Bachelorarbeit, 2013
47 Seiten, Note: 2,0
1. Fragestellung
2. Thematischer Fokus und Vorgehen in dieser Arbeit
3. Entscheidende Wendepunkte in der Unternehmensgeschichte
3.1 Entscheidung für München als Hauptsitz des Unternehmens in den fünfziger Jahren
3.2 Entscheidung für den Verbleib des Hauptsitzes in München in den neunziger Jahren
4. Entwicklung ausgewählter Standorte von 1945-2012
4.1 Entwicklung des Standortes in Perlach
4.2 Entwicklung des Standortes in Giesing
4.3 Entwicklung des Standortes in Obersendling
4.4 Entwicklung des Standortes am Wittelsbacherplatz/Oskar-von-Miller-Ring
5. Überprüfung der aufgestellten Thesen
5.1 Stadtbild
5.2 Wirtschaftskraft
5.3 Arbeitsmarkt
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Standortentscheidungen und der Standortentwicklung der Firma Siemens auf die Stadt München unter Berücksichtigung städtebaulicher, wirtschaftlicher und arbeitsmarktpolitischer Faktoren.
4.3 Entwicklung des Standortes in Obersendling
Der Standort in Obersendling entwickelte sich aus einer bereits bestehenden Fabrik in der Hofmannstraße 51 heraus. Wie bereits oben erwähnt, übernimmt Siemens & Halske die Vereinigten Bayerischen Telefonwerke AG (vormals Isaria Zählerwerke AG) im Jahr 1928 und stellte die Produktion von elektrischen Zählern auf Telefonapparate um. „Die Fläche des Fabrikgeländes betrug zirka 2.000 qm, und 1.200 Arbeiter beschäftigten sich mit der Herstellung der Telefonapparate. Die Zahl der Arbeiter nahm 1932 bis auf 400 ab, stieg jedoch schon im Jahr 1936 wieder auf bis zu 2.000 an, während des Zweiten Weltkriegs sogar bis auf zirka 2.300.“42 Im Jahr 1962 beträgt die Zahl der Angestellten bereits 12.70043, später sogar über 20.00044.
Im Jahr 1954 wird ein Wettbewerb ausgeschrieben, der zum Ziel hatte, auf dem Sendlinger Oberfeld vor München eine Werkssiedlung für die Arbeiter und deren Familien zu bauen. Der Bau erfolgt zum einen aufgrund der um sich greifenden Wohnungsnot, gleichzeitig macht er natürlich die Arbeitsplätze der Firma Siemens attraktiver. Die untenstehende Grafik (Ab- Nr. 7) zeigt den Wettbewerbsentwurf von Emil Freymuth, BDA, München, der schließlich den Zuschlag erhielt.
1. Fragestellung: Einführung in die Motivation der Arbeit und Skizzierung der Fragestellung bezüglich des Einflusses von Siemens auf die Stadt München.
2. Thematischer Fokus und Vorgehen in dieser Arbeit: Beschreibung des zeitlichen Rahmens ab 1945 sowie des Fokus auf die Konzernzentrale und die Standortentwicklung seit den 1990er Jahren.
3. Entscheidende Wendepunkte in der Unternehmensgeschichte: Analyse der historischen Gründe für die Ansiedlung und den Verbleib der Konzernzentrale in München nach 1945 und in den 1990er Jahren.
4. Entwicklung ausgewählter Standorte von 1945-2012: Detaillierte Betrachtung der räumlichen Entwicklung spezifischer Standorte wie Perlach, Giesing, Obersendling sowie der Konzernzentrale.
5. Überprüfung der aufgestellten Thesen: Abschließende Zusammenfassung der Auswirkungen auf das Stadtbild, die Wirtschaftskraft und den Arbeitsmarkt in München.
Siemens AG, Standortentwicklung, München, Konzernzentrale, Stadtplanung, Industriegeschichte, Obersendling, Wirtschaftskraft, Arbeitsmarkt, Globalisierung, Strukturwandel, Architektur, Stadtbild, Forschungsstandort, Unternehmensgeschichte
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Standortentscheidungen und der langfristigen Standortentwicklung der Siemens AG auf die Stadt München.
Zentrale Themen sind die historische Standortwahl, die architektonische Entwicklung bedeutender Areale, der wirtschaftliche Beitrag des Konzerns und der Einfluss auf den Münchner Arbeitsmarkt.
Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie Siemens als einzelner Akteur das Stadtbild, die wirtschaftliche Positionierung und das Selbstverständnis Münchens geprägt hat.
Es wird eine historisch-geographische Analyse durchgeführt, die Unternehmensgeschichte, städtebauliche Dokumentationen und literaturbasierte Untersuchungen miteinander verknüpft.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der historischen Entwicklung spezifischer Siemens-Standorte sowie der zentralen Entscheidung für München als Hauptsitz in verschiedenen Dekaden.
Schlüsselwörter sind unter anderem Siemens AG, Standortentwicklung, München, Konzernzentrale, Stadtplanung, Wirtschaftskraft und Arbeitsmarkt.
Siemens wandelte sich vom Fabrikarbeitgeber hin zu einem hochspezialisierten Innovationsstandort, wobei der Bedarf an gering qualifizierten Kräften durch Globalisierungseffekte abnahm.
Es ist ein aktuelles Beispiel für die städtebauliche Neuinterpretation einer Konzernzentrale, die versucht, sich für die Öffentlichkeit zu öffnen und gleichzeitig historische Ensembles zu wahren.
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