Masterarbeit, 2012
76 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
2. Begriffe und theoretische Grundlagen
2.1. Besonderheiten von Wachstumsunternehmen
2.1.1. Wirtschaftliche und rechtliche Existenz
2.1.2. Flexibilität und Dynamik
2.1.3. Überproportionales Wachstum
2.1.4. Erhöhtes Risiko
2.2. Realoptionsansatz
2.2.1. Realoptionen
2.2.2. Vergleich von Finanz- und Realoptionen
2.2.3. Bewertung von Realoptionen
3. Modell von Schwartz und Moon
3.1. Unternehmensbewertung durch Realoptionen
3.2. Monte-Carlo-Simulation
3.3. Freie Cash-Flows
3.4. Umsatzentwicklung
3.5. Wachstumsrate der Umsatzentwicklung
3.6. Kostenentwicklung
3.7. Investitionsausgaben und Abschreibungen
3.8. Unternehmenssteuern
3.9. Ausschüttungspolitik
3.10. Insolvenz
3.11. Residualwert
3.12. Ermittlung des Aktienwertes
3.13. Risikoberücksichtigung im Modell
3.13.1. Risikoäquivalenz
3.13.2. Risikoneutrales Wahrscheinlichkeitsmaß
3.13.3. Intertemporal Capital Asset Pricing Model
3.14. Überführung in ein zeitdiskretes Modell
4. Bewertung der Tomorrow Focus AG nach Schwartz/Moon
4.1. Überblick über die Tomorrow Focus AG
4.1.1. Unternehmensstruktur und Geschäftsbereiche
4.1.2. Unternehmensentwicklung und Prognosen
4.2. Bewertung der Tomorrow Focus AG
4.2.1. Annahmen der Modellparameter
4.2.2. Unternehmenswert
4.3. Zusammenfassende Beurteilung des Schwartz/Moon-Modells
5. Fazit
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Eignung des Schwartz/Moon-Modells zur Bewertung von Wachstumsunternehmen zu analysieren, da klassische Verfahren diese Unternehmen aufgrund ihrer hohen Dynamik und Unsicherheit häufig unterbewerten. Es wird untersucht, wie Handlungsspielräume als Realoptionen wertsteigernd in das Modell integriert werden können und ob das Modell eine präzisere Wertermittlung ermöglicht.
3.2. Monte-Carlo-Simulation
„Bei der Monte-Carlo-Methode handelt es sich um ein numerisches Verfahren, bei dem zuerst ein einem gegebenen Problem angepasstes stochastisches Modell aufgestellt wird und dann die entsprechenden Zufallsgrößen mit Hilfe von Zufallszahlen simuliert werden.“
Durch die Simulation von generierten Zufallszahlen können Rückschlüsse auf das Eintreten bestimmter Ereignisse in unterschiedlichen Umweltsituationen gezogen werden. Dies kann besonders bei komplexen Zusammenhängen der Fall sein, für die auf dem analytischen Wege keine Lösung gefunden werden kann. Die Monte-Carlo-Simulation bedient sich der Grundidee, dass die Rückschlüsse umso sicherer sind, je mehr Beobachtungen zur Verfügung stehen. Die Bestimmung eines Unternehmenswertes mithilfe der Monte-Carlo-Simulation sieht folgendermaßen aus:
Für die Wertbestimmung werden zunächst die unsicheren Variablen bzw. Werttreiber der Option bestimmt. Darauf aufbauend werden für diese durch Wahrscheinlichkeitsverteilungen die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten unter Zuhilfenahme von theoretischen Annahmen oder empirischen Schätzungen spezifiziert. Basierend auf den Daten werden Entwicklungspfade des zukünftigen Cash-Flows durch Simulationen approximiert. Für jeden definierten Einflussparameter werden dabei, durch die festgelegten Wahrscheinlichkeitsverteilungen, die resultierenden Kombinationen an Cash-Flows ermittelt und daraus der Kapitalwert bestimmt. Durch eine genügend hohe Anzahl an Simulationsdurchläufen entsteht eine Häufigkeitsverteilung der simulierten Ergebnisse, die wiederum Rückschlüsse auf deren Wahrscheinlichkeitsverteilung liefern. Somit wird nicht ein Ergebnis geliefert, sondern ein Wahrscheinlichkeitsraum, wie in Abbildung 7 dargestellt.
1. Einführung: Vorstellung der Relevanz der Unternehmensbewertung und der Defizite klassischer Verfahren bei Wachstumsunternehmen.
2. Begriffe und theoretische Grundlagen: Definition von Wachstumsunternehmen und Einführung des Realoptionsansatzes als alternative Bewertungsmethode.
3. Modell von Schwartz und Moon: Detaillierte Darstellung des mathematischen Modells zur Bewertung von Wachstumsunternehmen mittels stochastischer Prozesse und Monte-Carlo-Simulation.
4. Bewertung der Tomorrow Focus AG nach Schwartz/Moon: Anwendung des theoretischen Modells auf ein konkretes Praxisbeispiel inklusive Sensitivitätsanalyse.
5. Fazit: Zusammenfassende Beurteilung des Modells hinsichtlich seiner Anwendbarkeit, Stärken und Schwächen in der Unternehmenspraxis.
Unternehmensbewertung, Wachstumsunternehmen, Realoptionen, Schwartz/Moon-Modell, Monte-Carlo-Simulation, Cash-Flow, Umsatzentwicklung, Risikoneutrale Bewertung, Volatilität, Aktienwert, Finanzoptionen, Unternehmensdynamik, Prognose, Innovationsfähigkeit, Mittelwertkonvergenz.
Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, Wachstumsunternehmen sachgerecht zu bewerten, da klassische Verfahren deren spezifische Merkmale wie hohe Dynamik und Unsicherheit oft nur unzureichend erfassen.
Zentral sind die Abgrenzung von Wachstumsunternehmen, der Realoptionsansatz, stochastische Modellierungen (Schwartz/Moon-Modell) sowie die praktische Anwendung dieser komplexen Verfahren auf ein börsennotiertes Unternehmen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Wachstumsunternehmen Optionscharakteristika besitzen und durch das Schwartz/Moon-Modell eine holistischere Bewertung möglich ist, die Handlungsspielräume des Managements als Chancen interpretiert.
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen, stochastische Modellierung, mathematische Differentialgleichungen und eine Monte-Carlo-Simulation für die Bewertung.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Schwartz/Moon-Modells (Kapitel 3) und die praktische Durchführung der Bewertung der Tomorrow Focus AG (Kapitel 4).
Wichtige Begriffe sind Unternehmensbewertung, Realoptionen, Schwartz/Moon-Modell, Monte-Carlo-Simulation und Wachstumsunternehmen.
Während klassische DCF-Verfahren meist auf einem einzigen Szenario basieren, generiert das Schwartz/Moon-Modell durch Monte-Carlo-Simulationen einen Wahrscheinlichkeitsraum an Unternehmenswerten, wodurch die Unsicherheit besser abgebildet wird.
Das Unternehmen weist eine hohe Dynamik auf, eine signifikante Umsatzentwicklung, hohen Innovationsgrad in der Internetbranche und strategische Neuausrichtungen („Aggressives Wachstum“), die typisch für diese Phase sind.
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