Diplomarbeit, 2010
113 Seiten, Note: 2,0
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Einleitung
2. Marken, Menschen und Stars
2.1. Theoretische Grundlagen des Markenmanagements
2.2. Menschen als Marken
2.2.1. Abgrenzung der Personengruppen
2.2.2. Konzepte zu Menschen als Marken
2.2.3. Markenwert und Markenstärke von Human Brands
2.3. Starforschung
2.3.1. Die Superstar-Theorie
2.3.2. Die Entstehung und Funktionen von Stars
2.3.3. Stars als Erfolgsfaktoren in Spielfilmen
2.3.4. Besonderheiten des deutschen Marktes
3. Skandale
3.1. Definition und Bedeutung eines Skandals
3.2. Skandale und Medien
3.3. Arten und Funktionen eines Skandals
3.4. Mechanismen eines Skandals
3.4.1. Akteure eines Skandals
3.4.2. Phasen eines Skandals
3.4.3. Narrative Struktur eines Skandals
3.4.4. Folgen eines Skandals
3.5. Rechtliche Aspekte und mögliche Gegenmaßnahmen
3.6. Medienehtik und Moral
3.7. Der Mensch als Marke und Skandale
4. Empirische Analyse zum Einfluss negativer Berichterstattung auf den Erfolg von Spielfilmen
4.1. Untersuchungsdesign & Methodik
4.1.1. Datenerhebung
4.1.2. Sample und Set
4.1.3. Abhängige Variablen
4.1.4. Kontrollvariablen
4.2. Operationalisierung der Daten
4.2.1. Dummy-Variablen, Codierung und Missing Values
4.2.2. Kategorien
4.2.3. Perioden
4.2.4. Analyseperspektiven
4.3. Güte der Datenerhebung
4.4. Angewandte Methoden der Datenanalyse
5. Ergebnisse/Befunde
5.1. Deskriptive Analysen
5.2. Kreuztabellierung und Kontingenzanalysen
5.3. Korrelationsanalysen
5.4. Tests auf Mittelwertunterschiede
5.5. Einfaktorielle Varianzanalyse
5.6. Lineare Regressionsanalyse
5.6.1. Einfache lineare Regressionsanalyse
5.6.2. Multiple lineare Regressionsanalyse
6. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob negative Berichterstattung über Schauspieler ökonomische Auswirkungen auf Filme hat, in denen diese mitwirken, und ob sich daraus Rückschlüsse auf den Markenwert der betreffenden Personen ziehen lassen. Dabei wird die Filmbranche als Untersuchungsfeld genutzt, um die ökonomische Relevanz negativer Medienmeldungen im Kontext von "Human Brands" zu beleuchten.
3.1. Definition und Bedeutung eines Skandals
Das Wort Skandal leitet sich ursprünglich von dem griechischen Wort skandalon für das Stellhölzchen einer Tierfalle ab. Der griechische Dichter Aristophanes benutzte das Wort skandalon um zu beschreiben, wie ein Angeklagter von einem Ankläger in eine Falle gesetzt wird. Durch die Öffentlichkeit wird dieser dann quasi zu Fall gebracht. Heute findet sich dieses Wort in leichter Abwandlung im Zusammenhang mit inhaltlich moralischen Verwerfungen in verschiedenen Sprachen wieder.
Im Prinzip handelt es sich bei einem Skandal um einen Missstand innerhalb der Gesellschaft, der die Grenzen moralischer Wertvorstellungen überschreitet. Wichtig ist hier, dass nicht zwingend eine juristische Grenzüberschreitung vorliegt, sondern der Skandal sich durch den Bruch einer moralischen Norm auszeichnet. Nach Kepplinger zeichnet sich ein Skandal durch drei grundlegende Faktoren aus. Der Missstand ist nach Ansicht des zu Urteilenden bedeutsam, er wäre vermeidbar gewesen und zieht durch eigenes schuldhaftes Verhalten eine öffentliche Empörung nach sich. Dabei kann ein Missstand zwar ein hinreichendes Kriterium für einen Skandal darstellen, muss nicht zwangsläufig ein notwendiges sein. Erst die Sichtweise desjenigen, der einen Missstand aufgreift und die Enthüllung dessen vollzieht, lässt ihn zu einem Skandal werden.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der negativen Berichterstattung und ihre mögliche ökonomische Auswirkung auf Marken und Persönlichkeiten in der Filmbranche.
2. Marken, Menschen und Stars: Theoretische Herleitung des Human-Brand-Konzepts und Analyse der Rolle von Stars als Erfolgsfaktoren im Filmgeschäft.
3. Skandale: Detaillierte Betrachtung der Definition, Entstehung, Akteure und Folgen von Skandalen sowie der Bedeutung der Medienberichterstattung.
4. Empirische Analyse zum Einfluss negativer Berichterstattung auf den Erfolg von Spielfilmen: Beschreibung des Untersuchungsdesigns, der Datenerhebung sowie der angewandten bivariaten und multivariaten statistischen Methoden.
5. Ergebnisse/Befunde: Darstellung und Interpretation der statistischen Analysen, einschließlich deskriptiver Auswertungen, Korrelationen und Regressionsmodelle.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der empirischen Ergebnisse und Diskussion zukünftiger Forschungsbedarfe im Kontext von Marken und negativer Publizität.
Filmbranche, Skandalberichterstattung, Human Brand, Starforschung, Markenmanagement, ökonomische Auswirkungen, Einspielergebnisse, Regressionsanalyse, negative Nachrichten, Medienethik, Erfolgsfaktoren, Spielfilm, Konsumentenverhalten, Korrelationsanalyse, Prominenz.
Die Arbeit analysiert, ob negative Medienberichterstattung über Schauspieler ökonomische Auswirkungen auf den Erfolg der Filme hat, in denen diese mitwirken.
Die Arbeit verknüpft Theorien des Markenmanagements und der Starforschung mit der medienwissenschaftlichen Untersuchung von Skandalen und deren ökonomischen Effekten.
Das Hauptziel ist es, wissenschaftlich zu prüfen, ob sich negative Schlagzeilen über Darsteller messbar auf die Zuschauerzahlen oder Einspielergebnisse auswirken und so Rückschlüsse auf deren Markenwert zu erlauben.
Der Autor führt eine empirische Analyse auf Basis von 411 Kinofilmen durch und nutzt bivariaten Verfahren (Korrelationen) sowie multivariate Verfahren (lineare Regressionsanalysen), um die Zusammenhänge statistisch zu validieren.
Der Hauptteil widmet sich der konkreten Operationalisierung der Daten, der Definition von Skandal-Kategorien und Zeitperioden sowie der umfassenden statistischen Auswertung der erhobenen Datensätze.
Zu den zentralen Begriffen zählen: Filmbranche, Skandalberichterstattung, Human Brand, Starforschung, Einspielergebnisse und Regressionsanalyse.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine negative Berichterstattung teilweise eine erhöhte Aufmerksamkeit generieren kann, was sich in geringen positiven ökonomischen Effekten äußern kann, auch wenn dies nicht pauschalisiert werden kann.
Ja, die Arbeit weist darauf hin, dass das Produktionsland einen signifikanten Zusammenhang aufweist und US-Produktionen eher mit einer Skandalberichterstattung assoziiert sind als andere.
Nein, der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass deutsche Schauspieler keine vergleichbare "Star Power" wie einige US-Stars besitzen und diese in Deutschland auch kaum im eigentlichen Sinne als Stars existieren.
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