Masterarbeit, 2013
104 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1. „Traditionelle“ Strukturen und Möglichkeiten der Filmfinanzierung in Deutschland
1.1. Filmprojekte im Spannungsfeld zwischen Kultur und Wirtschaft
1.2. Der deutsche Filmmarkt
1.3. Öffentliche Filmförderung
1.3.1. Überregionale Filmförderung des Bundes
1.3.2. Regionale Filmförderung der Bundesländer
1.3.3. Filmförderung der Europäischen Union
1.4. Weitere Instrumente der Filmfinanzierung
1.4.1. Beteiligungen von TV-Sendern
1.4.2. Verleih- und Vertriebsgarantien
1.4.3. Rückstellungen und Beistellungen
1.4.4. Sponsoring und Product Placement
1.4.5. Merchandising
1.4.6. Finanzierung durch Bankenkredite
1.4.7. Private Equity
1.5. Fazit
2. Das Phänomen Crowdfunding
2.1. Definition
2.2. Die Entwicklung des Crowdfunding
2.3. Der Crowdfundig-Prozess
2.3.1. Crowdsponsoring
2.3.2. Crowdinvesting
3. Crowdfunding als Finanzierungsinstrument im Filmbereich
3.1. Crowdinvesting für Filme
3.1.1. Stromberg – Der Film
3.1.2. Hotel Desire
3.1.3. Iron Sky
3.2. Crowdsponsoring im Filmbereich
3.2.1. Plattformunabhängiges Crowdsponsoring
3.2.2. Plattformbasiertes Crowdsponsoring
3.3. Motive für die Nutzung von Crowdfunding
3.3.1. Motivation der Projektinitiatoren
3.3.2. Motivation der Projektunterstützer
3.4. Erfolgsfaktoren von Crowdfunding-Projekten
3.5. Rechtliche Aspekte des Crowdfunding
3.5.1. Crowdsponsoring
3.5.2. Crowdinvesting
3.6. Crowdfunding und öffentliche Kultur- und Filmförderung
4. Crowdfunding als Marketinginstrument im Filmbereich
4.1. Besonderheiten von Filmen aus Marketingsicht
4.2. Crowdfunding und Social Media Marketing
4.3. The Long Tail – Crowdfunding für die Nische
4.4. Virales Marketing und Crowdfunding
4.5. Brand Marketing im Kontext von Crowdfunding
5. Risiken des Crowdfunding im Filmbereich
5.1. Risiken aus Sicht der Projektinitiatoren
5.2. Risiken aus Sicht der Projektunterstützer
Die Masterarbeit untersucht, inwiefern Crowdfunding eine ernstzunehmende Alternative zu den traditionellen Filmfinanzierungsmethoden in Deutschland darstellt und welche Potentiale sich daraus für die Finanzierung und Vermarktung von Filmprojekten ergeben.
4.1. Besonderheiten von Filmen aus Marketingsicht
Wie bereits oben dargelegt, wird in Bezug auf Filme klassischerweise zwischen der Produktionsphase, in der sehr hohe First-Copy-Costs anfallen, und der Reproduktionsphase unterschieden. Nachdem der Film kostenaufwändig produziert wurde, wird er zur Auswertung gebracht. Dabei stehen verschiedene Verwertungsformen (Kino, DVD, TV, Video on Demand usw.) zur Verfügung und folgen nicht selten aufeinander. Die Produktlebenszyklen von Filmen sind entsprechend relativ lang. Das Verwertungsrisiko von Filmen ist jedoch sehr hoch, da in der Phase der Projektentwicklung bzw. der Produktion kaum gesicherte Kenntnisse hinsichtlich des Vermarktungspotentials bzw. der zu erwartenden Einnahmen zu gewinnen sind. Da Filme Unikate und damit Vertrauens- bzw. Erfahrungsgüter sind, kann sich der Zuschauer kein Urteil über einen Film bilden, bevor er ihn nicht gesehen hat. Vor dem Konsum des Films besteht für das Publikum stets eine Qualitätsunsicherheit, die auf Seiten der Produzenten und Verleiher zu einer Nachfrageunsicherheit führt. Eine rationale Entscheidung für oder gegen einen Film ist dem potentiellen Zuschauer also ex ante nicht möglich, er entscheidet deshalb auf Basis subjektiver Kriterien. Um trotz der dem Film inhärenten Risiken nennenswerte Recoupment-Umsätze zu generieren und möglichst viele Menschen mit einem Film zu erreichen, werden Marketingkonzepte bereits in die Entwicklung und Produktion einbezogen. Schon vor dem Start des Projektes gilt es, Zielgruppen genau zu definieren und sie gezielt anzusprechen. So wird zur Vermarktung oft ein hoher Kommunikationsaufwand betrieben. Durch Plakate, Trailer, Kritiken usw. soll sich der potentielle Zuschauer ein Bild von der Qualität des Films machen können. Ausschlaggebend ist nicht selten auch die Reputation des Regisseurs, der Schauspieler oder der Produzenten, die Vertrauen erzeugt.
Einleitung: Vorstellung des Phänomens Crowdfunding als Instrument zur Filmfinanzierung und Formulierung der zentralen Forschungsfrage.
1. „Traditionelle“ Strukturen und Möglichkeiten der Filmfinanzierung in Deutschland: Detaillierte Darstellung klassischer Finanzierungsquellen und deren Abhängigkeiten sowie die Identifizierung von Systemschwächen.
2. Das Phänomen Crowdfunding: Definition und Einordnung von Crowdfunding sowie Analyse des Prozesses und der verschiedenen Ausprägungen wie Sponsoring und Investing.
3. Crowdfunding als Finanzierungsinstrument im Filmbereich: Analyse spezifischer Fallbeispiele und Untersuchung der Motive von Initiatoren und Unterstützern.
4. Crowdfunding als Marketinginstrument im Filmbereich: Betrachtung von Crowdfunding als Mittel zur zielgruppenspezifischen Vermarktung und zum Aufbau von Fan-Communities.
5. Risiken des Crowdfunding im Filmbereich: Erläuterung der Gefahren und Unsicherheiten sowohl für die Projektmacher als auch für die Unterstützer.
Crowdfunding, Filmfinanzierung, Crowdsponsoring, Crowdinvesting, Filmmarketing, Web 2.0, Prosument, Filmförderung, Risikoanalyse, Independent-Film, Community-Building, Virales Marketing, Long-Tail-Effekt, Eigenkapital, Projektfinanzierung.
Die Arbeit untersucht die Relevanz von Crowdfunding als alternatives Finanzierungsinstrument für die deutsche Filmwirtschaft im Kontext klassischer Förderstrukturen.
Die Arbeit behandelt klassische Filmfinanzierung, die verschiedenen Arten des Crowdfunding (Sponsoring/Investing), Marketingstrategien im Web 2.0 und die damit verbundenen rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken.
Das Ziel ist zu ergründen, ob Crowdfunding eine ernstzunehmende, nachhaltige Alternative zu traditionellen Finanzierungswegen darstellt und für welche Arten von Filmen dies besonders zutrifft.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und ergänzt diese durch eine eigens durchgeführte quantitative Erhebung bei fünf deutschen Crowdfunding-Plattformen.
Der Hauptteil analysiert Finanzierungsmöglichkeiten, die Funktionsweise von Crowdfunding-Plattformen, Fallbeispiele (wie "Stromberg - Der Film") sowie Marketing- und Erfolgsaspekte.
Zentrale Begriffe sind Crowdfunding, Filmfinanzierung, Crowdsponsoring, Crowdinvesting, Filmmarketing und Web 2.0.
Da Filme Vertrauens- und Erfahrungsgüter sind, dient die Mundpropaganda als wichtigster Filter für potenzielle Zuschauer, insbesondere bei Produktionen mit geringem Marketingbudget.
Neben dem Totalverlustrisiko der Einlage ist das größte Risiko die Unsicherheit über den Zeitrahmen bis zur Markteinführung und die mangelnde Kontrolle über die tatsächliche Mittelverwendung.
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