Masterarbeit, 2009
70 Seiten, Note: 1,9
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.2 Zielsetzung
1.3 Forschungsstand
1.4 Fragestellung und Hypothesen
2 Forschungsdesign
2.1 Untersuchungsdesign
2.1.1 Teilaspekt Experiment
2.1.2 Teilaspekt Pretest-Posttest-Design
2.1.3 Teilaspekt Aktionsforschung
2.1.4 Teilaspekt „Teilnehmende Beobachtung“
2.1.5 Ergebnis
2.2 Instrumente und Untersuchungsmaterialien
2.2.1 Fragebögen
2.2.2 Digitale Aufnahme und Transkription des Dialogverfahren
2.2.3 Autorin als Wahrnehmungsinstrument
2.3 Untersuchungsgruppe
3 Dialog
3.1 Kommunikation
3.2 Dialog
3.2.1 Wissenschaftliche Grundlagen des Dialogs
3.2.2 Formen des Dialogs
3.2.3 „Dialogverfahren“
3.2.3.1 „Container“
3.2.3.2 „10 Kernfähigkeiten“
3.2.3.3 „Facilitator“
3.3 Dialogverfahren als Instrument eines KKS
4 Durchführung des Dialogverfahrens
4.1 Ausgangssituation
4.2 Vorbereitung
4.2.1 Vorbereitung der Autorin als Faciliator
4.2.2 Vorbereitung des Projektteams
4.2.3 Vorbereitung des Containers
4.2.4 Bedeutung der Vorbereitung
4.3 Zeitpunkt
4.4 Durchführung des Dialog-Workshops
4.4.1 Allgemeine Rahmenbedingungen
4.4.2 Theoretische Einführung
4.4.3 Gestaltung des Containers
4.4.4 Durchführung der Dialogrunden
4.5. Haltung des Facilitators
5 Auswertung
5.1 Allgemeines
5.1.1 Fragebögen
5.1.2 Transkription
5.1.3 Wahrnehmungen der Forscherin
5.1.4 Ausgangssituation für die Überprüfung der Hypothesen
5.2 Hypothese 1: Notwendigkeit des Facilitators
5.3 Hypothese 2: Notwendigkeit der Vorbereitung
5.4 Hypothese 3: Auswirkungen auf Kommunikations-, Konfliktfähigkeit der einzelnen TeilnehmerInnen
5.5 Hypothese 4: Auswirkungen auf Kommunikations-, Konfliktfähigkeit innerhalb des Projektteams
5.6 Hypothese 5: Auswirkungen des Dialogverfahren auf inhaltliche und dynamische Entwicklung des KKS
6 Ergebnis
7 Diskussion und Reflexion
7.1 Methodenkritik
7.2 Autorin als Dialogbegleiterin und Teilnehmerin
7.3 „Dialogverfahren“ als Instrument eines KKS
8 Ausblick
9 Zusammenfassung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Eignung des Dialogverfahrens als Instrument bei der Einführung und Implementierung eines konstruktiven Konfliktklärungssystems (KKS) in einer sozialen Einrichtung empirisch zu untersuchen und die Rolle der Autorin in diesem Prozess zu reflektieren.
3.2 Dialog
Der Dialog als Kommunikationsform, in einem Gruppengespräch mit bestimmten Gesprächsregeln, hat eine sehr lange Tradition. Von jeher wurde er als Stammesritual von amerikanischen Indianern praktiziert, die im Kreis um ein Lagerfeuer saßen und als Symbol der Verbundenheit die Friedenspfeife kreisen ließen. Diese Zusammenkünfte, eine Art Ältestenrat, dienten dem gemeinsamen Austausch und manchmal auch der Konfliktklärung. Dies war der indianische Weg eines DV.
Auch in der heutigen Zeit finden sich in Gruppengesprächen Aspekte des Dialogprozesses in verschiedener Intensität. Schon Dreijährige im Kindergarten wissen, was ein Stuhlkreis ist. Die Kinder sitzen auf Stühlen gemeinsam mit ihrer Kindergärtnerin im Kreis und jedes Kind erzählt z. B. von seinem persönlichen Wochenenderlebnis.
Auch werden in vielen Gesprächsgruppen Blitzlichtrunden, zu Beginn und zum Abschluss einer Veranstaltung, durchgeführt. In diesen Runden hat jedes Gruppenmitglied der Reihe nach die Möglichkeit, und auch die Aufgabe, sich zu äußern. Auch diese Runden ähneln stark den Dialogrunden eines DV. Überall finden sich Gesprächsrunden, ebenso in der aktuellen politischen Landschaft: Die Regierungschefs der acht wichtigsten Industrienationen treffen sich zum G 8-Gipfel. Auch dieses Setting erinnert an das DV.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der modernen Kommunikation ein und definiert die Zielsetzung der Arbeit, die das Dialogverfahren als Instrument eines Konfliktklärungssystems untersucht.
2 Forschungsdesign: Hier wird das methodische Vorgehen erläutert, welches Elemente der Aktionsforschung, teilnehmender Beobachtung und Experimente kombiniert, um die Wirksamkeit des Dialogverfahrens in der Praxis zu erfassen.
3 Dialog: Dieser Teil beleuchtet die wissenschaftlichen Grundlagen und die theoretischen Konzepte des Dialogs sowie die spezifischen Merkmale des Dialogverfahrens und dessen Rolle als Instrument innerhalb eines Konfliktklärungssystems.
4 Durchführung des Dialogverfahrens: Das Kapitel beschreibt konkret die Vorbereitungen, die räumlichen und zeitlichen Rahmenbedingungen sowie den Ablauf des durchgeführten Workshops mit dem Projektteam.
5 Auswertung: Hier findet die Analyse der erhobenen Daten aus den Fragebögen, der Transkription und den Beobachtungen statt, um die fünf aufgestellten Hypothesen zu überprüfen.
6 Ergebnis: Die Autorin fasst die Erkenntnisse zusammen, diskutiert die Aussagekraft der Studie und zieht ein Fazit über die Eignung des Dialogverfahrens als Instrument eines Konfliktklärungssystems.
7 Diskussion und Reflexion: In diesem Kapitel werden die Forschungsmethoden kritisch hinterfragt und die Autorin reflektiert ihre persönliche Rolle als Dialogbegleiterin während des gesamten Prozesses.
8 Ausblick: Der Ausblick schildert die nachhaltige Wirkung der Methode auf einen Projektteilnehmer und das Potenzial der Anwendung des Dialogverfahrens in anderen sozialen Einrichtungen.
9 Zusammenfassung: Dieses abschließende Kapitel fasst nochmals die wesentlichen Zielsetzungen, Hypothesen und Ergebnisse der Arbeit zusammen.
Dialogverfahren, Konfliktklärungssystem, Kommunikation, Konfliktfähigkeit, Facilitator, Gruppendynamik, Organisationsentwicklung, konstruktive Konfliktlösung, Soziale Einrichtung, Projektarbeit, Aktionsforschung, Dialogische Haltung, Gewaltfreie Kommunikation, Arbeitswelt, Teamdynamik.
Die Arbeit untersucht, ob und wie das Dialogverfahren als ein effektives Instrument zur Verbesserung der Kommunikation und zur konstruktiven Konfliktklärung innerhalb eines Konfliktklärungssystems in einer sozialen Einrichtung eingesetzt werden kann.
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen des Dialogs, das Design und die praktische Durchführung eines Dialog-Workshops sowie die Analyse der Auswirkungen dieser Methode auf die Kommunikations- und Konfliktfähigkeit von Projektteams.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, dass das Dialogverfahren als Instrument geeignet ist, um die Kompetenzen der Teilnehmer zu erweitern und die Entwicklung eines Konfliktklärungssystems in einer Organisation maßgeblich zu unterstützen.
Die Arbeit nutzt ein kombiniertes Forschungsdesign, das experimentelle Ansätze, Aktionsforschung, teilnehmende Beobachtung und eine Vorher-Nachher-Analyse durch Fragebögen beinhaltet.
Im Hauptteil werden neben der theoretischen Fundierung des Dialogs nach Bohm und Buber die konkrete Vorbereitung des Containers, die Rolle des Facilitators und die detaillierte Durchführung sowie Auswertung des Dialog-Workshops beschrieben.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Dialogverfahren, Konfliktklärungssystem, Organisationsentwicklung, Facilitator, Gruppendynamik und Kommunikationsfähigkeit.
Die 10 Kernfähigkeiten des Dialogverfahrens nach Hartkemeyer dienen als essenzielle Messinstrumente und Übungsziele, um die Entwicklung der Teilnehmer im Bereich des respektvollen Umgangs und der Offenheit messbar und erfahrbar zu machen.
Die Autorin reflektiert ihre Rolle als "aktiv-teilnehmende Beobachterin" und Facilitator kritisch; sie nutzt ihre Position, um den Prozess zu stützen und Daten zu sammeln, muss aber gleichzeitig die Beeinflussung der Gruppendynamik durch ihre Interventionen berücksichtigen.
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