Examensarbeit, 1996
131 Seiten, Note: 1,3
I.EINLEITUNG
II.HAUPTTEIL
1) Der Teufelsmythos der französischen Romantik
a) Gesellschaftliche, kulturelle und literarische Entwicklungen in der Romantik
b) Der Teufelsmythos der französischen Romantik
2) Interpretative Analyse von Eloa und Vignys Teufelskonzeption
III.SCHLUSS
Die vorliegende Arbeit untersucht den Teufelsmythos in der französischen Romantik mit einem besonderen Fokus auf Alfred de Vignys Gedicht Eloa ou la soeur des anges, um die kulturellen Hintergründe und die spezifische Teufelskonzeption des Autors innerhalb des romantischen Zeitgeists zu ergründen.
b) Der Teufelsmythos der französischen Romantik
Mit der Welle des roman noir (Ende 18.Jh.) gelangten die ersten romanesken Teufelsfiguren aus England nach Frankreich, hier vor allem The Monk von Lewis, bei dem ein Satan von außergewöhnlicher Schönheit auftritt, sowie Melmoth von Maturin, bei dem es zu einer Begegnung des Bösen und der Unschuld kommt und ein erster Schritt zur Erlösung Satans angedeutet, jedoch nicht getan wird.
"L'heure de l'optimisme romantique et des fins de Satan n'a pas encore sonné."
Doch können die französischen Romantiker auch auf ihre heimische Literatur zurückgreifen: Cazottes Diable amoureux (1772) kann als erster französischer Vorläufer der romantischen Teufelsfigur angesehen werden. Obgleich hier der Teufel noch in seiner archetypischen, mittelalterlichen Gestalt auftritt, werden hier die Beziehungen zwischen dem Menschen und den Kräften der Finsternis auf neuartige Weise dargestellt.
Chateaubriand hat in seinem Génie du christianisme nicht nur betont,daß der christliche Satan eine ungleich poetischere Gestalt sei als alle heidnischen Götter, v.a. entdeckt er den Romantikern das Werk, dessen Konzeption des gefallenen Engels die Ikonographie des Teufels in Literatur und Kunst revolutionierte: Miltons Paradise lost.
I.EINLEITUNG: Einführung in das Thema des Satanismus in der französischen Literatur und die Faszination der Schriftsteller für die Teufelsfigur.
II.HAUPTTEIL: Umfassende Untersuchung der gesellschaftlichen und philosophischen Rahmenbedingungen des Teufelsmythos in der Romantik sowie eine detaillierte Analyse von Vignys Gedicht Eloa.
1) Der Teufelsmythos der französischen Romantik: Analyse der historischen und kulturellen Entwicklung des Teufelsbildes von der Aufklärung bis zur Romantik.
a) Gesellschaftliche, kulturelle und literarische Entwicklungen in der Romantik: Untersuchung des geschichtlichen Erbes der romantischen Generation und deren Revolte gegen die bestehende Ordnung.
b) Der Teufelsmythos der französischen Romantik: Betrachtung der literarischen Einflüsse und der Wandel der Teufelsdarstellung als Spiegelbild des Zeitgeistes.
2) Interpretative Analyse von Eloa und Vignys Teufelskonzeption: Tiefgehende Interpretation des Gedichts Eloa unter Berücksichtigung der individuellen poetischen Handschrift Vignys.
III.SCHLUSS: Zusammenfassender Ausblick auf die literarische Bedeutung der Teufelsdarstellungen in der Romantik und das Thema der Erlösung.
Französische Romantik, Teufelsmythos, Alfred de Vigny, Eloa, Satan, Satanismus, Melancholie, Revolution, Teufelsdarstellung, Literaturgeschichte, Gott, Böses, Erlösung, Subjektivität, Teufelskonzeption
Die Arbeit befasst sich mit der literarischen Darstellung des Teufels in der französischen Romantik, wobei ein besonderer Fokus auf dem Gedicht Eloa ou la soeur des anges von Alfred de Vigny liegt.
Zu den Schwerpunkten gehören das Bild des gefallenen Engels, die Auswirkungen der gesellschaftlichen Umbrüche des 19. Jahrhunderts auf die Literatur sowie die Metaphysik des Bösen und die Idee der Erlösung des Teufels.
Das Ziel ist es, Vignys spezifische Teufelskonzeption zu erarbeiten und zu zeigen, wie der Teufel als Symbol für den Zeitgeist und als Personifikation romantischer Sehnsüchte fungiert.
Die Autorin kombiniert literaturhistorische Analysen mit interpretativen Textanalysen, um die motivgeschichtlichen Entwicklungen und die symbolische Bedeutung des Teufels zu entschlüsseln.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des allgemeinen Teufelsmythos der französischen Romantik und eine detaillierte, strophenweise Analyse des Werkes Eloa.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Romantik, Satan, Erlösung, Teufelskonzeption, Subjektivität und die literarische Auseinandersetzung mit religiösen Traditionen.
Das Spiegelmotiv dient als zentrales Element der Verführung und Selbsterkenntnis, bei dem sich Eloa und Luzifer in einem "obscur miroir" begegnen, was die Verschmelzung von Gut und Böse symbolisiert.
Vigny wird so genannt, weil er im Vergleich zu anderen Zeitgenossen wie Victor Hugo an einem eher konventionellen, klassischen Stil festhielt, obwohl seine inhaltlichen Themen und Denkweisen rein romantisch geprägt waren.
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