Bachelorarbeit, 2009
76 Seiten, Note: 1,5
I. Einleitung
a. Darstellung des Themas
b. Forschungsstand
i. Erster Weltkrieg
ii. Das Land des „Oberbefehlshabers Ost“
II. Kriegsverlauf an der Ostfront
a. Ausgangslage
b. Deutscher Vormarsch
III. Die deutschen Kriegsziele im Baltikum
a. Politisch
b. Militärisch
c. Sonderfall Brest-Litowsk
IV. Das Land des „Oberbefehlshabers Ost“
a. Geographische Einordnung
b. Allgemein
V. Besatzung
a. Definition – Besatzung
b. Besatzungspolitik der Deutschen in „Ober Ost“
i. Verkehrspolitik
ii. Kulturprogramm
c. Alltag in „Ober Ost“
VI. Die Zukunft der baltischen Gebiete
VII. Schlussfolgerungen
VIII. Ausblick
– Die Deutsche Besatzung im Osten während des Zweiten Weltkrieges
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Strukturen und die Ausgestaltung der deutschen Militärbesatzung im Verwaltungsgebiet „Ober Ost“ während des Ersten Weltkrieges. Dabei steht die Analyse der politischen Zielsetzungen, der militärischen Strategien sowie der Besatzungspraxis in den eroberten Gebieten des Baltikums im Mittelpunkt der Forschungsarbeit.
a. Darstellung des Themas
Wenn die Ostfront thematisiert wird, findet für gewöhnlich eine Assoziation mit Begriffen, Bildern und Namen statt, die sich auf den Zweiten Weltkrieg beziehen.
Dabei wird häufig vergessen, dass auch im Ersten Weltkrieg deutsche Soldaten weite Teile Osteuropas besetzten. Ab 1915 waren dies polnische Gebiete und vor allem Territorien der heutigen baltischen Staaten, Weißrusslands und der Ukraine, welche zum damaligen zaristischen Russland gehörten. Die militärischen Erfolge hatten eine Besatzung durch deutsche Truppen zur Folge, welche die dort eingesetzten Soldaten prägte und entscheidend zum Bild der Osteuropäer im Deutschen Reich beitrug.
Im Gegensatz zu den deutschen Landsern, die einen starren Stellungskrieg an der Westfront erlebten, hatten die Frontkämpfer im Osten andere Geschehnisse zu verarbeiten. Der an der Ostfront geführte Bewegungskrieg führte dazu, dass riesige Territorien besetzt werden mussten. An der Front oder auch in den besetzten Gebieten im Hinterland der Hauptkampflinie, waren die deutschen Truppen mit ihnen unbekannten Gegenden, weiten, endlos erscheinenden Landschaften und fremden Völkerschaften mit unterschiedlichsten Kulturen konfrontiert. Allerdings gab es auch eine Minderheit von etwa 113.000 Baltendeutschen. Die Kultur, Lebensweise und auch die deutsche Sprache dieser Deutschbalten waren keineswegs fremd für die deutschen Soldaten. Vor dem Krieg hatten nur wenige Deutsche direkte Erfahrungen mit ihrem unmittelbaren östlichen Nachbarn gesammelt. Der Osten war in keinster Weise mit industrialisierten und modernen Ländern, wie Belgien oder Frankreich zu vergleichen. Die dortige Situation glich einem ungeordneten und primitiven Chaos, als welches es Liulevicius bezeichnet. Deutsche Ordnung, Disziplin und Arbeit sollten auf das Land, samt ihrer Bewohner übertragen werden.
I. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der deutschen Besatzung in „Ober Ost“ ein und erläutert den aktuellen Forschungsstand sowie die Relevanz der Untersuchung.
II. Kriegsverlauf an der Ostfront: Dieses Kapitel beschreibt chronologisch die militärischen Ereignisse und die Ausgangslage an der Ostfront, die zur Bildung des Verwaltungsgebietes führten.
III. Die deutschen Kriegsziele im Baltikum: Hier werden die politischen und militärischen Ambitionen des Deutschen Reiches im Osten analysiert, ergänzt durch die Sonderrolle der Friedensverhandlungen von Brest-Litowsk.
IV. Das Land des „Oberbefehlshabers Ost“: Dieser Abschnitt ordnet das besetzte Gebiet geographisch ein und gibt allgemeine Daten zur Verwaltungseinheit „Ober Ost“ an.
V. Besatzung: Das Kapitel definiert den Begriff der Besatzung und untersucht die spezifische deutsche Besatzungspolitik, inklusive Infrastruktur- und Kulturmaßnahmen sowie den Alltag in „Ober Ost“.
VI. Die Zukunft der baltischen Gebiete: Hier werden die Überlegungen zur politischen Zukunft der besetzten Gebiete und die Entwicklungen gegen Kriegsende diskutiert.
VII. Schlussfolgerungen: Dieses Kapitel fasst die Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Auswirkungen der Besatzungsherrschaft.
VIII. Ausblick: Der Ausblick schlägt eine Brücke zur deutschen Besatzung im Osten während des Zweiten Weltkrieges und reflektiert die historischen Zusammenhänge.
Ober Ost, Erster Weltkrieg, deutsche Besatzung, Baltikum, Militärverwaltung, Kriegsziele, Kulturmission, Ostfront, Ludendorff, Brest-Litowsk, Deutschbalten, Verkehrspolitik, Kulturprogramm, Randstaaten, Unabhängigkeit.
Die Arbeit befasst sich mit der deutschen Militärbesatzung im sogenannten Gebiet „Ober Ost“ während des Ersten Weltkrieges und deren Auswirkungen auf die Region und das Selbstverständnis der deutschen Besatzer.
Die zentralen Schwerpunkte sind die Entwicklung der deutschen Kriegsziele im Osten, die Etablierung des Militärstaates „Ober Ost“ sowie die Umsetzung deutscher Kultur- und Infrastrukturprogramme.
Ziel ist es, die wenig erforschte Besatzungszeit im Ersten Weltkrieg im Osten zu beleuchten und aufzuzeigen, wie das deutsche Verständnis von Ordnung und Kultur auf die besetzten Gebiete projiziert wurde.
Die Arbeit basiert auf einer historischen Quellenanalyse, die zeitgenössische Dokumente, Denkschriften, Kriegserinnerungen und neuere historiographische Fachliteratur auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die militärische Ausgangslage, die Analyse der Kriegsziele, die Beschreibung der Verwaltungsstruktur „Ober Ost“ sowie die konkrete Besatzungspolitik und den Alltag in den Gebieten.
Zu den prägenden Begriffen gehören Ober Ost, Militärverwaltung, deutsche Kriegsziele, Baltikum, Kulturmission und der Erste Weltkrieg.
Erich Ludendorff war maßgeblich an der Errichtung und Gestaltung des Verwaltungsgebietes „Ober Ost“ beteiligt und trieb das deutsche Ordnungskonzept sowie die Kulturarbeit in den besetzten Gebieten voran.
Während die deutsche Führung ihre Politik als „Kulturmission“ und „Kultivierung“ darstellte, stießen die damit verbundenen Zwangsmittel, wie Arbeitspflicht und Requisitionen, auf Ablehnung und förderten den Widerstand sowie das nationale Identitätsbewusstsein der Einheimischen.
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