Diplomarbeit, 2012
87 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theorie
2.1 Kindeswohlgefährdung
2.1.1 Allgemeine Grundlagen
2.1.2 Situation in Leipzig
2.2 Frühe Hilfen
2.2.1 Allgemeine Grundlagen
2.2.2 Kosten und Nutzen
2.3 Netzwerke
2.3.1 Allgemeine Grundlagen
2.3.2 Merkmale gelingender Netzwerkarbeit
2.3.2.1 Theoretische Aspekte
2.3.2.2 Praktische Erfahrungen
2.4 Evaluationsforschung
2.4.1 Einführung
2.4.2 Problemstellungen
2.5 Leipziger Netzwerk für Kinderschutz
2.5.1 Aufbau und Arbeitsweise
2.5.2 Zielerreichung und Bewertung
2.6 Zusammenfassung der Evaluation 2009
2.6.1 Beschreibung der Studie
2.6.2 Evaluationsergebnisse
3 Empirie
3.1 Forschungsfragestellungen
3.2 Untersuchungsinstrument
3.2.1 Wahl der Erhebungsmethode
3.2.2 Anforderungen an die Fragebogenkonstruktion
3.2.3 Konstruktion des Untersuchungsinstruments
3.3 Darstellung der Auswertungsmethoden
3.4 Durchführung der Studie
3.5 Ergebnisdarstellung
3.5.1 Quantitative Daten
3.5.2 Qualitative Daten
4 Diskussion
4.1 Interpretation der Ergebnisse
4.1.1 Auswertung quantitativer Daten
4.1.2 Auswertung qualitativer Daten
4.1.3 Integration und Interpretation quantitativer und qualitativer Daten
4.2 Handlungsempfehlungen
4.3 Kritische Methodenreflexion
4.4 Fazit
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist die Evaluation des Leipziger Netzwerks für Kinderschutz, um dessen Prozess- und Ergebnisqualität zu beurteilen und auf dieser Basis fundierte Handlungsempfehlungen für eine optimierte Netzwerkarbeit und Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen abzuleiten.
2.4.2 Problemstellungen
Das Bild des/r unabhängigen, nach der absoluten Wahrheit suchenden WissenschaftlerIn trifft auf den/die EvaluatorIn nicht zu. DieseR muss sich damit arrangieren, von AuftraggeberInseite u. U. strikte Vorgaben bezüglich Ziele, Rahmenbedingungen, Kosten oder Stichprobenzugang zu erhalten. Die Forderung nach randomisierten Kontrollgruppen kann in der Praxis aus finanziellen, ethischen, zeitlichen und personellen Gründen so gut wie nie erfüllt werden (Bortz & Döring, 2006). Oben erwähnte unwissenschaftliche klare Bewertungen können gefordert sein oder Publikationen der Ergebnisse eingeschränkt werden. Nicht der theoretische Erkenntnisgewinn steht im Vordergrund, sondern der Nutzen für den/die KundIn. Kromrey (2001) spricht in diesem Zusammenhang vom „Primat der Praxis vor der Wissenschaft“ (S. 113), Wottawa und Thierau (1998) in einem ähnlichen von „Übelminimierung statt Ideallösung“ (S. 21). Auch bei unbegrenzten Ressourcen wird es nie ein Idealkonzept geben, das generell verbindliche Wahrheiten zum Untersuchungsgegenstand liefert; der/die EvaluatorIn kann stets nur einen vorläufigen Beitrag leisten, um die Wahrscheinlichkeit zur Wahl der besseren Alternative zu erhöhen. Bewertungsmaßstäbe liegen dabei nicht in allgemeingültiger Form vor, sondern müssen vom/n der EvaluatorIn nach bestem Wissen festgesetzt werden. Da dieser komplexe Vorgang ebenso wie die Auswahl der Kriterien und deren Operationalisierung immer von eigenen Werthaltungen beeinflusst sein können, sind alle Entscheidungen explizit und nachvollziehbar offen zu legen.
1 Einleitung: Die Einleitung betont die Bedeutung der frühen Kindheit und die Notwendigkeit flächendeckender Netzwerke im Bereich der Frühen Hilfen, um Kindeswohlgefährdungen präventiv zu begegnen.
2 Theorie: Dieses Kapitel erörtert theoretische Grundlagen zu Kindeswohlgefährdung, Frühen Hilfen, Netzwerkkonzepten sowie Evaluationsforschung und stellt das Leipziger Netzwerk für Kinderschutz vor.
3 Empirie: Hier werden die Forschungsfragen, die Konstruktion des Untersuchungsinstruments, die Auswertungsmethoden sowie die Durchführung der Studie und die Ergebnisdarstellung beschrieben.
4 Diskussion: Das Kapitel interpretiert die Ergebnisse der quantitativen und qualitativen Befragung, gibt Handlungsempfehlungen und reflektiert kritisch die gewählte Methodik.
Kinderschutz, Frühe Hilfen, Netzwerkforschung, Evaluation, Prozessqualität, Ergebnisqualität, Kindeswohlgefährdung, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Fragebogenkonstruktion, Leipziger Netzwerk für Kinderschutz, Qualitätssicherung, Familien, präventive Maßnahmen, Netzwerkanalyse, Kooperation.
Die Arbeit befasst sich mit der Evaluation des Leipziger Netzwerks für Kinderschutz, um dessen Effektivität und Arbeitsqualität zu bewerten.
Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie und Praxis von Netzwerkarbeit, den Frühen Hilfen bei Kindeswohlgefährdung sowie der wissenschaftlichen Evaluationsforschung.
Das Hauptziel ist die Bewertung der Prozess- und Ergebnisqualität des Leipziger Netzwerks mittels eines Fragebogens, um Handlungsempfehlungen für die zukünftige Ausgestaltung zu entwickeln.
Es wurde ein methodenkombinierter Ansatz gewählt, der quantitative Fragebogendaten mit qualitativen Textanalysen (Text-Sortier-Technik nach Beywl) verbindet.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur fundierten Einordnung der Thematik sowie einen empirischen Teil, der das Vorgehen bei der Datenerhebung und die anschließende Auswertung detailliert darlegt.
Kernbegriffe sind Kinderschutz, Frühe Hilfen, Evaluation, Netzwerkarbeit, Prozessqualität, Ergebnisqualität und interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Die Bewertung fällt ambivalent aus; es gibt Kritik an der theorielastigen Ausrichtung, mangelnder Transparenz und unzureichendem Informationsfluss, wenngleich die Möglichkeiten zum Austausch auf Netzwerkkonferenzen positiv wahrgenommen werden.
Die Autorin empfiehlt unter anderem die Kanalisierung paralleler Projekte, eine offenere Kommunikation, die gemeinsame Entwicklung konkreter Ziele und eine kontinuierliche Begleitforschung, etwa durch Open-Space-Veranstaltungen.
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