Bachelorarbeit, 2009
94 Seiten, Note: 1,3
1.Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Problemstellung und Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
1.4 Einordnung
1.5 Abgrenzung
2.Grundlagen
2.1 Definitionen / verwendete Begriffe
2.1.1 Stochastischer Prozess
2.1.2 Markov-Kette
2.1.3 Energieeffizienz
2.2 CMOS
3.Analyse
3.1 Hauptverbraucher eines PC-Systems
3.2 Typische Betriebssystemtechnologien
3.2.1 DPM
3.2.2 DVS (Dynamic Voltage Scaling)
3.2.3 PM von verschiedenen Hardwarekomponenten
3.2.4 Strukturell
3.2.5 ACPI & APM
3.2.6 Fazit und Vorgehen bei der Evaluierung von Strategien
3.3 Energieeffizienz in Linux 2.6
3.3.1 ACPI
3.3.2 Tickless Kernel
3.3.3 Anwendung
4.Anwendung
4.1 Konzept
4.1.1 Testumgebung
4.1.2 Szenarien
4.1.3 Benutzerprofile
4.1.4 Optimierungsziele
4.2 Realisierung
4.2.1 Testsuiten
4.2.2 Messinfrastruktur
4.2.3 Implementierung
4.2.4 Evaluation
5.Schlussbetrachtung
5.1 Fazit
5.2 Ausblick
A Hardwareausstattung im Detail
B Benutzerprofil-Skripte
B.1 Light-User Shell-Skript
B.2 Medium-User Shell-Skript
C Messungen
C.1 CPU-Statistik (Light-User)
C.2 CPU-Statistik (Medium-User)
C.3 Festplatten-Statistik (Light-User)
C.4 Festplatten-Statistik (Medium-User)
C.5 Interrupt-Statistik (Light-User)
C.6 Interrupt-Statistik (Medium-User)
C.7 CPU-Belastung (Light-User)
C.8 CPU-Belastung (Medium-User)
C.9 Festplatten-Belastung (Light-User)
C.10 Festplatten-Belastung (Medium-User)
C.11 Inhalt der CD-Beilage
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit ist die Erforschung von Strategien zur Steigerung der Energieeffizienz von Desktop-PCs unter Linux. Dabei liegt der Fokus darauf, den Stromverbrauch auf Betriebssystemebene durch gezielte Optimierungen zu senken, ohne dabei die Systemleistung oder den Bedienkomfort für den Anwender in einem spürbaren Maß zu beeinträchtigen.
3.2.1.2 Power Manageable Components (PMC)
Ein PMS setzt voraus, dass die zu steuernde Hardware mindestens einen Schlafzustand annehmen kann. Ein Schlafzustand wird im Allgemeinen durch den Kompromiss zwischen Leistung und Energiesparsamkeit charakterisiert, wobei Leistung in diesem Fall die Kürze der Verzögerungsdauer, die für die Wiederaufnahme des Arbeitszustands notwendig ist, darstellt. Der Arbeitszustand, auch aktiver Zustand oder „working state“ genannt, bringt volle Leistung bei hohem Stromverbrauch, der je nach Gerät konstant oder abhängig von aktuell erbrachten Leistung ist. Je mehr verschiedene Zustände unterstützt werden, desto besser kann auf die aktuelle Systemauslastung reagiert werden, sofern die verwendeten Power Management Strategien dies unterstützten. Typische Zustände sind laut [2]:
1. „An“ („On“), volle Leistung bei vollem Energieverbrauch.
2. „Schlafen“ („Sleep“), das Gerät wird derzeit nicht benötigt, befindet sich aber in Bereitschaft und verbraucht weniger Strom.
3. „Ruhezustand“, („Hibernate“) das Gerät ist aus, kann aber seinen Arbeitskontext innerhalb einer gewissen Zeit rekonstruieren.
4. „Aus“ („Off“), das Gerät ist aus und muss zur nächsten Verwendung neu gestartet werden.
Dabei ist zu beachten, dass ein Zustandswechsel Overhead verursacht. Zu der bereits erwähnten Verzögerung, die bei einem Zustandswechsel auftritt, können Zustandswechsel auch kurzzeitig zusätzliche Energie verbrauchen. Beide Effekte treten beispielsweise deutlich beim Hochfahren einer Festplatte auf, wenn diese aus dem Ruhezustand erwacht und der Motor, der die Platten bewegt, wieder gestartet werden muss.
1.Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Motivation für energieeffiziente Betriebssysteme, die Problemstellung der Arbeit und grenzt das Forschungsfeld auf Linux-Desktop-PCs ein.
2.Grundlagen: Es werden theoretische Basisbegriffe wie stochastische Prozesse, Markov-Ketten, Energieeffizienz und CMOS-Technologie für das Verständnis der weiteren Arbeit definiert.
3.Analyse: Dieses Kapitel identifiziert Hardware-Hauptverbraucher und untersucht bestehende Power-Management-Technologien, insbesondere ACPI und DPM, im Kontext des Linux-Kernels.
4.Anwendung: Hier wird das praktische Konzept für die Messreihen beschrieben, einschließlich Testumgebung, Benutzersimulation und der Implementierung verschiedener Optimierungsstrategien.
5.Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel zieht ein Fazit zu den erzielten Energieeinsparungen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Möglichkeiten zur dynamischen Optimierung von Betriebssystemen.
Energieverwaltung, Betriebssysteme, Linux, ACPI, OSPM, DPM, DVS, Dynamic Power Management, Dynamic Voltage Scaling, Green IT, Stromverbrauch, CPU-Optimierung, Festplatten-Caching, Tickless Kernel, Energieeffizienz
Die Arbeit untersucht, wie Betriebssysteme – speziell Linux – dazu beitragen können, den Energieverbrauch von Desktop-PCs zu senken, indem sie Hardwarekomponenten effizienter steuern.
Die Kernpunkte sind Power Management auf Betriebssystemebene, die Reduzierung von unnötigen Interrupts, CPU-Frequenzskalierung und der Einfluss von Speicher- sowie Festplatten-Management auf den Stromverbrauch.
Ziel ist es, Strategien für unterschiedliche Benutzerprofile (Light-User vs. Medium-User) zu finden, die den Energiebedarf senken, ohne die Systemreaktivität oder den Arbeitskomfort wesentlich zu verschlechtern.
Die Arbeit basiert auf einer Analyse theoretischer Power-Management-Ansätze, gefolgt von einer praktischen Evaluierung mittels automatisierter Benutzersimulationen (Xnee) und anschließender Messung des Stromverbrauchs und Systemverhaltens.
Der Hauptteil analysiert die Hardware-Hauptverbraucher, diskutiert Policies für Power Management (Timeout vs. prädiktiv vs. stochastisch) und beschreibt die Implementierung von Optimierungen im Linux-Kernel.
Zu den zentralen Begriffen zählen unter anderem Power Management (DPM, DVS), ACPI, Linux-Kernel-Optimierung, Tickless Kernel und Energieeffizienz.
Gentoo Linux wird aufgrund seiner quellcode-basierten Natur gewählt, da es dem Autor erlaubt, das Betriebssystem durch Kompilierung und Konfiguration extrem minimal und maßgeschneidert auf Energieeffizienz hin zu optimieren.
Die Messungen bestätigen, dass der Energiespareffekt maßgeblich durch die P-States beeinflusst wird, da längere Verweildauern in niedrigen P-States den höheren Energiebedarf der CPU im Vergleich zu C-States kompensieren.
Caching ermöglicht es, Schreibzugriffe zu bündeln, wodurch die Festplatte länger im Leerlauf (Idle) verweilen kann. Dies reduziert den Stromverbrauch, da die HDD seltener aktiv in den Schreibmodus geschaltet werden muss.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

