Diplomarbeit, 2003
140 Seiten, Note: 3,0
1. Einleitung
Der äußere Rahmen
2. Grundlagen und Gedanken zur Kreativität
2.1 Vom Ende des Genies
2.2 Geschichte der Kreativitätsforschung
2.3 Versuch einer Definition von Kreativität
3. Kreativitätsforschung
3.1 Einflussfaktoren der Kreativität
3.1.1 Die kreative Person
3.1.2 Der kreative Prozess
3.1.3 Das kreative Produkt
3.1.4 Das kreative Umfeld
3.1.5 Hemmende und fördernde Faktoren
3.2 Kreativität in der Gehirnforschung
3.3 Kreativität und der Einfluss von Stress
3.4 Wo bekommen Menschen kreative Einfälle?
4. Kreativität im Unternehmen
4.1 Bedeutung von Wissen und ‚Frühaufklärung’
4.2 Innovation
4.3 Feststellen des kreativen Potentials
4.4 Einfluss der Unternehmensstruktur
4.5 Ansatzpunkt für die Weiterbildung
5. Kreativitätstechniken
5.1 Probleme sowie situative Umstände als Auswahlkriterium für Methoden der Ideenfindung
5.2 Methoden der Ideenfindung
5.2.1 Analyse-Methoden
5.2.1.1 Progressive Abstraktion
5.2.1.2 Hypothesen-Matrix
5.2.1.3 KJ-Methode
5.2.1.4 NM-Methode
5.2.2 Systematisch-analytische Methoden
5.2.2.1 Morphologische/-r Matrix/ Kasten
5.2.2.2 Attribute Listing
5.2.2.3 Morphologisches Tableau
5.2.2.4 Funktionsanalyse
5.2.2.5 Sequenzielle Morphologie
5.2.2.6 Problemlösungsbaum und Relevance-Tree
5.2.2.7 Mind-Mapping
5.2.3 Intuitiv-kreative Methoden
5.2.3.1 Brainstorming
5.2.3.2 Imaginäre Brainstorming
5.2.3.3 Diskussion 66
5.2.3.4 Anonyme Brainstorming
5.2.3.5 Solo-Brainstorming
5.2.3.6 Didaktische Brainstorming / Little Technik
5.2.3.7 Destruktiv-konstruktive Brainstorming
5.2.3.8 “And-also”-Methode
5.2.3.9 Creative Collaboration Technique
5.2.3.10 Brainwriting / Methode 635
5.2.3.11 Brainwriting-Pool
5.2.3.12 Buzz-Sitzung
5.2.3.13 Collective-Notebook-Methode
5.2.3.14 Delphi-Methode
5.2.3.15 Kärtchen-Befragung
5.2.3.16 Metaplan
5.2.3.17 Idea-Engineering
5.2.3.18 Trigger-Technik
5.2.3.19 Inkubation
5.2.3.20 Bionik
5.2.3.21 Heuristische Prinzipien/ Osborn-Checkliste
5.2.3.22 Suchfeldauflockerung
5.2.3.23 Weitwinkelprinzip
5.2.3.24 Synektik
5.2.3.25 TILMAG-Methode
5.2.3.26 Synektische Konferenz
5.2.3.27 Visuelle Synektik
5.2.3.28 BBB-Methode
5.2.3.29 Reizwortanalyse
5.2.3.30 Force-Fit-Spiel
5.2.3.31 Semantische Intuition
5.2.3.32 Forced-Relationship
5.2.3.33 Katalog-Technik
5.2.3.34 Nebenfeldintegration
5.2.3.35 SIL-Methode
5.2.4 Die Kopplung von Methoden der Ideenfindung
5.3 Aktuelle Erkenntnisse über die Wirksamkeit von Kreativitätstechniken
6. Interview
6.1 Formen qualitativer Interviews
6.2 Konzeption der Leitfragen
6.3 Aufzeichnung und Transkiption
6.4 Auswertung
7. Zum Schluss
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist es, die von Bildungsanbietern offerierten Kreativitätstechniken zu untersuchen und deren Nutzen für Unternehmen im Hinblick auf Innovationspotenziale zu bewerten. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob diese Methoden tatsächlich effektiv zur Innovationsfähigkeit beitragen oder ob ihre Bedeutung überbewertet wird.
3.1.2 Der kreative Prozess
In der Kreativitätsforschung wurden zahlreiche Phasenschemata zum kreativen Prozess entwickelt. So z.B. das Modell von Walles (1926), von Marr (1973) oder von Geschka/ Reibnitz (1977). Das 4-Phasen-Schema, welches 1950 von Guilford vorgestellt wurde, ist das Modell, welches am meisten verbreitet ist und soll deshalb näher vorgestellt werden.
Phase 1: Vorbereitung: In dieser Phase soll sich bewusst gemacht werden, dass ein Problem existiert. Danach folgt eine Analyse des Problems. Zusammenhänge müssen transparent gemacht werden und die betroffenen Personen dringen tiefer in die Problemstruktur ein. Man kommt zu der Erkenntnis, das die Aufarbeitung des relevanten Wissens in der Regel nicht zu einem befriedigenden Ergebnis führt und das Problem nur durch weitergehende Studien zu lösen ist. Häufig steigen dann der Problemdruck und die Frustrationsgefühle.
Phase 2: Inkubation: Wenn sich nach intensiver Problembearbeitung keine Lösung findet und der Problemdruck und die Frustrationsgefühle steigen, bietet es sich an, entspannende Aktivitäten auszuüben. Das Problem wird eine Zeit lang beiseite gelegt und man beschäftigt sich mit etwas ganz anderem. Dabei wird das Problem an das Unterbewusstsein abgegeben. Hier werden verschiedene Denkinhalte und problemfremde Wissensbereiche nach ähnlichen und übertragbaren Mustern durchsucht.
1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz von Kreativität in der heutigen Wirtschaft und definiert das Ziel der Arbeit, Methoden zur Förderung kreativer Potenziale in Unternehmen zu untersuchen.
2. Grundlagen und Gedanken zur Kreativität: Erläutert den historischen Wandel vom Genie-Begriff hin zu einem modernen Verständnis von Kreativität als erlernbare Problemlösungsstrategie.
3. Kreativitätsforschung: Analysiert die psychologischen Einflussfaktoren, die Bedeutung der Gehirnforschung und den negativen Einfluss von Stress auf kreative Leistungen.
4. Kreativität im Unternehmen: Verknüpft theoretische Erkenntnisse mit den praktischen Herausforderungen der Innovationsfähigkeit in der Wirtschaft.
5. Kreativitätstechniken: Bietet eine detaillierte systematische Auflistung und Beschreibung zahlreicher Kreativitätswerkzeuge, unterteilt in verschiedene methodische Ansätze.
6. Interview: Spiegelt die Ansichten von Fachleuten und Professoren zur Wirksamkeit und den Grenzen von Kreativitätsseminaren wider.
7. Zum Schluss: Fasst zusammen, dass Kreativitätstechniken zwar anregend wirken können, ihr objektiver Erfolg jedoch oft kritisch zu betrachten ist.
Kreativität, Kreativitätstechniken, Innovationsfähigkeit, Ideenfindung, Kreativitätsforschung, Problemlösung, Gehirnforschung, Stressbewältigung,Brainstorming, Synektik, Morphologischer Kasten, Unternehmenskultur, Weiterbildung, Innovationsmanagement, Kreativer Prozess.
Die Diplomarbeit untersucht die Rolle von Kreativität in der modernen Arbeitswelt und analysiert, wie Bildungsanbieter durch den Einsatz spezifischer Kreativitätstechniken die Innovationsfähigkeit von Unternehmen beeinflussen können.
Die Arbeit behandelt die wissenschaftlichen Grundlagen der Kreativität, die Rolle von Umfeld und psychologischen Faktoren, eine detaillierte Methodik der Kreativitätstechniken sowie die Einschätzung durch Experten aus der Praxis.
Das Ziel ist es, zu hinterfragen, ob die in Weiterbildungen angebotenen Methoden tatsächlich den erhofften Innovationsschub leisten oder ob sie eher einen untergeordneten Beitrag zum Erfolg eines Unternehmens darstellen.
Die Arbeit stützt sich auf eine umfassende Literaturanalyse sowie auf qualitative Interviews mit Professoren der Universität der Bundeswehr Hamburg, um subjektive Sichtweisen aus der Fachwelt zu erheben.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Kreativitätsforschung, die Analyse betrieblicher Rahmenbedingungen sowie eine sehr umfangreiche Beschreibung verschiedener Kreativitätstechniken (z.B. Brainstorming, Synektik, Morphologische Methode).
Wichtige Begriffe sind Kreativität, Innovationsfähigkeit, Ideenfindung, Problemlösung sowie die kritische Reflexion des Nutzens von Kreativitätsseminaren im Unternehmenskontext.
Die Experten sind sich uneins; einige halten die Vermittlung von Kreativitätstechniken für zweitrangig und betonen eher die Notwendigkeit einer offenen Kooperationskultur, während andere den Nutzen für die Innovationsfähigkeit durchaus positiv sehen.
Laut der in der Arbeit zitierten Studien entstehen 75 % der Ideen außerhalb des Unternehmens, da dort der Druck der Arbeit entfällt und das Gehirn in eine unbewusste Inkubationsphase wechseln kann, die erst den kreativen "Aha-Effekt" ermöglicht.
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