Masterarbeit, 2011
105 Seiten
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Die Zitrone
2.1.1 Allgemeines
2.1.2 Zusammensetzung
2.1.3 Industrielle Verwendung
2.2 Flavonoide
2.2.1 Struktur und Vorkommen
2.2.2 Metabolismus
2.2.3 Antioxidative Aktivität und gesundheitsfördernde Effekte
2.3 Aminosäuren
2.4 Problemstellung
3. Material und Methoden
3.1 Chemikalien
3.2 Geräte
3.2.1 Chromatographische Anlagen
3.2.2 Sonstige Geräte
3.3 Methoden
3.3.1 Herstellung des Zitronensaftes
3.3.2 Untersuchungen zur Stabilität der Flavonoide
3.3.2.1 Stabilität bei unterschiedlichen Lagerungsbedingungen
3.3.2.2 Stabilität bei Erhitzung
3.3.2.3 Stabilität bei Bestrahlung mit UV-Licht
3.3.2.4 Stabilität bei Veränderung des pH-Wertes
3.3.2.5 Qualifizierung der Flavonoide im Zitronensaft
3.3.2.6 Herstellung der Flavonoid-Kalibrierlösungen
3.3.2.7 Quantifizierung der Flavonoide
3.3.2.8 Identifizierung der Flavonoide mittels HPLC-MS
3.3.3 Herstellung und Fraktionierung eines aufkonzentrierten Flavonoidextraktes
3.3.4 Bestimmung der antioxidativen Aktivität der Flavonoide im Zitronensaft
3.3.4.1 Messung der antioxidativen Kapazität mittels TEAC-Assay
3.3.4.2 Messung der antioxidativen Kapazität mittels HPLC-online TEAC
3.3.5 Reaktionen der Flavonoide mit Aminosäuren
3.3.5.1 Prinzip der Derivatisierung von Aminosäuren mittels OPA/3-MPA
3.3.5.2 Herstellung der Reagenzien
3.3.5.3 Optimierung einer HPLC-Methode mit Vorsäulenderivatisierung zur Aminosäureanalytik
3.3.5.4 Probenvorbereitung
3.3.5.5 Qualifizierung der Aminosäuren im Zitronensaft
3.3.5.6 Herstellung der Aminosäure-Kalibrierlösungen
3.3.5.7 Quantifizierung der Aminosäuren und Flavonoide
3.3.5.8 Identifizierung möglicher Addukte mittels HPLC-MS
3.4 Statistik
4. Ergebnisse und Diskussion
4.1 Vorversuche
4.1.1 Qualifizierung der Flavonoide im Zitronensaft
4.1.2 Methodenentwicklung zur Extraktion der Flavonoide aus dem Rückstand nach Zentrifugation des Zitronensaftes
4.1.3 Bestimmung der Flavonoid-Gesamtkonzentrationen im Zitronensaft
4.2 Stabilität der Flavonoide
4.2.1 Stabilität bei unterschiedlichen Lagerungsbedingungen
4.2.2 Stabilität bei Erhitzung
4.2.3 Stabilität bei Bestrahlung mit UV-Licht
4.2.4 Stabilität bei Veränderung des pH-Wertes
4.3 Flavonoid-Fraktionierung aus einem aufkonzentrierten Flavonoidextrakt
4.4 Antioxidative Aktivität der Flavonoide im Zitronensaft
4.4.1 Bestimmung der antioxidativen Aktivität mittels TEAC-Assay
4.4.2 Bestimmung der antioxidativen Kapazität mittels HPLC-online TEAC
4.5 Reaktionen der Flavonoide mit Aminosäuren
4.5.1 Optimierung einer HPLC-Methode mit Vorsäulenderivatisierung zur Aminosäureanalytik
4.5.2 Qualifizierung der Aminosäuren im Zitronensaft
4.5.3 Quantifizierung der Flavonoide und Aminosäuren bei unterschiedlichen Reaktionsbedingungen sowie Identifizierung möglicher Addukte
5. Zusammenfassung und Fazit
Die Arbeit untersucht die Stabilität und die antioxidative Wirkung von Flavonoiden in Zitronensaft unter verschiedenen industriellen Verarbeitungs- und Lagerbedingungen. Dabei liegt der Fokus auf der Identifizierung der Flavonoide, der quantitativen Analyse ihrer Stabilität sowie der Untersuchung potenzieller Reaktionen zwischen Flavonoiden und Aminosäuren.
4.1.1 Qualifizierung der Flavonoide im Zitronensaft
Die Qualifizierung der im Zitronensaft enthaltenen Flavonoide war Voraussetzung für die Herstellung der Kalibrierlösungen zur Flavonoid-Quantifizierung. Abbildung 7 zeigt die durch HPLC-Analyse erhaltenen Chromatogramme der Flavonoidextrakte dreier SPE-Nullproben zur Qualifizierung der Flavonoide im Zitronensaft.
Das Chromatogramm des analysierten Flavonoidextraktes in Abbildung 7 wies fünf Hauptpeaks auf. Drei dieser Peaks konnten auf Grundlage der bislang bekannten Retentionszeiten (Rt) als Eriocitrin (Rt ≈ 7,6 min), Hesperidin (Rt ≈ 11,9 min) und Rutin (Rt ≈ 15,7 min) identifiziert werden. Die HPLC-MS-Analyse der Flavonoidextrakte der SPE-Nullprobe bestätigte diese Resultate. Der letzte Peak wurde in Folge der HPLC-MS-Analyse als Diosmin (Rt ≈ 16 min) identifiziert, der dritte Peak konnte auch durch massenspektrometrische Analyse keinem Flavonoid zugeordnet werden.
Zusätzlich zu den Flavonoid-Peaks waren im vorderen Bereich des obigen Chromatogramms weitere Peaks vorhanden. Die HPLC-MS-Analyse ergab, dass es sich hierbei um polare Substanzen aus dem Zitronensaft handelte, beispielsweise Zitronensäure, Ascorbinsäure und verschiedene Zucker. Diese wurden scheinbar durch die SPE nicht vollständig abgetrennt. Aus der obigen Abbildung ist weiterhin erkennbar, dass die Chromatogramme der drei zur Quantifizierung analysierten SPE-Proben und somit die Retentionszeiten und Peakflächen der einzelnen Flavonoide nahezu identisch waren, was auf eine gute Reproduzierbarkeit der HPLC-Methode hinweist.
1. Einleitung: Beschreibt die gesundheitliche Relevanz von Flavonoiden in Zitronen und begründet die Notwendigkeit der Stabilitätsuntersuchung für die Lebensmittelindustrie.
2. Theoretischer Hintergrund: Bietet eine Übersicht zu Zitrusfrüchten, der Struktur und dem Stoffwechsel von Flavonoiden sowie deren antioxidativen Eigenschaften.
3. Material und Methoden: Detailliert die verwendeten Chemikalien, Geräte sowie die spezifischen chromatographischen Verfahren zur Stabilitäts- und Aktivitätsbestimmung.
4. Ergebnisse und Diskussion: Präsentiert und analysiert die Messergebnisse zu den Stabilitätsversuchen und zeigt die antioxidative Aktivität der Flavonoide auf.
5. Zusammenfassung und Fazit: Fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die Stabilität der Flavonoide zusammen und bewertet deren Einsatzmöglichkeiten in funktionellen Lebensmitteln.
Zitronensaft, Flavonoide, Eriocitrin, Hesperidin, Rutin, Diosmin, Antioxidative Aktivität, Stabilität, HPLC, HPLC-MS, Aminosäuren, TEAC-Assay, Lebensmittelchemie, Lagerungsbedingungen, Pasteurisierung.
Die Arbeit befasst sich mit der chemischen Stabilität und der antioxidativen Wirkung von Flavonoiden in Zitronensaft, insbesondere im Kontext industrieller Verarbeitungsprozesse.
Die Schwerpunkte liegen auf der Flavonoidanalytik mittels HPLC, der Bestimmung antioxidativer Kapazitäten sowie der Untersuchung von Wechselwirkungen zwischen Flavonoiden und Aminosäuren.
Ziel ist es zu untersuchen, wie sich Lagerung, Erhitzung, pH-Wert-Änderungen und UV-Bestrahlung auf den Flavonoidgehalt und die antioxidative Kapazität im Zitronensaft auswirken.
Es werden überwiegend chromatographische Verfahren wie die Reversed-Phase-HPLC (RP-HPLC) und HPLC-MS sowie der TEAC-Assay zur Bestimmung der antioxidativen Kapazität verwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in Vorversuche zur Methodenentwicklung, die eigentliche Stabilitätsprüfung unter verschiedenen Stressfaktoren und die Analyse der Flavonoid-Aminosäure-Reaktionen.
Zitronensaft, Flavonoide, Stabilitätsanalyse, Antioxidative Kapazität, HPLC-Analytik und Lebensmittelchemie.
Die SPE dient der Trennung und Anreicherung der Flavonoide aus dem Zitronensaft, um sie für die nachfolgende HPLC-Analyse aufzubereiten.
Dies geschah durch Modellversuche mit Standardsubstanzen (z. B. L-Alanin) und anschließende HPLC-MS-Analysen, um nach neu gebildeten Addukten zu suchen.
Es zeigte sich, dass die SPE-Extraktion mittels Methanol deutlich effizienter zur Flavonoidextraktion geeignet ist als die Direktextraktion mittels Ethylacetat.
Eriocitrin stellte sich als Hauptflavonoid im Zitronensaft heraus, weshalb es eine zentrale Rolle bei der Bestimmung der antioxidativen Kapazität einnahm.
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