Fachbuch, 2013
62 Seiten
1 Einleitung
2 Tertiär-würdige Berufsbildende Höhere Schulen und der Europäische Bologna-Bildungsprozess
2.1 „Allgemeinform“ der Höheren Schule zum Europakonformen Zukunftsmodell Hochschule
2.2 Expansion des bewährten beruflichen höheren Bildungswesens in Österreich
2.3 Wirtschafts- und Bedarfsnahe Integration der t „zweistufigen“ Bachelor-Master Studienarchitektur in das bestehende BHS-Bildungssystem
2.4 Europakonforme zweistufige Berufsbildende Hochschule in Österreich
3 „Berufsbildenden Hochschule“ ein Zukunftsmodell mit einem zweistufigen Europäischen Bologna-Bildungssystem
3.1 „Allgemeinform“ der zweistufigen Bildungsstruktur der Berufsbildenden Hochschulen in Österreich
3.1.1 Hohe Technische, gewerbliche und kunstgewerbliche Schulen als Berufsbildende Hochschulen
3.1.2 Hohe Land-, Forst- und Ernährungswirtschaftliche Schulen als Berufsbildende Hochschulen
3.1.3 Hohe Kaufmännische Schulen als Berufsbildende Hochschule
3.1.4 Hohe Humanberufliche Schulen als Berufsbildende Hochschulen
3.2 „Sonderform“ der Berufsbildenden Hochschulen
3.2.1 Höhere Technische Schulen zu Hohen Technischen, gewerblichen und kunstgewerblichen Lehranstalten
3.2.2 Hohe Land-, Forst- und Ernährungswirtschaftliche Lehranstalten
3.2.3 Hohe Kaufmännische Lehranstalten
3.2.4 Hohe Humanberufliche Lehranstalten
4 „Berufsbildende Hochschule“ ein wirtschafts- und betriebsnahes nahes Bildungsmodell in Österreich
Die Arbeit verfolgt das Ziel, das österreichische System der Berufsbildenden Höheren Schulen (BHS) als Reaktion auf den europäischen Bologna-Prozess in ein tertiäres Bildungsmodell zu überführen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie durch eine zweistufige Bachelor-Master-Struktur eine Aufwertung der BHS zur „Berufsbildenden Hochschule“ erfolgen kann, ohne deren bewährte Wirtschafts- und Praxisnähe zu gefährden.
3.1.1 Hohe Technische, gewerbliche und kunstgewerbliche Schulen als Berufsbildende Hochschulen
Mit einer zunehmenden Technisierung und Industrialisierung entstehen in den 1870er Jahren die ersten Staatsgewerbeschulen in der Habsburgermonarchie. Diese gewerblichen Mittelpunkts- und Schwerpunktschulen vereinen unterschiedliche Bildungsebenen unter einer Direktion. Die höchste Bildungsebene an den erfolgreichen Staats-Gewerbeschulen sind die vierjährigen „höheren Gewerbeschulen“ als neue Mittelschulform. An diesen Gewerbeschulen findet zunehmend eine Ingenieurbildung. Der Ursprung der heutigen Höheren Technischen Lehranstalten sind die Staats-Gewerbeschulen. Die höheren Gewerbeschulen sind im 19. Jahrhundert noch sehr Theorie orientiert. Auf dringen Wunsch der produktiven Wirtschaft wird Anfang des 20. Jahrhundert flächendeckend der Werkstatenunterricht an den höheren Gewerbeschulen eingeführt. Ein zweiter Betriebs- und Praxisschub erfolgt durch die Ischler Tagung im Jahre 1946, wobei der Werkstattunterricht an der höheren Lehranstalt weiter ausgebaut wird.
Ein weiter Praxisschub soll im Bachelorbereich durch eine zu absolvierende Lehr erfolgen. Die Anrechenbarkeit von Lehrberufen entsprechend der Schulform und des Fachbereiches soll weiter erhalten bleiben. Das Europakonforme Zukunftsmodell „Hohe Technische Lehranstalt“ soll eine Höher und Weiterqualifizierung am Bildungsstandort ermöglichen. Der Technikbereich der Fachhochschulen wird an Bedeutung zunehmen. Es wird daher erforderlich die Spezialbildungsstätten Höhere Technische Lehranstalten gleichwertig, aber nicht gleichartig, parallel zu den Fachhochschulen auf nichtuniversitärer Tertiärebene zu positionieren. Die „Allgemeinform“ einer zweistufigen Bologna-Struktur der Berufsbilden Hochschule wird dargestellt.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den notwendigen Paradigmenwechsel im tertiären Bildungswesen und begründet die Aufwertung der Berufsbildenden Höheren Schulen vor dem Hintergrund des Bologna-Prozesses.
2 Tertiär-würdige Berufsbildende Höhere Schulen und der Europäische Bologna-Bildungsprozess: Dieses Kapitel analysiert die bildungspolitische Ausgangslage und die Notwendigkeit, das österreichische Schulwesen an die europäischen Standards des Bologna-Prozesses anzupassen.
3 „Berufsbildenden Hochschule“ ein Zukunftsmodell mit einem zweistufigen Europäischen Bologna-Bildungssystem: Der Autor präsentiert ein konkretes Zukunftsmodell, das eine tertiäre Bachelor-Master-Struktur für verschiedene Schultypen (Technik, Wirtschaft, Humanberufe) definiert.
4 „Berufsbildende Hochschule“ ein wirtschafts- und betriebsnahes nahes Bildungsmodell in Österreich: Das letzte inhaltliche Kapitel diskutiert die Auswirkungen des Modells auf die Qualitätssicherung und die Integration von ECTS-Leistungspunkten in einer betriebsnahen Ausbildung.
Berufsbildende Hochschule, Bologna-Prozess, BHS, Bachelor-Master-Studienarchitektur, Tertiärbereich, Fachpraktische Bildung, Ingenieurbildung, Wirtschaftsnähe, Qualifikationsrahmen, Lehrabschluss, ECTS, Bildungsmodell, Österreich, Sekundarstufe II, Fachhochschul-Äquivalenz.
Die Arbeit entwirft ein Konzept, um das österreichische Berufsbildungssystem (BHS) in den tertiären Bildungsbereich zu heben und an die Bologna-Struktur anzupassen.
Zentrale Themen sind die Aufwertung der beruflichen Bildung, die Integration von Praxiselementen wie der Lehre in akademische Studienprogramme und die Etablierung eines zweistufigen Bologna-Modells.
Das Hauptziel ist die Schaffung eines Europakonformen Zukunftsmodells „Berufsbildende Hochschule“, das die Wettbewerbsfähigkeit der Absolventen durch akademische Grade stärkt.
Die Arbeit basiert auf einer Analyse bildungspolitischer Rahmenbedingungen, statistischer Daten der Bildungsexpansion und der Ableitung eines zukunftsorientierten Organisationsmodells für das österreichische Bildungswesen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Ausarbeitung der zweistufigen Bildungsstrukturen für technische, kaufmännische und humanberufliche Schulen sowie deren jeweilige Bachelor- und Master-Programme.
Begriffe wie Bologna-Prozess, BHS-Aufwertung, tertiäre Bildung und praxisnahe Ingenieurausbildung stehen im Zentrum der Untersuchung.
Die traditionelle Ingenieurbildung soll durch die Umwandlung der Höheren Technischen Lehranstalten in Berufsbildende Hochschulen auf ein akademisches Bachelor-Niveau gehoben werden.
Durch Betriebspraktika sowie die Integration einer fachpraktischen Lehrausbildung soll sichergestellt werden, dass die hohe Praxisorientierung der BHS auch im neuen Hochschulmodell erhalten bleibt.
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