Bachelorarbeit, 2013
33 Seiten, Note: 1,3
I.) Einleitung
II.) Eine formale Analyse der Ballade „Der Graue“
III.) Eine stilistische Analyse der Ballade „Der Graue“
IV.) Eine sprachliche Analyse der Ballade „Der Graue“
V.) Die Betrachtung der Vokale
VI.) Die Betrachtung des Erzählers
VII.) Die Dramaturgie der Ballade
VIII.) Das Wiedergängermotiv
IX.) Zusammenfassung
Die vorliegende Bachelor-Arbeit analysiert die Ballade „Der Graue“ von Annette von Droste-Hülshoff mit dem Ziel, die Darstellung des Schauers und die spezifische Funktion des Wiedergängermotivs innerhalb des Werkes umfassend zu untersuchen. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, durch welche formalen, stilistischen, sprachlichen und dramaturgischen Mittel die Autorin ein Schauergefühl beim Rezipienten evoziert und wie das Motiv des Wiedergängers in den Kontext der Zeit sowie die Interpretation der Ballade eingebettet ist.
IV.) Eine sprachliche Analyse der Ballade „Der Graue“
Bevor das Wiedergängermotiv in die Ballade eingeführt wird, nutzt Annette von Droste-Hülshoff verschiedene sprachliche Mittel, um den Schauer und die Angst beim Leser zu provozieren, damit dann der Fokus auf das Auftreten des Wiedergängers gelegt werden kann.
Widersprüche und Spannungen werden auch durch die Wahl der Worte und deren Zugehörigkeit zu bestimmten Wortfeldern erzeugt.
Annette von Droste-Hülshoff bedient sich verschiedener Wortfelder, die Substantive aus den Bereichen Burg, Natur, Industrie, Mensch, Unbewusstheit und Kriegsmittel enthalten. Für das Wortfeld Burg finden sich unter anderem die Beispiele: Burg, Stein, Turm, Ziegeldach, Wappenschild, Bette, Zimmer, Kamin.
Beispiele für das Wortfeld Natur sind unter anderem: Walde, Teiche, Sturm, Land, Luft.
I.) Einleitung: Dieses Kapitel verortet „Der Graue“ als Höhepunkt der drostschen totenmagischen Balladen und erläutert den methodischen Ansatz der Analyse vor dem Hintergrund des zeitgenössischen Wandels.
II.) Eine formale Analyse der Ballade „Der Graue“: Hier wird der Aufbau der Ballade als vierhebiger Jambus untersucht und aufgezeigt, wie durch die Verwendung unterschiedlicher Reimarten die vermeintlich starre Struktur aufgebrochen wird.
III.) Eine stilistische Analyse der Ballade „Der Graue“: Der Fokus liegt auf der Nutzung von Enjambements und wortbildenden Onomatopoetika, die zur Erzeugung von Unruhe und emotionaler Anspannung beitragen.
IV.) Eine sprachliche Analyse der Ballade „Der Graue“: Es wird die Verwendung spezifischer Wortfelder sowie die Wirkung von Diminutiva und des vorgestellten Genitivs analysiert, um zu verdeutlichen, wie die Wahrnehmung des Rezipienten relativiert wird.
V.) Die Betrachtung der Vokale: Dieses Kapitel weist durch eine detaillierte Verteilung der Vokale nach, dass die bewusste Wahl von hellen und dunklen Vokalen maßgeblich zur schaurigen Stimmung des Textes beiträgt.
VI.) Die Betrachtung des Erzählers: Die Analyse der wechselnden Erzählperspektiven verdeutlicht, wie durch eine bewusste Verunsicherung des Lesers ein Schwebezustand zwischen Realität und Traum erzeugt wird.
VII.) Die Dramaturgie der Ballade: Hier wird eine spezifische Dramenkonstruktion entworfen, um zu zeigen, dass die Ballade primär auf die Steigerung des Schauererlebnisses ausgerichtet ist.
VIII.) Das Wiedergängermotiv: Dieses Kapitel beleuchtet die historische und religiöse Herkunft des Wiedergängers und dessen Funktion als Bindeglied sowie Sinnbild menschlicher Ängste innerhalb der Ballade.
IX.) Zusammenfassung: Abschließend werden die Interpretationsansätze – etwa die Kritik an der Industrialisierung oder die Verdrängung der Vergangenheit – zusammengeführt und der Stellenwert der Ballade reflektiert.
Annette von Droste-Hülshoff, Der Graue, Schauerliteratur, Wiedergängermotiv, Ballade, Sprachanalyse, Vokalverteilung, Erzählperspektive, Dramaturgie, Industrialisierung, Romantik, Angst, Interpretation, Literaturwissenschaft, Epik
Die Arbeit befasst sich mit der literaturwissenschaftlichen Analyse der Ballade „Der Graue“ von Annette von Droste-Hülshoff mit besonderem Fokus auf die Mittel der Schauererzeugung.
Zentrale Themen sind die formale Struktur, die sprachliche Gestaltung, die Rolle des Erzählers, die dramaturgische Konzeption sowie die Interpretation des Wiedergängermotivs.
Das Ziel ist es, nachzuweisen, mit welchen spezifischen literarischen Mitteln die Autorin ein Schauergefühl beim Leser provoziert und welche symbolische Bedeutung der Wiedergänger im Text einnimmt.
Die Arbeit nutzt eine formale Analyse, eine wortfeldorientierte Untersuchung, eine statistische Betrachtung der Vokalverteilung sowie eine dramaturgische Strukturanalyse.
Der Hauptteil gliedert sich in Analysen von Reimschemata, Lautmalerei, Wortfeldern, Erzählperspektiven und eine Untersuchung der balladesken Struktur.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Droste-Hülshoff, Schauerliteratur, Wiedergängermotiv, Sprachanalyse und Balladentheorie charakterisieren.
Die Vokalanalyse ist zentral, da sie belegt, dass die Autorin durch die bewusste Setzung von hellen und dunklen Vokalen die emotionale Wirkung der Ballade gezielt steuert.
Der Wiedergänger dient als Bindeglied zwischen Autorin und Rezipient und fungiert als Sinnbild menschlicher Ängste, das sich rationalen Erklärungen entzieht.
Der Titel wird als vielschichtige Verschmelzung interpretiert, die gleichermaßen das Wetter, den Wiedergänger, den Ort oder einen Gemütszustand bezeichnen kann.
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