Diplomarbeit, 2012
97 Seiten, Note: 1,7
1 Warum Nachhaltigkeit?
2 Was ist BPM und was kann daran „Grün“ sein?
2.1 Der Hintergrund von BPM
2.2 Die Definition von BPM
2.2.1 Das Capability Maturity Modell Integrated
2.2.2 Die BPM-Ebenen
2.2.3 Was sind End-to-End Prozesse?
3 Nachhaltigkeit und ihre Umsetzung
3.1 Die Definition von Nachhaltigkeit
3.2 Die Operationalisierbarkeit von Nachhaltigkeit
3.2.1 Nachhaltigkeitskonzepte im Umweltbereich
3.2.2 Die Übertragung von Nachhaltigkeit auf die Unternehmensebene
3.3 Wirtschaftliche Zusammenhänge
3.3.1 Der globale Markt und das Angebot
3.3.2 „Grüne“ Produkte – „Grüne“ Konsumenten
4 Nachhaltigkeitswerkzeuge
4.1 Die Bedeutung der Treibhausgase
4.1.1 Die Definition des PCF
4.1.2 Die PCF-Ermittlung in Unternehmen
4.1.3 Die Grenzen und die Kritik des PCF
4.2 Der Sustainable Value Ansatz
4.2.1 Die Logik des SVA
4.2.2 Die Berechnung des Sustainable Value
4.2.3 Der Sustainable Value Ansatz – Stärken und Schwächen
5 Das Business Process Management im Fokus
5.1 Die Kernelemente
5.1.1 Strategische Ausrichtung
5.1.2 Governance
5.1.3 Methoden
5.1.4 IT
5.1.5 Personen
5.1.6 Unternehmenskultur
5.2 Die Kultur in BPM
5.2.1 Das Modell
5.2.2 Der Bezug zur Praxis
5.3 Informationstechnologie und ihre Bedeutung
5.3.1 BPM-Systeme
5.3.2 Service-Orientierte Architektur
5.4 Die Performance und ihre Bedeutung
5.4.1 Definitionen und Begriffe
5.4.2 Anforderungen und Herausforderungen
5.4.3 Der Verbesserungs-Prozess
6 Die Untersuchung der vorgestellten Werkzeuge in Bezug auf BPM
6.1 Der PCF und das BPM
6.1.1 Der Einfluss von BPM auf den PCF
6.1.2 Der Einfluss vom PCF auf das BPM
6.1.3 Die Herausforderungen
6.2 Der SVA und das BPM
6.2.1 Die Verbindung vom SVA zum BPM
6.2.2 BPM und SVA – mögliche Auswirkungen dieser Verbindung
7 Weitergehende Untersuchung – ein Modellansatz
7.1 Der Modellansatz
7.2 Die Untersuchung
7.2.1 Die Nachhaltigkeits-Transparenz
7.2.2 Die Opportunitätskosten der Nachhaltigkeit
7.2.3 Das Nachhaltigkeits-Verlangen
8 Management Summary
Die Arbeit untersucht, wie Business Process Management (BPM) genutzt werden kann, um ökologische Nachhaltigkeit in Unternehmen zu fördern. Das primäre Ziel besteht darin, Zusammenhänge zwischen prozessorientiertem Management und Nachhaltigkeitszielen zu identifizieren, einzuordnen und die Potenziale für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung objektiv zu bewerten.
2.1 Der Hintergrund von BPM
Laut Hammer [HAMM10, S. 3–5] basiert BPM zum größten Teil auf zwei geistigen Vorfahren. Das sind zum einen die Werke von Shewhart (1986) und von Deming (1953), die zur modernen Qualitätsbewegung geführt haben und zum anderen Hammers eigene Arbeiten im Bereich des Business Process Reengineering (BPR) (Hammer 1990; Hammer and Champy 1993).
Die Werke im Qualitätsbereich suchten nach Möglichkeiten, die Grundursachen für Performanceschwankungen mittels klarer Messgrößen zu identifizieren und zu beseitigen. Sie sind insbesondere wegen ihrer zugrundeliegenden Prinzipien von Bedeutung. Die Wichtigkeit von Abläufen wird hierbei herausgestellt. Zudem steht bei der Ermittlung der Grundursache für Performancedefizite nicht mehr das Personal im Hauptfokus, sondern der Prozess an sich. Dieser wird mittels klarer Messgrößen untersucht, um die Grundursachen für die Ablaufschwäche zu identifizieren und zu beseitigen. Abschließend ist die Idee einer kontinuierlichen Verbesserung ebenfalls Bestandteil dieser zugrundeliegenden Prinzipien.
Die Schwächen des Qualitätsansatzes lagen zum einen bei der Prozessbetrachtung. Da hier jede kleine Tätigkeit als Prozess angesehen wurde, konnte aufgrund der Vielzahl von Prozessen kein unternehmensweites Prozessverständnis entwickelt werden, welches zu strategischen Vorteilen führen könnte. Zum anderen war das Ziel des Qualitätsansatzes, eine konstante, fehlerfreie Performance zu verwirklichen, ohne aber zu bewerten, ob der Level der Performance allgemein für Kunden oder Unternehmen akzeptabel ist.
Eine Schwäche im Bereich des BPR war der episodische Charakter im Sinne einer nicht-kontinuierlichen Verbesserung. Und ein weiteres Defizit war das Versäumnis einer Annäherung an klare Messgrößen.
Dafür wurde aber mit der neuen Prozessbetrachtung im BPR ein End-to-End Prozessverständnis eingeführt. Damit war nicht mehr jede einzelne kleine Tätigkeit im Hauptfokus, sondern nur noch die wesentlichen Aspekte der Betriebsabläufe. Die damit verbundene, funktionsübergreifende Betrachtung machte es möglich, Ablaufschwächen in Angriff zu nehmen, die aufgrund einer rein funktional orientierten Sicht auf das Unternehmen resultieren.
1 Warum Nachhaltigkeit?: Dieses Kapitel führt in die Dringlichkeit der Nachhaltigkeitsdiskussion ein und stellt die Rolle von Unternehmen bei der Sicherung der Lebensgrundlagen sowie das Konzept des ökologisch nachhaltigen BPM vor.
2 Was ist BPM und was kann daran „Grün“ sein?: Hier werden die Ursprünge und Definitionen von BPM erläutert sowie der Prozesslebenszyklus als Ansatzpunkt für Umweltkriterien untersucht.
3 Nachhaltigkeit und ihre Umsetzung: Dieses Kapitel definiert Nachhaltigkeit, erläutert Konzepte wie die kritische Nachhaltigkeit und analysiert die Übertragung von Nachhaltigkeitszielen auf Unternehmensebene durch Stakeholder-Ansätze.
4 Nachhaltigkeitswerkzeuge: Hier werden der Product Carbon Footprint (PCF) und der Sustainable Value Ansatz (SVA) als Messinstrumente für ökologische und Nachhaltigkeitsleistungen detailliert vorgestellt.
5 Das Business Process Management im Fokus: Dieses Kapitel beleuchtet die sechs Kernelemente des BPM und untersucht die Bedeutung von Unternehmenskultur, IT-Systemen und Performance-Messung für eine erfolgreiche Prozesssteuerung.
6 Die Untersuchung der vorgestellten Werkzeuge in Bezug auf BPM: Dieses Kapitel verknüpft die zuvor vorgestellten Nachhaltigkeitswerkzeuge mit BPM und analysiert deren gegenseitigen Einfluss sowie Herausforderungen bei der Integration.
7 Weitergehende Untersuchung – ein Modellansatz: Hier wird ein Framework entwickelt, das auf den Elementen Nachhaltigkeits-Verlangen, Opportunitätskosten und Nachhaltigkeits-Transparenz basiert, um den Transformationsprozess zu nachhaltigem Handeln zu verstehen.
8 Management Summary: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und formuliert Handlungsempfehlungen für Softwarehersteller, Unternehmen und weitere Akteure.
Business Process Management, BPM, Nachhaltigkeit, ökologische Nachhaltigkeit, Product Carbon Footprint, PCF, Sustainable Value Ansatz, SVA, Prozesslebenszyklus, End-to-End Prozesse, Stakeholder-Ansatz, Prozess-Performance, Unternehmensführung, Umweltmanagement, IT-Systeme
Die Arbeit befasst sich mit der Schnittstelle zwischen Business Process Management (BPM) und ökologischer Nachhaltigkeit, um zu untersuchen, wie Unternehmen ihre Geschäftsprozesse effizienter und umweltorientierter gestalten können.
Die zentralen Themenfelder sind die Definition und Operationalisierung von Nachhaltigkeit, die Anwendung von Nachhaltigkeitswerkzeugen (PCF und SVA) im Unternehmenskontext und die strategische Ausrichtung von BPM.
Das Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen BPM und ökologischer Nachhaltigkeit zu identifizieren und Möglichkeiten zu bewerten, wie durch prozessorientiertes Management eine ökologisch nachhaltige Unternehmensentwicklung erreicht werden kann.
Die Arbeit basiert auf konzeptionellen Überlegungen, einer Literaturanalyse zu BPM und Nachhaltigkeitswerkzeugen sowie der Entwicklung eines Modellansatzes zur Untersuchung des Stakeholder-Verhaltens im Nachhaltigkeitskontext.
Der Hauptteil behandelt die Grundlagen von BPM, die theoretische Herleitung von Nachhaltigkeit, die detaillierte Vorstellung von PCF und SVA sowie die Untersuchung der Integration dieser Werkzeuge in prozessorientierte Organisationen.
Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören Business Process Management, Nachhaltigkeitsleistung, ökologisches Kapital, Produktlebenszyklus und wertorientierte Nachhaltigkeitsanalyse.
Der PCF fokussiert sich speziell auf die Treibhausgasbilanz eines einzelnen Produktes entlang seines Lebenszyklus, während der SVA ein wertorientierter Ansatz ist, der das Unternehmen als Ganzes betrachtet und ökonomische, soziale sowie ökologische Aspekte verrechnet.
Die Unternehmenskultur fungiert als Erfolgsfaktor, da sie die Einstellung der Mitarbeiter gegenüber Prozessänderungen und deren Bereitschaft zum Wandel bestimmt, was für eine erfolgreiche BPM-Implementierung essenziell ist.
IT-Systeme ermöglichen die Modellierung, Automatisierung und Überwachung von Prozessen. Eine service-orientierte Architektur (SOA) kann helfen, Prozesse flexibler zu gestalten und Daten für Nachhaltigkeitswerkzeuge besser bereitzustellen.
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