkript
3.1.1 Szene I – Interaktionsanalyse
3.1.2 Zusammenfassende Interpretation
3.1.3 Ergänzung durch die Rezeptionsanalyse
3.2 Szene II – Transkript
3.2.1 Szene II – Interaktionsanalyse
3.2.2 Zusammenfassende Interpretation
3.2.3 Ergänzung durch die Rezeptionsanalyse
3.3 Szene III – Transkript
3.3.1 Szene III – Interaktionsanalyse
3.3.2. Zusammenfassende Interpretation
3.3.3 Ergänzung durch die Rezeptionsanalyse
3.4 Ausblick und Zwischenfazit
4. Kooperationshandlungen und Kooperationstypen
4.1. Kooperationshandlungen
4.1.1 Abgucken
4.1.2 Nicht-Helfen
4.1.3 Mit beteiligt sein
4.1.4 Nebeneinander her arbeiten
4.2 Kooperationstypen
4.2.1 Beteiligt sein oder doch nebeneinander arbeiten?
4.2.2 Bystander
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Kooperationsverhalten von Schülern während einer Schülerpräsentation im Mathematikunterricht der Grundschule. Ziel ist es, durch eine interpretative Analyse aufzuzeigen, ob und wie Schüler in dieser Phase kooperieren, um Rückschlüsse auf die vorangegangene Gruppenarbeitsphase zu ermöglichen und die Rolle von Präsentationen als Instrument der Förderung von Schülerkooperation zu bewerten.
3.1 Szene I – Transkript
8 L: Ich habe euch hier mal die Tafel gewischt, falls ihr mal den anderen zeigen wollt, wenn ihr was aufgeschrieben habt\
9 Gruppe geht zur Tafel
10 Gemurmel in der Klasse
11 O[1]. steht direkt an der Tafel, die anderen Gruppenmitglieder stehen daneben. Ein Gruppenmitglied spricht mit einer Schülerin und bittet sie, ihr den Aufgabenzettel zu geben. Sie hält ein Schulheft in der Hand. Das dritte Gruppenmitglied verfolgt sie mit ihren Augen. Otto nimmt den Aufgabenzettel in Empfang.
12 L: Sch-sch.
13 L: So, dann hört ihr den dreien…
14 L: Tanja
15 L: L., setz dich bitte mal hin, das sammeln wir später ein\
16 L: Sch sch.
17 Otto hält das Aufgabenblatt den beiden anderen hin
18 S.[2] dreht sich weg
19 T: Warum meldest du dich dann/
20 T: Ohh .. dann machs doch\
21 O: Ich kanns nicht ...
22 T: Ja, aber warum meldest du dich dann, was solln das/
23 L: Otto, vielleicht beginnst du noch mal, indem du die Aufgabe vorliest…
Einleitung: Einführung in die Relevanz von Schülerpräsentationen in der Grundschule und Darstellung der Forschungslücke bezüglich des Kooperationsverhaltens während dieser Phasen.
1. Theoretischer Rahmen: Definition der zentralen Begriffe Schülerkooperation, Gruppenarbeit und Schülerpräsentation sowie Einbettung in die pädagogische Psychologie und Formulierung der Forschungsfrage.
2. Methode /Rekonstruktion: Darstellung der Datenerhebung mittels Videoaufzeichnung, Erläuterung der angewandten Analyseverfahren (Interaktions- und Rezeptionsanalyse) und Vorstellung der Lerngruppe sowie der Aufgaben.
3. Szenen aus dem Mathematikunterricht – Analyse zur Rekonstruktion der Schülerkooperationen: Empirischer Kernteil, in dem drei ausgewählte Unterrichtsszenen detailliert transkribiert, analysiert und interpretiert werden.
4. Kooperationshandlungen und Kooperationstypen: Zusammenführung der Analyseergebnisse zu konkreten Kooperationshandlungen (z.B. Abgucken, Nicht-Helfen) und Typologisierungen der beobachteten Interaktionsmuster.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, in der das Phänomen des "Nebeneinander-her-Arbeitens" und die dominierende Rolle der Lehrperson kritisch reflektiert werden.
Schülerkooperation, Schülerpräsentation, Gruppenarbeit, Interaktionsanalyse, Rezeptionsanalyse, Mathematikunterricht, Grundschule, Kooperationshandlungen, Kooperationstypen, Unterrichtsforschung, Qualitative Sozialforschung, Bystander, Schülersozialverhalten, Unterrichtsgespräch, Aufgabendarstellung
Die Arbeit untersucht das Kooperationsverhalten von Schülern während einer Schülerpräsentation nach einer Gruppenarbeitsphase in einer dritten Grundschulklasse.
Zentrale Themen sind die Interaktion zwischen Schülern in Präsentationssituationen, die Art der Gruppenarbeit sowie der Einfluss der Lehrperson auf diese Prozesse.
Ziel ist es zu klären, wie Schüler bei Präsentationen interagieren und ob daraus Rückschlüsse auf die Zusammenarbeit in der vorangegangenen Gruppenphase gezogen werden können.
Es handelt sich um eine interpretative Unterrichtsforschung. Die Analyse stützt sich auf die Interaktionsanalyse nach transkribierten Videoaufzeichnungen, ergänzt durch eine Rezeptionsanalyse.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse dreier Szenen aus dem Mathematikunterricht, um daraus systematisch Kooperationshandlungen und -typen abzuleiten.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Schülerkooperation, Interaktionsanalyse, Gruppenpräsentation und qualitativer Unterrichtsforschung beschreiben.
Die Analyse zeigt, dass sich die Schüler in den beobachteten Szenen eher als Einzelpersonen wahrnehmen, die ihre individuelle Leistung gegenüber der Lehrperson rechtfertigen müssen, statt als geschlossene Gruppe zu agieren.
Die Lehrperson dominiert das Geschehen stark; sie fungiert oft als Ansprechpartnerin und gibt Struktur vor, was eine eigenständige Schülerkooperation eher einschränkt als fördert.
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