Diplomarbeit, 2003
52 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung und Gang der Arbeit
2. Aktienoptionspläne
2.1 Zum Begriff des Aktienoptionsplans
2.2 Ausgestaltungsformen von Aktienoptionsplänen
2.2.1 Reale Aktienoptionspläne
2.2.2 Virtuelle Aktienoptionspläne
2.2.3 Sonstige Formen aktienbezogener Vergütung
2.2.3.1 Bonus Stock Award Plans
2.2.3.2 Phantom Stocks
2.3 Bewertung von Aktienoptionen
2.3.1 Der innere Wert einer Option
2.3.2 Der Zeitwert
2.3.3 Kurzer Abriss ausgewählter Optionswertmodelle
2.3.3.1 Das Diffusionsmodell
2.3.3.2 Das Binomialmodell
3. Darstellung des Standardentwurfs
3.1 Geltungsbereich von ED 2
3.2 Bilanzansatz
3.2.1 Reale Aktienoptionspläne
3.2.2 Virtuelle Aktienoptionspläne
3.2.3 Kombinationsformen
3.3 Bewertung
3.3.1 Reale Aktienoptionen
3.3.2 Virtuelle Aktienoptionspläne
3.3.3 Kombinationsformen
3.4 Änderungen der Aktienoptionspläne während der Laufzeit
3.5 Anhangangaben
4. Kritische Betrachtung von ED 2
4.1 Ermittlung des Personalaufwands im Abrechnungszeitraum
4.2 Ansatz- vs. Bewertungsvorschriften
4.3 Höhe des Personalaufwands bei virtuellen Aktienoptionen
4.4 Verrechnung von Arbeitsleistungen bei Planänderungen
5. Fazit und Ausblick
Die Arbeit analysiert kritisch den Standardentwurf des IASB zur Bilanzierung von Aktienoptionsplänen (ED 2 „Share-based Payment“). Ziel ist es, inhaltliche Defizite des Entwurfs aufzuzeigen, da dieser aufgrund der fehlenden Überführung in einen endgültigen Standard zum Zeitpunkt der Arbeit nur theoretisch und anhand von Fallbeispielen gewürdigt werden konnte.
4.1 Ermittlung des Personalaufwands im Abrechnungszeitraum
Wie im vorangegangenen Kapitel 3.3.1 dargestellt, erhält man den zu verrechnenden Personalaufwand in einer Periode, indem man den beizulegenden Zeitwert einer in der Zukunft empfangenen Leistungseinheit im Zeitpunkt der Zusage der Option mit der Anzahl der tatsächlich in der Periode empfangenen Leistungseinheiten multipliziert. Den beizulegenden Zeitwert der künftig erhaltenen Leistungseinheiten wiederum berechnet man durch Division von fair value der Optionen zum grant date durch die Anzahl der zu erwartenden units of service des Leistungszeitraums.
Diese vorgeschlagene Methode erscheint allerdings bezüglich ihrer Plausibilität zweifelhaft, da der fair value der gewährten Aktienoptionen vom Unternehmen durch Schätzungen festzulegen ist. In die Schätzung mit einzubeziehen ist ebenso die erwartete Mitarbeiterfluktuation; d. h., dass ggf. nicht alle Optionen tatsächlich ausgegeben werden. Des Weiteren muss das Unternehmen beurteilen, wie viele Leistungseinheiten es wahrscheinlich von den begünstigten Mitarbeitern während der Sperrfrist empfangen wird.
Also fließen Größen in die Wertermittlung einer Leistungseinheit ein, die ausschließlich auf Schätzungen des Unternehmens beruhen. Damit räumt das IASB dem Unternehmen einen beträchtlichen Entscheidungsspielraum ein, da die Leistungseinheiten lediglich einmalig zum Zeitpunkt der Zusage bewertet werden und keine nachträgliche Korrektur bzw. Anpassung vorgenommen wird. Je nach dem, wie stark das Unternehmen diesen Spielraum ausnutzt, resultieren daraus mehr oder weniger große Schwankungen bezüglich des insgesamt ausgewiesenen Personalaufwands.
1. Einleitung und Gang der Arbeit: Einführung in die Problematik der Bilanzierung von Mitarbeiteraktienoptionen nach IFRS und Zielsetzung der Arbeit.
2. Aktienoptionspläne: Vermittlung der notwendigen theoretischen Grundlagen zu Begriffen, Ausgestaltungsformen und Bewertungsmethoden von Aktienoptionen.
3. Darstellung des Standardentwurfs: Detaillierte Vorstellung der vom IASB im Rahmen von ED 2 veröffentlichten Regelungen zu Geltungsbereich, Bilanzansatz, Bewertung, Planänderungen und Anhangangaben.
4. Kritische Betrachtung von ED 2: Analyse inhaltlicher Inkonsistenzen und Spielräume, insbesondere bei der Aufwandsermittlung und den Ansatzvorschriften.
5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick auf die Konvergenzbestrebungen der Standardsetter.
Aktienoptionspläne, IASB, ED 2, Share-based Payment, Bilanzierung, Personalaufwand, Fair Value, Aktienoptionen, Mitarbeiterbeteiligung, Rechnungslegung, IFRS, Bewertung, Sperrfrist, Virtuelle Aktienoptionen, Mitarbeiterfluktuation
Die Arbeit befasst sich mit der Bilanzierung von Aktienoptionsplänen für Mitarbeiter und Führungskräfte nach dem internationalen Standardentwurf ED 2 „Share-based Payment“ des IASB.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Ausgestaltung von Aktienoptionsplänen, die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften nach ED 2 sowie eine kritische Prüfung der Regelungen durch den Autor.
Das Ziel ist eine kritische Hinterfragung des Diskussionsentwurfs ED 2, um inhaltliche Defizite und Bilanzierungsprobleme sowie die Auswirkungen auf das Periodenergebnis aufzuzeigen.
Da ED 2 zum Zeitpunkt der Arbeit noch nicht als endgültiger Standard vorlag, stützt sich die Analyse primär auf theoretische Überlegungen, die durch praxisnahe Fallbeispiele untermauert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Aktienoptionspläne, eine detaillierte Darstellung der ED 2-Vorschriften und eine kritische Auseinandersetzung mit der Methode zur Personalaufwandsermittlung.
Schlüsselbegriffe sind Aktienoptionspläne, IASB, ED 2, Fair Value, Personalaufwand, Bilanzierung und Mitarbeiterbeteiligung.
Der Autor kritisiert, dass dies den Unternehmen einen beträchtlichen Spielraum bei der Schätzung einräumt, da keine nachträglichen Anpassungen vorgesehen sind, was zu starken Schwankungen im ausgewiesenen Personalaufwand führen kann.
Der Autor zeigt auf, dass das Unternehmen durch die Schätzung der Fluktuation und der erwarteten Leistungseinheiten das Bilanzergebnis aktiv gestalten kann, was dem Grundsatz der fair presentation widersprechen könnte.
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