Diplomarbeit, 2009
89 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Sozialisation
2.1.1 Die Begriffe Sozialisation und Organisationale Sozialisation
2.1.2 Erklärungsansätze für Organisationale Sozialisation
2.1.2.1 Die stufenweise Sozialisation
2.1.2.2 Sozialisationstaktiken
2.1.2.3 Kognitive Prozesse und Proaktivität
2.1.2.4 Sozialisationslernen und -inhalte
2.1.3 Einflussfaktoren auf den Sozialisationsprozess
2.1.3.1 Biographische Einflussfaktoren
2.1.3.2 Persönlichkeitseigenschaften
2.1.3.3 Organisationale Einflussfaktoren
2.1.3.4 Der Einfluss von Erwartungen, sozialer Unterstützung und Rollenkonflikten
2.1.4 Akteure im Sozialisationsprozess und ihre Rollen
2.1.4.1 Die Personalabteilung
2.1.4.2 Die Führungskraft
2.1.4.3 Die Kollegen/ die Arbeitsgruppe
2.1.4.5 Außerorganisatorische Bezugspersonen
2.2 Controlling und Personalcontrolling
3. Untersuchungsrahmen
3.1 Mentales Modell
3.2 Methodik
4. Instrument des Sozialisationscontrollings
4.1 Phase 1: Vor dem Eintritt
4.1.1 Inhalte
4.1.2 Maßnahmen
4.1.2.1 Steuerung
4.1.2.2 Information und Kontrolle
4.1.3 Aktivierung
4.1.4 Erfolgsbeitrag
4.2 Phase 2: Anfangszeit
4.2.1 Inhalte
4.2.2 Maßnahmen
4.2.2.1 Steuerung
4.2.2.2 Information und Kontrolle
4.2.3 Aktivierung
4.2.4 Erfolgsbeitrag
4.3 Phase 3: Integration
4.3.1 Inhalte
4.3.2 Maßnahmen
4.3.2.1 Steuerung
4.3.2.2 Information und Kontrolle
4.3.3 Aktivierung
4.3.4 Erfolgsbeitrag
5. Ergebnisse
5.1 Zusammenfassung
5.2 Limitationen
5.3 Implikationen für die Praxis
5.4 Implikationen für die Forschung
5.5 Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines wissenschaftlich fundierten Sozialisationscontrollinginstruments, das Unternehmen dabei unterstützt, den Integrationsprozess neuer Mitarbeiter systematisch zu steuern und zu kontrollieren, um so die Frühfluktuation zu senken und die Bindung an das Unternehmen zu erhöhen.
2.1.1 Die Begriffe Sozialisation und Organisationale Sozialisation
Der Begriff Sozialisation wird von Hurrelmann als der „Prozess der Entwicklung der Persönlichkeit in produktiver Auseinandersetzung mit den natürlichen Anlagen, insbesondere den körperlichen und psychischen Grundmerkmalen und mit der sozialen und physikalischen Umwelt“ definiert. Unter Sozialisation kann ebenfalls „das Lernen von gesamtgesellschaftlichen Werten, Normen, Verhaltensrichtlinien und der Erwerb von kulturell relevanten Fertigkeiten“ verstanden werden. Als wichtigste Bedingungsfaktoren für Sozialisation gelten Familie, Schule, Freunde, Peergruppen und die Medien.
Es kommt jedoch nicht nur in Gesellschaften zu Sozialisationsprozessen, sondern auch in Organisationen. Auch hier müssen sich die Neueinsteiger in einem neuen sozialen Milieu einleben und die Normen und Werte der Gruppe erlernen. So verstehen Van Maanen und Schein (1979) unter Organisationaler Sozialisation „the process by which an individual acquires the social knowledge and skills necessary to assume an organizational role” und Fisher (1985) „the process by which individuals outside the organization become fully adjusted insiders“. Es handelt sich um den Prozess, bei dem sich neue Mitarbeiter an ihre neue Arbeitsstelle und ihre Rolle in der Organisation anpassen. Dabei führt der Sozialisationsprozess zu einer „Anpassung an die Normen und Werte einer bestimmten Organisation durch einen Lernprozess“ und den Übergang von einem Neuling in ein vollwertiges Organisationsmitglied.
Unter Organisationaler Sozialisation ist durchaus ein wechselseitiger Anpassungsprozess zwischen Neuling und Organisation zu verstehen, in dieser Arbeit wird jedoch zwischen Sozialisation und Personalisation unterschieden. Organisationale Sozialisation beschreibt die Anpassung der Neuen an die Organisation, Personalisation hingegen betrachtet die Veränderung der Organisation durch den Einfluss des Neuen. Personalisation findet jedoch in der Regel eher selten statt, da Neulinge in Unternehmen meist nur in geringer Anzahl vorkommen und dabei in ein bereits bestehendes System mit Werten und Normen eintreten. Durch die neue Situation und die Unsicherheit ist es sehr viel wahrscheinlicher, dass sich die Neulinge an die Organisation anpassen als umgekehrt.
1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz einer erfolgreichen Einarbeitung aufgrund hoher Fluktuationskosten und definiert das Ziel, ein Sozialisationscontrollinginstrument zu entwickeln.
2. Theoretische Grundlagen: Bietet einen wissenschaftlichen Überblick über Sozialisationsmodelle, Einflussfaktoren und die Notwendigkeit von Controlling im Personalbereich.
3. Untersuchungsrahmen: Definiert das mentale Modell des Instruments, das den Sozialisationsprozess in drei chronologische Controllingphasen unterteilt und die Zielgrößen (Outcomes) festlegt.
4. Instrument des Sozialisationscontrollings: Detaillierte Darstellung des Controlling-Instruments für die Phasen Vor dem Eintritt, Anfangszeit und Integration mit Inhalten, Steuerungsmaßnahmen und Evaluationsbögen.
5. Ergebnisse: Fasst das Instrument zusammen, diskutiert methodische Grenzen und leitet Implikationen für die betriebliche Praxis sowie die weitere Forschung ab.
Sozialisation, Sozialisationscontrolling, Personalcontrolling, Newcomer, Frühfluktuation, Einarbeitung, Organisationale Sozialisation, Rollenklarheit, Rollenkonflikte, Bindung, Commitment, Arbeitszufriedenheit, Soll-Ist-Vergleich, Personalauswahl, Personalmarketing.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Konzeption eines "Sozialisationscontrollings", einem Instrument zur systematischen Steuerung und Kontrolle des Integrationsprozesses von neuen Mitarbeitern, um Frühfluktuation zu vermeiden.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der organisationalen Sozialisation, Einflussfaktoren wie Erwartungen und soziale Unterstützung, Controlling-Methoden sowie die praktische Ausgestaltung von Einarbeitungsprozessen.
Ziel ist es, ein Instrument zu schaffen, das Unternehmen dabei hilft, den Sozialisationsstand von Newcomern in drei aufeinanderfolgenden Phasen zu erfassen und bei Abweichungen gezielte Steuerungsmaßnahmen einzuleiten.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse bestehender Stufenmodelle und empirischer Studien zur Sozialisation, aus denen ein strukturiertes, phasenorientiertes Controllinginstrument abgeleitet wurde.
Der Hauptteil erarbeitet für die drei Phasen "Vor dem Eintritt", "Anfangszeit" und "Integration" jeweils die Inhalte, Steuerungsmaßnahmen und Erfolgsbeiträge und verknüpft diese mit spezifischen Evaluationsbögen.
Schlüsselbegriffe sind Sozialisationscontrolling, Frühfluktuation, Newcomer-Integration, Commitment, Arbeitszufriedenheit und Rollenklarheit.
Da Fluktuation in der Anfangsphase sehr kostspielig (50-200% des Jahresgehalts) ist, amortisiert sich die Investition in ein systematisches Controlling durch die Reduzierung von Kündigungen und eine schnellere Produktivität der neuen Mitarbeiter.
Der Controller fungiert als unbefangene Instanz, die Daten erhebt und Soll-Ist-Vergleiche durchführt, um objektive Informationen über den Sozialisationserfolg zu erhalten, ohne dass der Newcomer seine Situation beschönigen muss.
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