Examensarbeit, 1999
84 Seiten, Note: 1.7
1 EINLEITUNG
2 METHODISCHE KONZEPTE
2.1 HANDLUNGSORIENTIERUNG - EIN NEUES UNTERRICHTSKONZEPT ?
2.2 DIE NOTWENDIGKEIT HANDLUNGSORIENTIERTEN UNTERRICHTS
2.3 HANDLUNGSORIENTIERTER UNTERRICHT -SEINE VORZÜGE UND KRITISCHE ANMERKUNGEN
2.4 DER PROJEKTUNTERRICHT
2.4.1 Projektorientierter Unterricht in Abgrenzung zum Projektunterricht
3 BEDINGUNGSANALYSE
3.1 THEMENUNABHÄNGIGE VORAUSSETZUNGEN DER LERNGRUPPE
3.2 THEMENABHÄNGIGE VORAUSSETZUNGEN DER LERNGRUPPE
4 SACHBESCHREIBUNG DER UNTERRICHTSREIHE
4.1 DER SCHULTEICH DER HAUPTSCHULE II SUNDERN
4.2 DIE ÖKOLOGISCHE BEDEUTUNG DES SCHULTEICHS
4.3 DIE FAUNA DES SCHULTEICHS
4.4 DIE LERNTAFELN ALS BESTANDTEIL DES LERNPARCOURS
5 SACHSTRUKTUR DER UNTERRICHTSREIHE
6 AUFBAU DER UNTERRICHTSREIHE
6.1 DARSTELLUNG DER UNTERRICHTSREIHE
6.2 METHODISCHE ÜBERLEGUNGEN
6.3 VORÜBERLEGUNGEN ZU DEN BESONDEREN AUFGABEN DES LEHRERS
6.4 ZIELE DER UNTERRICHTSREIHE
7 LEGITIMATION DES UNTERRICHTSVORHABENS
8 DIDAKTISCHE REDUKTION DES GESAMTINHALTES
9 DOKUMENTATION DER UNTERRICHTSSTUNDEN
9.1 STUNDE 1: VORSTELLEN DES PROJEKTTHEMAS (PROJEKTINITIATIVE)
9.1.1 Vorüberlegungen
9.1.2 Leitende Zielvorstellung der Unterrichtsstunde
9.1.3 Lehrziele und Handlungsmöglichkeiten der Unterrichtsstunde
9.1.4 Didaktische Reduktion
9.1.5 Methodische Überlegungen
9.1.6 Stundenverlaufsplan
9.1.7 Reflexion
9.2 DARSTELLUNG UND REFLEXION DER STUNDE 2: SCHÜLER ENTWICKELN EINEN ARBEITSPLAN FÜR DAS PRAKTISCHE ARBEITEN.
9.3 DARSTELLUNG UND REFLEXION DER STUNDE 3: ERARBEITEN DER UNTERSCHEIDUNGSMERKMALE VERSCHIEDENER STILLGEWÄSSERTYPEN.
9.4 DARSTELLUNG UND REFLEXION DER STUNDE 4: ERARBEITUNG VON NAHRUNGSKETTEN UND NAHRUNGSNETZEN AM BEISPIEL SEE
9.5 STUNDE 5 UND STUNDE 6: GEMEINSAME KENN- UND BESTIMMUNGSÜBUNGEN AM SCHULTEICH
9.5.1 Vorüberlegungen
9.5.2 Leitende Zielvorstellung der Doppelstunde
9.5.3 Lehrziele und Handlungsmöglichkeiten
9.5.4 Didaktische Reduktion
9.5.5 Methodische Überlegungen
9.5.6 Geplanter Stundenverlauf
9.5.7 Reflexion
9.6 DARSTELLUNG UND REFLEXION VON STUNDE 7 UND STUNDE 8: BEOBACHTEN VON TIEREN UND SELBSTTÄTIGES GESTALTEN VON "LERNTAFELN"
9.7 DARSTELLUNG UND REFLEXION DER STUNDE 9 UND 10: GEMEINSAMES AUFSTELLEN DER "LERNTAFELN"
9.8 DARSTELLUNG UND REFLEXION DER STUNDE 11 UND 12: ERPROBUNG DES LERNPARCOURS DURCH DIE KLASSE 8C ZUR SICHERUNG DER UNTERRICHTSINHALTE
9.9 STUNDE 13 UND 14: ERPROBUNG DES LERNPARCOURS MIT EINER SCHULKLASSE
9.9.1 Vorüberlegungen
9.9.2 Die Klasse 6a
9.9.3 Leitende Zielvorstellung der Stunde
9.9.4 Lehrziele und Handlungsmöglichkeiten
9.9.5 Didaktische Reduktion
9.9.6 Methodische Überlegungen
9.9.7 Stundenverlaufsplan
9.9.8 Reflexion
9.10 STUNDE 13: GEMEINSAME REFLEXION DER UNTERRICHTSREIHE MIT DEN SCHÜLERN
10 GESAMTREFLEXION DER UNTERRICHTSREIHE
11 AUSBLICK
12 LITERATURVERZEICHNIS
Die Arbeit untersucht die Anwendung eines handlungsorientierten, projektorientierten Unterrichts am Beispiel der Erstellung von Lerntafeln für den Schulteich. Das zentrale Ziel ist es, Schülern durch aktive Teilhabe und den Bau von Lernmedien ein tieferes ökologisches Verständnis und Kompetenzen im Bereich der Selbstorganisation sowie der fachbiologischen Arbeitsweisen zu vermitteln.
2.1 Handlungsorientierung - Ein neues Unterrichtskonzept ?
Erziehen und Unterrichten sind Hauptfunktionen des Lehrberufes. Ein klassisches Anliegen der Pädagogik ist, wissenschaftlich zu begründen, wie Menschen lernen bzw. wie eine Förderung von Lernprozessen stattfinden kann. Viele Pädagogen haben sich bemüht die Schule zu einer sinnvollen Lernstätte zu machen. Die Elemente Aktivität, Motivation und Spaß am Lernen erhalten dabei innerhalb der didaktischen Konzeption handlungsorientierten Unterrichts auf Schülerseite eine besondere Rolle (GUDJONS 19973, 13). Erste Ansätze eines handlungsorientierten Unterrichts findet man bereits im 17. Jahrhundert.
Schon Johann Amos Comenius (1592 - 1670) stellte an den Lehrer die Forderung, die Stoffvermittlung zu erleichtern, indem möglichst viele Sinne berücksichtigt werden. Er vertrat z.B. die Ansicht, dass (... ) das Gehör mit dem Gesicht, die Sprache mit der Hand stets verbunden werden (sollten), indem man den Wissensstoff nicht bloß durch Erzählung vorträgt, dass er in die Ohren eindringe, sondern auch bildlich darstellt, damit er sich durch das Auge der Vorstellung einpräge (...) (COMENIUS 19602, 105 f. In: JANK/ MEYER, 1991, 346).
Auch Jean Jacques Rousseau fasste den Gedanken des Handlungsorientierens auf. Die erstmals von Johann Heinrich Pestalozzi übernommene Forderung, jedes Lernen sei zugleich ein Lernen mit Kopf, Herz und Hand, wurde in den vergangenen Jahren immer häufiger zitiert (vgl. MEYER 19967).
Bei weiterer Betrachtung der historischen Vorläufer des handlungsorientierten Unterrichts fällt auf, dass der Reformpädagogik besondere Bedeutung zukommt. Zu erwähnen sind vor allem Maria Montessori (1870-1952); Celestin Freinet (1896-1966), Georg Kerschensteiner (1854-1932) und Peter Petersen (1884-1952). Aber auch Reformpädagogen, wie Hugo Gaudig (1860-1923) aus Leipzig oder Otto Haase (1893-1961) und Adolf Reichwein (1998-1944) sind hier mit einzureihen (vgl. MEYER 19978, S. 76).
Dieser kurze geschichtliche Abriss soll zeigen, dass handlungsorientierter Unterricht keine ausschließlich in neuer Zeit entstandenen Idee ist. Grundlegend hat der handlungsorientierte Unterricht seine Wurzeln in seinen eigenen historischen Bedingungen. Die Idee des handlungsorientierten Unterrichts erwuchs und erwächst jeweils aus der Notwendigkeit der sich verändernden Aneignungsweise von Wissen bei Kindern und Jugendlichen vergangener bzw. gegenwärtiger Zeit.
1 EINLEITUNG: Darstellung der Motivation für die Unterrichtsreihe sowie der grundlegenden pädagogischen Zielsetzungen im Kontext der ökologischen Krise und Schüleraktivierung.
2 METHODISCHE KONZEPTE: Theoretische Herleitung des handlungsorientierten Unterrichts und Abgrenzung zum Projektunterricht sowie Analyse der Reformpädagogik als Grundlage.
3 BEDINGUNGSANALYSE: Analyse der Rahmenbedingungen der Lerngruppe und der Lernumgebung (Schulteich) im Hinblick auf Voraussetzungen und Motivation.
4 SACHBESCHREIBUNG DER UNTERRICHTSREIHE: Detaillierte ökologische Charakterisierung des Schulteichs und der dort vorkommenden Fauna als Grundlage für den Lernparcours.
5 SACHSTRUKTUR DER UNTERRICHTSREIHE: Graphische Übersicht der inhaltlichen und methodischen Struktur des gesamten Projekts.
6 AUFBAU DER UNTERRICHTSREIHE: Chronologische Darstellung der 15 Unterrichtsstunden und methodische Begründung der Lehrkräfteaufgaben.
7 LEGITIMATION DES UNTERRICHTSVORHABENS: Pädagogische Begründung der Arbeit anhand von Erfahrungsorientierung, Wissenschaftsorientierung und dem Gegenwarts- und Zukunftsbezug.
8 DIDAKTISCHE REDUKTION DES GESAMTINHALTES: Begründung der inhaltlichen Eingrenzung auf die Makrofauna zur Bewältigung der Zeitvorgaben und Zielsetzungen.
9 DOKUMENTATION DER UNTERRICHTSSTUNDEN: Ausführliche Dokumentation und Reflexion der einzelnen Lernphasen, von der Projektinitiative bis hin zur Erprobung durch andere Klassen.
10 GESAMTREFLEXION DER UNTERRICHTSREIHE: Kritische Würdigung des Projekterfolgs unter Einbeziehung der Fragebogenergebnisse und Schülerrückmeldungen.
11 AUSBLICK: Überlegungen zur Weiterführung des Projekts und Öffnung der Schule nach außen.
12 LITERATURVERZEICHNIS: Verzeichnis der verwendeten Fachliteratur und Quellen.
Handlungsorientierter Unterricht, Projektmethode, Schulteich, Wasserfauna, Biologieunterricht, Schüleraktivierung, Lernparcours, Lerntafeln, Artenkenntnis, Ökologisches Bewusstsein, Kleingewässer, Fachdidaktik, Selbstbestimmung, Projektarbeit, Umwelterziehung.
Die Arbeit dokumentiert ein projektorientiertes Unterrichtsvorhaben im Fach Biologie, in dem Schüler einer 8. Klasse eigenständig Lerntafeln zu den Bewohnern ihres Schulteichs entwickeln und diese als Lernparcours für jüngere Schüler erproben.
Die zentralen Felder umfassen die Theorie des handlungsorientierten Unterrichts, die Ökologie von Stillgewässern (Teiche) und die methodische Umsetzung von Projekten in der Schule.
Das Hauptziel besteht darin, die Schüler durch die aktive Erstellung von Unterrichtsmaterialien zu befähigen, ökologische Zusammenhänge am Beispiel des Schulteichs zu verstehen und gleichzeitig wichtige Methoden- und Sozialkompetenzen zu erwerben.
Es wird der Ansatz der Projektmethode in einer leicht reduzierten, "projektorientierten" Form genutzt, um handlungsorientiertes Lernen zu ermöglichen, wobei die Schüler in Kleingruppen arbeitsteilig und selbstbestimmt agieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bedingungsanalyse der Lerngruppe, die Sachbeschreibung des Lernorts, die didaktische Reduktion der Inhalte und eine detaillierte Dokumentation der Unterrichtsphasen mit jeweiliger Reflexion durch die Lehrperson.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Handlungsorientierung, Projektmethode, Schulteich, Schüleraktivierung, Lernparcours und ökologische Artenkenntnis aus.
Die Lehrperson konnte die Motivation der Schüler durch ein gezieltes Informationsangebot (Projektbibliothek) und den Bau eines Aquaterrariums im Klassenzimmer aufrechterhalten, das als Beobachtungsort diente, bis der Teich eisfrei wurde.
Die Schüler der 8. Klasse traten als "Experten" und "Lehrer" auf, die Schülern der 6. Klasse ihren Lernparcours präsentierten und diese beim Entdecken und Bestimmen der Tiere am Teich anleiteten.
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