Bachelorarbeit, 2012
65 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1. Zusammenfassung des Jahresberichtes Fußball 2010/11 (ZIS)
2. Zielgruppen sozialpädagogischer Fanarbeit
2.1 Der normale Fan/ Normalo
2.2. Die Kuttenfans
2.3. Hooligans
2.3.1. Hooligans-Ursprünge und Begriffsdefinition
2.3.2. Hooligans in Deutschland-Zahlen und Fakten
2.3.3. Hooliganismus-Eine neue Gewaltkultur erreicht die deutschen und europäischen Stadien
2.4. Die Ultras
2.4.1. Anfänge der Ultrakultur in Deutschland
2.4.2. Ultras in Deutschland- Gruppengrößen und Organisationsstrukturen
2.4.3. Ultras-Ideologien, Werte und Feindbilder
2.4.4. Ultras-Politik und Symbole
3. Jugendliche Fußballfans als Subkultur
4. Sozialpädagogische Fanprojektarbeit im deutschen Fußball
4.1. Fanprojekte-Begriffsdefinition
4.2. Die Entstehungsgeschichte der deutschen Fanprojekte
4.3. Die Entwicklungsgeschichte des NKSS als konzeptionelle Grundlage Sozialpädagogischer Fanarbeit in Deutschland
4.4. Fanprojektarbeit in Deutschland- Zielsetzungen, Aufgaben und Tätigkeitsbereiche
4.5. Fanprojektarbeit in Deutschland- Rechtliche, personelle, materielle und finanzielle Rahmenbedingungen
4.5.1. Rechtliche Grundlagen
4.5.2. Personelle Rahmenbedingungen
4.5.3. Materielle Rahmenbedingungen
4.5.4. Finanzielle Rahmenbedingungen
5. 20 Jahre Fanprojektarbeit in Deutschland-Eine Bilanz
6. Fanprojektarbeit in Deutschland- Fazit und Perspektive
Diese Bachelorarbeit untersucht die sozialpädagogische Fanprojektarbeit im deutschen Fußball, um ein tieferes Verständnis für die Arbeitsweise, Zielgruppen und Rahmenbedingungen dieser Projekte zu erlangen, insbesondere im Kontext von Gewaltprävention und der Arbeit mit unterschiedlichen Fankategorien.
2.4.1. Anfänge der Ultrakultur in Deutschland
Wie einleitend beschrieben, gelangte die Ultrakultur Mitte der 1990er Jahre nach Deutschland. Grundlage für die Entstehung dieser neuartigen Fanszene war eine allgemeine Krise der Fankultur in Deutschland. Aufgrund der fortschreitenden Kommerzialisierung des Fußballs, höherer Eintrittspreise sowie daraus resultierender Veränderungen in der Besucherstruktur („Entproletarisierung“) (ebd., S.54) verschlechterte sich die Atmosphäre in den deutschen Fußballstadien. Ähnlich verlief die Entwicklung in England, dem bis dahin prägenden Vorbild in Sachen Fankultur und Support. Infolgedessen suchten sich die aufgrund dieser Entwicklung unzufriedenen Fans neue Inspirationsquellen und fanden diese in Italien und der dort ansässigen Ultrakultur.
Laut Gabler war die damalige Fokussierung auf Italien zudem auf die dort ausgetragene Weltmeisterschaft im Jahr 1990 sowie die TV-Übertragung der italienischen Liga zurückzuführen. Überdies dürfte die inhaltliche Übereinstimmung beider Fanszenen in kritischen fanpolitischen Themen wie der unerwünschten Kommerzialisierung des Fußballs sowie der unzureichenden Berücksichtigung der Bedürfnisse der Fans entscheidend zur Vorbildfunktion der italienischen Ultras beigetragen haben. Aus diesen Gründen wurden in den 1990er Jahren immer mehr Gruppierungen in Deutschland gegründet, welche sich in ihrer Organisation sowie ihrem Stil des Supports (Bengalische Feuer, Rauchbomben, Choreographien) verstärkt an ebendiesen italienischen Ultras orientierten, jedoch zunächst von den Beteiligten nicht immer explizit als Ultragruppen deklariert wurden.
1. Zusammenfassung des Jahresberichtes Fußball 2010/11 (ZIS): Dieser Abschnitt liefert eine komprimierte Datenanalyse zur Fan-Gewaltproblematik in Deutschland auf Basis offizieller Polizeistatistiken.
2. Zielgruppen sozialpädagogischer Fanarbeit: Hier werden die verschiedenen Fankategorien, ihre Merkmale und ihre historische Entwicklung detailliert analysiert.
3. Jugendliche Fußballfans als Subkultur: Dieses Kapitel ordnet Fußballfans in soziologische Subkulturmodelle ein und diskutiert gruppendynamische Prozesse.
4. Sozialpädagogische Fanprojektarbeit im deutschen Fußball: Dieser Teil beschreibt Konzepte, Geschichte und Rahmenbedingungen der deutschen Fanprojekte sowie das NKSS.
5. 20 Jahre Fanprojektarbeit in Deutschland- Eine Bilanz: Hier wird die Wirksamkeit der Fanprojekte kritisch reflektiert und das Zusammenwirken von Prävention und Repression bewertet.
6. Fanprojektarbeit in Deutschland- Fazit und Perspektive: Das abschließende Kapitel fasst die wissenschaftlichen Diskurse zusammen und formuliert eine persönliche Einschätzung zur Zukunft der Fanarbeit.
Fanarbeit, Fanprojekt, Fußball, Ultras, Hooligans, Kuttenfans, Gewaltprävention, NKSS, Subkultur, Soziale Arbeit, Stadion, Fankultur, Nationales Konzept Sport und Sicherheit, Jugendarbeit, Fan-Rollen.
Die Arbeit analysiert die Strukturen, Zielgruppen und Konzepte der sozialpädagogischen Fanarbeit in deutschen Fußballstadien.
Zu den Schwerpunkten gehören die Differenzierung der Fankulturen, die Entstehung der Fanprojekte sowie deren Einbettung in das Nationale Konzept Sport und Sicherheit (NKSS).
Das Ziel ist es, die pädagogische Methodik der Fanprojektarbeit nachvollziehbar zu machen und deren Wirksamkeit bei der Gewaltprävention kritisch zu beleuchten.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Analyse der einschlägigen Fachliteratur, aktueller Berichte (wie dem ZIS-Jahresbericht) und der Auswertung konzeptioneller Grundlagen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Charakterisierung der Fan-Typen (vom Normalo bis zum Ultra) sowie eine ausführliche Darstellung der professionellen Fanprojektarbeit.
Wichtige Schlagworte sind Fanprojekt, Gewaltprävention, Fankultur, Sozialarbeit, Ultras und Hooligans.
Während bei Hooligans Gewalt oft Selbstzweck ist und als Droge bzw. Machtinstrument dient, ist Gewalt bei Ultras häufig reaktiv, instrumentell zur Revierverteidigung oder als Protest gegen staatliche Repression zu verstehen.
Die Polizei fungiert für viele Fans (insbesondere Ultras) als zentrales Feindbild. Dies erschwert die sozialpädagogische Arbeit, da Mediation und der Dialog zwischen den Parteien für die Fanprojekte eine wesentliche, aber schwierige Aufgabe darstellen.
Das NKSS dient als konzeptionelle und finanzielle Grundlage der Fanarbeit in Deutschland und etablierte die gleichberechtigte Säule der sozialpädagogischen Prävention neben ordnungspolitischen Maßnahmen.
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