Diplomarbeit, 2012
51 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Grundlagen zur Zeitarbeit
2.1. Abgrenzung Normalarbeitsverhältnis und atypische Beschäftigung
2.2. Begriffsdefinition der Zeitarbeit
2.3. Zeitarbeit als Dreiecksverhältnis
2.4. Wichtige gesetzliche Grundlage der Zeitarbeit
3. Skizzierung des Marktes der Zeitarbeit in Deutschland
3.1. Kurzabriss der Entwicklung der Zeitarbeit in Deutschland
3.2. Wesentliche Einsatzbereiche der Zeitarbeit
4. Wichtige Aspekte der Zeitarbeit aus der Arbeitsnehmerperspektive
4.1. Beweggründe für eine Arbeitsaufnahme als Zeitarbeitnehmer
4.2. Tarifvertraglichen Regelungen und deren Einfluss auf das Gleichbehandlungsprinzip
4.3. Arbeitspsychologische Betrachtung der Zeitarbeit
4.3.1. Unsicherheit in der Zeitarbeit
4.3.2. Stress in der Relation zur regulären Beschäftigung
4.3.3.Commitment bei Stamm- und Zeitarbeitnehmern gegenüber den Einsatzunternehmen
4.4. Arbeitsmarktintegration durch Zeitarbeit
4.4.1. Klebeeffekt
4.4.2. Integration von Langzeitarbeitslosen
4.5. Kompetenzentwicklung im Zuge des Einsatzes von Zeitarbeit
4.5.1. Weiterbildungspotenziale der Zeitarbeit
4.5.2. Entwicklung der Metakompetenzen bei Zeitarbeitnehmern
4.5.3. Weiterbildung am Beispiel der Randstad Akademie
4.6. Entlohnungsniveau der Zeitarbeitnehmer im Vergleich zu regulär Beschäftigten
5. Wesentliche Aspekte der Zeitarbeit aus Unternehmenssicht
5.1. Wesentliche Motive der Unternehmen für den Einsatz von Zeitarbeit
5.2. Kostenvergleich eines Normalarbeitsverhältnisses mit einem Zeitarbeitsverhältnis
5.2.1. Vergleich der direkten Personalkosten
5.2.2. Vergleich der indirekten Personalkosten
5.2.3. Gesamtkostenvergleich der Beschäftigungsformen
5.3. Aspekt der Flexibilität
5.4. Wirkung des Einsatzes von Zeitarbeit auf den Unternehmenserfolg
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Chancen und Grenzen der Zeitarbeit sowohl für Arbeitnehmer als auch für Unternehmen, um durch eine differenzierte Bewertung mehr Transparenz in die kontroversen Diskussionen zu diesem Thema zu bringen.
4.3.1. Unsicherheit in der Zeitarbeit
Nach Bornewasser (2010) wirken verschiedene Aspekte, die die Entstehung von Unsicherheit bei Zeitarbeitnehmer entscheidend beeinflussen. Ein Aspekt stellt dabei das Normalarbeitsverhältnis dar, das Verhältnisse schuf, die sich durch weitgehende Klar- und Dauerhaftigkeit auszeichnen und eine berechenbare Erwartungshaltung ermöglichen. Bei der Praktizierung der Leiharbeit, wird dieser Zustand allerdings z.B. aufgrund meist zahlreicher Wechsel, die das Gefühl beim Zeitarbeitnehmer entstehen lassen können, dass dieser austauschbar ist, nicht erreicht.
Eine meist recht kurze Überlassungsdauer der Zeitarbeitnehmer in den Einsatzunternehmen, die häufig für den Arbeitnehmer mit unklaren Wechselbedingungen und Anforderungen einhergeht sowie die recht hohe Abhängigkeit vom Zeitarbeitsunternehmen sind u.a. weitere Aspekte, die eine Distanz zum Normalarbeitsverhältnis schaffen. Dies begünstigt beim Leiharbeiter die Entstehung einer dauerhaften Angst hinsichtlich des Eintrittes einer möglichen Arbeitslosigkeit.
Ein zusätzlicher Aspekt, der weitere Unsicherheit beim Zeitarbeitnehmer fördert, stellt u.a. die teils nicht klar definierte Struktur der Zuständigkeiten innerhalb des Konstrukts der Zeitarbeit dar. In der Praxis kommt es daher häufig vor, dass sich das Zeitarbeitsunternehmen und das Einsatzunternehmen gegenseitig Zuständigkeiten zuschieben oder diese abweisen und damit dem einzelnen Zeitarbeitnehmer nicht gerecht werden.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Strukturwandels und die zunehmende Bedeutung sowie die kontroverse Wahrnehmung der Zeitarbeit in Deutschland ein.
2. Grundlagen zur Zeitarbeit: In diesem Kapitel werden das Normalarbeitsverhältnis abgegrenzt, der Begriff Zeitarbeit definiert, das Dreiecksverhältnis erläutert und die gesetzlichen Grundlagen dargestellt.
3. Skizzierung des Marktes der Zeitarbeit in Deutschland: Hier wird die historische Entwicklung der Zeitarbeit in Deutschland nachgezeichnet und die wesentlichen Einsatzbereiche der Branche aufgezeigt.
4. Wichtige Aspekte der Zeitarbeit aus der Arbeitsnehmerperspektive: Dieses Kapitel beleuchtet die Motive, arbeitspsychologische Aspekte, Möglichkeiten der Arbeitsmarktintegration, Kompetenzentwicklungen sowie das Entlohnungsniveau aus Sicht der Arbeitnehmer.
5. Wesentliche Aspekte der Zeitarbeit aus Unternehmenssicht: Hier stehen die Motive der Unternehmen, ein detaillierter Kostenvergleich, Aspekte der Flexibilität sowie die Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg im Fokus.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse hinsichtlich der Chancen und Grenzen für Arbeitnehmer und Unternehmen zusammen.
Zeitarbeit, Arbeitnehmerüberlassung, Normalarbeitsverhältnis, Dreiecksverhältnis, Klebeeffekt, Arbeitsmarktintegration, Langzeitarbeitslose, Kompetenzentwicklung, Metakompetenzen, Randstad Akademie, Entlohnungsniveau, Flexibilität, Personalflexibilisierung, Commitment, Unsicherheit.
Die Diplomarbeit befasst sich mit einer kritischen Bewertung der Zeitarbeit in Deutschland unter Berücksichtigung sowohl der Arbeitnehmer- als auch der Unternehmensperspektive.
Die zentralen Themen sind die Entwicklung des Zeitarbeitsmarktes, die rechtlichen Grundlagen, die psychologischen und sozialen Folgen für Arbeitnehmer sowie die strategischen Motive und Kostenaspekte für Unternehmen.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, welche Chancen und Grenzen sich durch die Zeitarbeit für Arbeitnehmer und Unternehmen ergeben, um mehr Transparenz in die kontroversen Debatten zu schaffen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, der Auswertung statistischer Berichte (z.B. der Bundesagentur für Arbeit) sowie der Betrachtung empirischer Studien und Forschungsergebnisse.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen und die Marktentwicklung dargestellt, bevor detailliert auf die Perspektiven der Arbeitnehmer (u.a. Belastung, Weiterbildung) und der Unternehmen (u.a. Kostenvergleich, Flexibilität) eingegangen wird.
Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Zeitarbeit, Arbeitnehmerüberlassung, Klebeeffekt, Flexibilität, Personalflexibilisierung, Commitment und Kompetenzentwicklung.
Das Dreiecksverhältnis ist das konstituierende Merkmal der Zeitarbeit, bei dem zwischen Zeitarbeitsunternehmen, Zeitarbeitnehmer und Kundenunternehmen vertragliche Beziehungen bestehen, die spezifische Rechte und Pflichten regeln.
Die Arbeit führt die Randstad Akademie als Beispiel für Weiterbildungsmöglichkeiten in der Zeitarbeit an, wobei die drei Säulen Qualifizierungsmaßnahmen, E-Learning und Lernen im Job zur Steigerung der Qualifikation hervorgehoben werden.
Die Arbeit verdeutlicht, dass der oft betonte Kostenvorteil der Zeitarbeit nur begrenzt existiert, besonders wenn man die indirekten Kosten betrachtet und befristete Beschäftigungsalternativen in die Gesamtkostenrechnung einbezieht.
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