Diplomarbeit, 2012
84 Seiten, Note: 3,0
1 Einleitung
2 Was ist Mobbing?
2.1 Der Mobbingbegriff
2.2 Einordnung des Mobbingbegriffs: Verwandte Begriffe und theoretische Interpretationen
2.2.1 Konflikte als Ausgangspunkt eines Mobbingprozesses
2.2.2 Mobbing und kontraproduktives Verhalten
2.2.3 Mobbing und Stress
3 Ursachen von Mobbing
3.1 Ursachen im Täter
3.2 Ursachen im Opfer
3.3 Organisationale Ursachen
3.4 Ursachen im sozialen System
4 Bedeutung des Mobbingphänomens für Organisationen
4.1 Häufigkeit von Mobbing
4.2 Häufigkeit der Mobbinghandlungen und Dauer des Mobbingprozesses
4.3 Geschlechtsspezifische Ergebnisse zu Mobbing und Ausmaß von Mobbing im Hinblick auf Berufsgruppen und Branchen
5 Direkte und indirekte Kosten von Mobbing
5.1 Direkte Kosten von Mobbing
5.1.1 Kosten durch Fehlzeiten
5.1.2 Kosten durch Kündigungen
5.1.3 Kosten durch Rechtsstreitigkeiten
5.2 Indirekte Kosten von Mobbing
5.2.1 Auswirkungen auf das Arbeits- und Leistungsverhalten
5.2.2 Auswirkungen auf die Arbeitszufriedenheit
5.2.3 Auswirkungen auf die Arbeitsmotivation
5.2.4 Auswirkungen auf das Umfeld (Bystanders and Witnesses)
5.2.5 Gesundheitliche Auswirkungen: Psychische Belastung und Krankheit
5.2.6 Reduktion des Commitments
5.3 Effizienz in der Organisation - ein Zwischenfazit
6 Zur Effizienz von Mobbing
6.1 Gewolltes Mobbing?: „Positive“ Auswirkungen von Mobbing
6.2 Mobbing als Problem eines kapitalistischen Arbeitsverhältnisses?
7 Diskussion
Die Arbeit untersucht die negativen Auswirkungen von Mobbing am Arbeitsplatz auf die Organisationseffizienz und die damit verbundenen Kosten. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob Mobbing zu Ineffizienzen durch vermeidbare Kosten führt und welche Arten von negativen Konsequenzen für Organisationen in der Literatur identifiziert werden können.
2.2.1 Konflikte als Ausgangspunkt eines Mobbingprozesses
Der Konfliktbegriff wird in verschiedenen Disziplinen (Psychologie, Soziologie, Betriebswirtschaft usw.) unterschiedlich definiert. Ein einheitliches Konfliktverständnis existiert folglich nicht. Psychologische Ansätze definieren Konflikte hauptsächlich über die „Wahrnehmung“ der beteiligten Akteure. So beschreibt der Begriff Konflikt zwei eng miteinander in Verbindung stehende Konfliktbereiche. Einerseits beschreibt er Interaktionen zwischen zwei oder mehreren Personen (interpersonaler Konflikt), andererseits dient er zur Darstellung eines inneren Zustandes (intrapersonaler Konflikt) (vgl. Kolodej 2005: 82). Ein „sozialer Konflikt“ ist eine Spannungssituation, in der zwei oder mehr voneinander abhängige Parteien mit Nachdruck versuchen, scheinbar oder tatsächlich unvereinbare Handlungspläne zu verwirklichen und sich dabei ihrer Gegnerschaft bewusst sind (vgl. Brinkmann 1995: 65f.). Im Gegensatz dazu ist der Mobbingbegriff umfassender, da er auch unbewusste Feindseligkeiten beinhaltet (vgl. Niedl 1995: 30f.).
Im Verlauf des Mobbingprozesses kommt es zu einem Machtungleichgewicht zwischen Täter und Opfer (vgl. Zapf 2004: 13). „Bei sozialen Konflikten dagegen kann häufig von einem gewissen Gleichgewicht der Kräfte ausgegangen werden“ (Graf 2007: 85, Einarsen, Raknes & Matthiesen 1994: 383, Björkqvist, Österman & Hjelt-Bäck 1994: 174f.). Leymann (1996: 170) hält dies für einen Grund, weshalb Konfliktforscher das Mobbingphänomen eher ignoriert haben. Zudem liegt der Fokus der Konfliktforschung nicht auf den gesundheitlichen Auswirkungen der vom Konflikt betroffenen Personen. Die Folgen von Konflikten können ein erhöhtes Stressniveau oder Absentismus sein (vgl. Ayoko, Callan & Härtel 2003: 289f.). Untersucht wurden u. a. die Auswirkungen von erlebten Konflikten auf die Arbeitsleistung (vgl. Ayoko, Callan & Härtel 2003: 284). Konflikte können offen ausgetragen werden, in diesem Fall werden die sich widerstreitenden Interessen klar artikuliert. Den Beteiligten und vielen Außenstehenden ist die Problematik ersichtlich, z. B. bei Kompetenzstreitigkeiten (Sachkonflikt). Bei einem verdeckten Konflikt sind sich die Konfliktparteien über die widerstreitenden Interessen zwar bewusst, vermeiden aber einen offenen Austausch darüber.
1 Einleitung: Erläuterung der Fragestellung zur Ineffizienz durch Mobbing und Überblick über die empirische Herangehensweise der Arbeit.
2 Was ist Mobbing?: Darstellung der verschiedenen Definitionen und Abgrenzung zu verwandten Konzepten wie Konflikt, kontraproduktives Verhalten und Stress.
3 Ursachen von Mobbing: Analyse der Ursachen, unterteilt in Faktoren im Täter, Opfer, der Organisation sowie dem sozialen System.
4 Bedeutung des Mobbingphänomens für Organisationen: Untersuchung der Häufigkeit von Mobbing und der geschlechtsspezifischen sowie branchenspezifischen Verteilung.
5 Direkte und indirekte Kosten von Mobbing: Umfassende Analyse der Kostenquellen wie Absentismus, Kündigungen, Rechtsfolgen, sowie Auswirkungen auf Motivation, Arbeitszufriedenheit und das soziale Umfeld.
6 Zur Effizienz von Mobbing: Kritische Auseinandersetzung mit der These, Mobbing könne positive Effekte haben, und Einordnung in den Kontext kapitalistischer Arbeitsverhältnisse.
7 Diskussion: Zusammenführende Betrachtung der Führungsrolle, der moralischen Probleme und der Notwendigkeit einer klaren gesetzlichen Regelung.
Mobbing, Effizienz, Organisation, Arbeitsplatz, Fehlzeiten, Arbeitszufriedenheit, Kündigung, Führungsverhalten, Stress, Arbeitsmotivation, Konfliktmanagement, kontraproduktives Verhalten, Arbeitsrecht, psychische Belastung, Commitment.
Die Diplomarbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen von Mobbing am Arbeitsplatz und analysiert, inwiefern dieses Phänomen zu Ineffizienzen und vermeidbaren Kosten für Organisationen führt.
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Abgrenzung von Mobbing, die Identifikation von Ursachen in verschiedenen Bereichen der Organisation sowie eine detaillierte Kosten-Nutzen-Analyse der Folgen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Mobbing nahezu ausschließlich negative Konsequenzen hat und durch Ineffizienzen erhebliche finanzielle Belastungen für Unternehmen verursacht.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie der Auswertung zahlreicher quantitativer und qualitativer empirischer Studien zu Mobbing und seinen ökonomischen Folgen.
Im Hauptteil werden neben den Ursachen und der Verbreitung von Mobbing vor allem die direkten und indirekten Kosten, wie Fehlzeiten, Fluktuation, Produktivitätsverluste und Rechtsstreitigkeiten, detailliert dargelegt.
Die zentralen Schlagworte sind Mobbing, Effizienz, Organisation, Absentismus, Arbeitszufriedenheit, Fluktuation und Organisationskosten.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Vorgesetzte eine Schlüsselrolle einnehmen; ihr Führungsstil kann entweder präventiv wirken oder durch Fehlverhalten und das Ignorieren von Konflikten Mobbingprozesse begünstigen oder sogar aktiv fördern.
Die Autorin widerlegt die Ansicht, dass Mobbing ein effizientes Instrument zur Leistungssteigerung sei, und ordnet solche Praktiken als schädlich für die langfristige Produktivität und Unternehmenskultur ein.
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