Diplomarbeit, 2002
85 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Anwendungsgebiete
1.2 Das CMCF Route-Guidance-Projekt an der TU Berlin
1.3 Das CNOP-Paket
1.4 Anforderungen an die Problemlösungen
2 Beschleunigungsmethoden für das Kürzeste-Wege-Problem mit nicht-negativen Kantengewichten
2.1 Problemstellung
2.2 Der Dijkstra-Algorithmus
2.2.1 Formulierung
2.2.2 Korrektheit und Laufzeit
2.3 Beschleunigungsmethoden für den Dijkstra-Ansatz
2.3.1 Der zielgerichtete Ansatz
2.3.2 Der bidirektionale Ansatz
2.3.3 Verbindung des zielgerichteten und des bidirektionalen Ansatzes
3 Ressourcenbeschränkte Wege
3.1 Problemstellung
3.1.1 Das ressourcenbeschränkte Kürzeste-Wege-Problem
3.1.2 Pareto-optimale ressourcenbeschränkte Wege
3.1.3 Das doppelt beschränkte Problem
3.1.4 Beziehung zwischen den drei betrachteten Problemen
3.2 Grundlegende Eigenschaften des ressourcenbeschränkten Kürzeste-Wege-Problems
3.2.1 Komplexität
3.2.2 Bisherige Ansätze
3.3 Der erweiterte Dijkstra-Algorithmus
3.3.1 Die Grundversion
3.3.2 Die zielgerichtete Version
3.3.3 Die bidirektionale Version
3.3.4 Die bidirektional zielgerichtete Version
3.3.5 Versionen mit zusätzlichem Abbbruchkriterium
3.4 Weitere Lösungsmethoden
3.4.1 Der Labeling-Ansatz im CMCF-Projekt
3.4.2 Die 2-Phasen-Methode im CNOP-Paket
3.5 Überblick über die vorgestellten Algorithmen
4 Implementation und Geschwindigkeitsvergleiche
4.1 Angaben zur Implementation
4.1.1 Verwendete Datenstrukturen
4.1.2 Korrektur von Rechnerungenauigkeiten
4.1.3 Einlesen des Verkehrsnetzwerkes
4.1.4 Besonderheiten beim Aufruf des CMCF-Programms
4.2 Vergleiche
4.2.1 Tests auf LEDA-Graphen
4.2.2 Tests auf Raw-Graphen
5 Zusammenfassung
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Empfehlung für das Route-Guidance-Projekt an der TU Berlin
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, effiziente Algorithmen für ressourcenbeschränkte Kürzeste-Wege-Probleme in Verkehrsnetzen zu entwickeln und deren Eignung für den Einsatz in Route-Guidance-Systemen zu evaluieren, um die Gesamtlaufzeit bei deren Berechnung spürbar zu reduzieren.
Der zielgerichtete Ansatz
Der zielgerichtete Ansatz versucht, den kürzesten Weg schneller zu finden, indem er Teilwege, die offensichtlich zu einem langem s-t-Weg führen, nicht weiter betrachtet. Dies wird erreicht, indem die Kantengewichte transformiert werden, so dass genau die Kanten, welche in die Richtung des Zielknotens führen, vom Algorithmus bevorzugt werden, während solche, die in die entgegengesetzte Richtung laufen, mit einem ungünstigeren Kostenwert bestraft werden.
Zur korrekten Ausführung werden untere Schranken LB(v,t) für die kürzesten Wege von allen Knoten v E V zum Zielknoten t benötigt. Die folgenden modifizierten Kantenbewertungen werden dann benutzt:
c'(v,w) := c(v,w) - LB(v,t) + LB(w,t)
Wie wir in Abbildung (2.2) gut erkennen können, wird somit der gewünschte Effekt erreicht. Die Kante (v,w1) wird gegenüber (v,w2) bevorzugt behandelt, da die untere Schranke für den restlichen w1-t-Weg kleiner als LB(w2,t) ist.
Der Dijkstra-Algorithmus funktioniert wie bereits erwähnt nur für nicht-negative Kantengewichte. Möchte man deswegen das Verfahren mit den transformierten Kantenkosten benutzen, so muss für die unteren Schranken folgende Konsistenzbedingung gelten:
c(v,w) + LB(w,t) >= LB(v,t)
1 Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Problemstellung ressourcenbeschränkter Wege in der Verkehrsplanung und definiert die Anforderungen an die Algorithmen für verschiedene Anwendungskontexte.
2 Beschleunigungsmethoden für das Kürzeste-Wege-Problem mit nicht-negativen Kantengewichten: Es werden Grundlagen des klassischen Dijkstra-Algorithmus sowie Techniken zur Beschleunigung wie zielgerichtete und bidirektionale Ansätze erläutert.
3 Ressourcenbeschränkte Wege: Dieser Hauptteil führt die mathematische Problemstellung für ressourcenbeschränkte, Pareto-optimale und doppelt beschränkte Probleme ein und präsentiert diverse erweiterte Algorithmen.
4 Implementation und Geschwindigkeitsvergleiche: Hier werden technische Details der Implementierung besprochen und die verschiedenen Algorithmen anhand von umfangreichen Testreihen verglichen.
5 Zusammenfassung: Die Ergebnisse werden interpretiert und es werden konkrete Empfehlungen für das Route-Guidance-Projekt an der TU Berlin ausgesprochen.
Kürzeste-Wege-Problem, Ressourcenbeschränkung, Dijkstra-Algorithmus, Verkehrsnetze, Routenplanung, Optimierung, Pareto-Optimalität, bidirektionale Suche, zielgerichtete Suche, Laufzeitoptimierung, Netzbelastung, Komplexität, Implementierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und dem Vergleich schneller Algorithmen zur Lösung ressourcenbeschränkter Kürzeste-Wege-Probleme, die besonders bei komplexen Verkehrsnetzberechnungen auftreten.
Zentral sind die Graphentheorie, Optimierungsmethoden für Netzwerke, die Anpassung klassischer Algorithmen sowie die praktische Implementierung und Performance-Analyse dieser Verfahren in Navigationssystemen.
Ziel ist es zu untersuchen, ob durch neuartige Beschleunigungsmethoden die Gesamtlaufzeit der Routenberechnung in komplexen Projekten wie dem CMCF-Route-Guidance-Projekt signifikant gesenkt werden kann.
Es kommen unter anderem der Dijkstra-Algorithmus, Transformationstechniken für Kantengewichte, dynamische Programmierung sowie Branch-and-Bound-Ansätze zum Einsatz.
Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen, definiert die mathematischen Problemstellungen (z.B. CSP, POCP, DB), beschreibt die erweiterten Algorithmen und präsentiert umfangreiche empirische Laufzeitvergleiche.
Wichtige Begriffe sind Kürzeste-Wege-Problem, Ressourcenbeschränkung, Dijkstra, Verkehrsnetze, Optimierung, Pareto-Optimalität und Laufzeitoptimierung.
Da Fließkommazahlen bei der Transformation von Kantengewichten zu Fehlern führen können, werden spezielle Skalierungsverfahren zur Sicherstellung der lexikographischen Ordnung eingesetzt, um Programmabstürze oder falsche Lösungen zu vermeiden.
Weil in diesem Projekt das ressourcenbeschränkte Wegproblem als Unterroutine extrem oft aufgerufen wird, führt jede Verbesserung der Effizienz dieses Unterproblems zu einer spürbaren Reduktion der gesamten Netzberechnungszeit.
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