Bachelorarbeit, 2009
47 Seiten, Note: Sehr gut
1. Einleitung
2. Sexuelle Aufklärung
2.1. Bedeutung von Sexualität und Begriffsdefinitionen
2.2. Sexualerziehung
2.3. Die Inhalte sexueller Aufklärung
3. Das ‚Neue Medium‘ Internet
3.1 Die Internetnutzung von Jugendlichen
3.2 Kultur, Identitätsbildung und Internet
3.3 Die sexuelle Informationssuche im Internet
4. Theoretischer Rahmen
5. Fragestellung, Ziel und Nutzen der Forschung
5.1. Forschungsfrage
5.2. Relevanz
6. Methodisches Vorgehen
6.1. Darstellung und Begründung der Methode
6.2. Kategoriensystem
7. Analyse der Internetseiten
7.1. Privat-kommerzielle Internetseite
7.2. Internetseite einer Privatperson
7.3. Staatliche Aufklärung im Internet
8. Interpretation und Vergleich
9. Ausblick
10. Literaturverzeichnis
11. Analysierte Materialien
Die Arbeit untersucht, inwiefern bestehende Online-Angebote zur sexuellen Aufklärung für Jugendliche inhaltlich korrekt und informativ sind. Angesichts der hohen Internetnutzung durch Jugendliche soll geklärt werden, ob diese Angebote den Anforderungen der Sexualpädagogik entsprechen oder ob Korrekturbedarf besteht.
3.3 Die sexuelle Informationssuche im Internet
Döring (2008: 271f.) bezeichnet das ‚Cyberspace‘ als einen bedeutsamen sexuellen Handlungsraum. Sexuelle Inhalte sind im Internet, gemäß dem Triple-A-Model (accessibility, affordability, anonymity) von Cooper aus dem Jahre 1998, leicht zugänglich, vergleichsweise preisgünstig und anonym. Und auch bei der Online Aufklärung findet der Begriff Anonymität, neben Orts- und Zeitunabhängigkeit, wieder seine Bedeutung (ebd.: 274). Durch eine ano- oder pseudonymisierte Kommunikation im Internet werden die herkömmlichen Formen der Verbindlichkeit aufgelöst, die unter Anwesenheit von anderen Personen ansonsten stets gegeben sind (vgl. Metzner-Szigeth 2006: 32).
Bei sexuellen Begegnungen im Cyberspace sind körperliche Risiken, soziale Kontrollen, Unsicherheiten und Schamgefühle reduziert, somit können Aspekte der eigenen Persönlichkeit und Sexualität erkundet werden, die in vielen Alltagskontexten außerhalb des Netzes im Verborgenen bleiben. (Döring 2008: 271)
Nebst diesen Möglichkeiten des Erkundens von Sexualität birgt das Internet auch gewisse Risiken. Gibt man beispielsweise das Wort ‚lesbisch‘ oder andere einschlägige Suchbergriffe ein, läuft man Gefahr, auf Internetseiten mit pornographischen Inhalten zu gelangen. Ebenso gibt es fehlerhafte und ideologisch verzerrte Internetseiten, die in etwa die Existenz von HIV und AIDS leugnen. Die Internet-Kompetenz der Jugendlichen ist an diesen Stellen gefragt: Sie müssen die Fähigkeit entwickeln, zum einen zielgerichtet zu suchen und die Ergebnisse bezüglich ihrer Glaubwürdigkeit auch kritisch überprüfen (vgl. Döring 2008: 274).
1. Einleitung: Vorstellung der Relevanz des Themas anhand aktueller medialer Darstellungen und Erläuterung der Motivation für eine Untersuchung der Internet-Aufklärung.
2. Sexuelle Aufklärung: Historischer Rückblick und theoretische Einbettung der Sexualpädagogik sowie Definition zentraler Begriffe.
3. Das ‚Neue Medium‘ Internet: Analyse des Internets als Informationsraum und dessen spezifische Bedeutung für die Identitätsbildung und Informationssuche von Jugendlichen.
4. Theoretischer Rahmen: Darstellung der medienwissenschaftlichen Basis, insbesondere des ‚Uses-and-Gratifications-Approach‘ und des ‚Information-Utility-Ansatzes‘.
5. Fragestellung, Ziel und Nutzen der Forschung: Definition der Forschungsfrage und Begründung der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Relevanz.
6. Methodisches Vorgehen: Beschreibung und Begründung der qualitativen Inhaltsanalyse sowie Entwicklung des Kategoriensystems.
7. Analyse der Internetseiten: Detaillierte Untersuchung dreier ausgewählter Webseiten hinsichtlich ihrer Aufklärungsqualität.
8. Interpretation und Vergleich: Synthese der Ergebnisse und Gegenüberstellung der untersuchten Angebote.
9. Ausblick: Diskussion offener Fragen und Handlungsempfehlungen für die zukünftige Forschung und Gestaltung von Aufklärungsangeboten.
10. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen.
11. Analysierte Materialien: Verzeichnis der untersuchten Internet-Datenquellen.
Sexualaufklärung, Sexualerziehung, Internet, Jugendliche, Informationssuche, Identitätsbildung, qualitative Inhaltsanalyse, Sexualpädagogik, Verhütung, Medienkompetenz, Wertevermittlung, Cyber-Beratung, sexuelle Gesundheit, Online-Medien, Peer-Education.
Die Arbeit analysiert die Qualität und inhaltliche Ausrichtung von Internetseiten, die sich an Jugendliche richten und Themen der sexuellen Aufklärung behandeln.
Zentral sind die Sexualpädagogik, die Rolle des Internets als Informationsmedium für Jugendliche sowie die Vermittlung von Werten, Gesundheit und Verhütung.
Das Ziel ist zu prüfen, ob die vorhandenen Angebote im Internet inhaltlich korrekt sind und den Anforderungen der Sexualpädagogik an eine informative Aufklärung genügen.
Die Autorin verwendet eine qualitative Inhaltsanalyse, um drei spezifische Internetseiten (privat, privat-kommerziell und staatlich) nach einem vorab definierten Kategoriensystem auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die methodische Erarbeitung des Kategoriensystems und die konkrete Analyse der ausgewählten Internetangebote.
Die wichtigsten Schlagworte sind Sexualaufklärung, Internet, Jugendliche, Medienkompetenz und Sexualpädagogik.
Die staatliche Seite nutzt verstärkt interaktive Tools wie Quiz, Videos und Spiele, um Wissen spielerisch zu vermitteln und zeigt eine hohe inhaltliche Professionalität.
Die Seite wird als kritisch eingestuft, da der Autor anonym bleibt, Schreibfehler das Bild trüben und die inhaltliche Tiefe für eine professionelle Aufklärung als unzureichend gilt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

