Diplomarbeit, 2003
68 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Vorwort
1.2. Problemstellung
1.3. Aufbau der Arbeit
2. Begriffserklärung
2.1. Markteintritt
2.2. Markteintrittsbarrieren
2.3. Der Diversifikationsbegriff
2.4. Haushaltsgeräte / Weisse Ware
3. Situationsanalyse des Unternehmens
3.1. Unternehmensinterne Situation
3.1.1. Die Walter Esser GmbH & CO.KG
3.1.2. Bisheriges Tätigkeitsfeld
3.1.2.1. Bisherige Märkte
3.1.2.2. Technische Voraussetzungen
3.1.2.3. Bisheriges Produktionsprogramm / Produktpalette
3.1.2.4. Zukünftige Entwicklungen bei Esser
3.2. Unternehmensexterne Situation
3.2.1. Unterhaltungselektronik
3.2.2. Automobilzulieferindustrie
3.2.2.1. Aktuelle Marktsituation der Automobilindustrie
3.2.2.2. Entwicklungstendenzen in der Automobilzulieferindustrie
3.2.2.3. Auswirkungen auf den Automobilzuliefermarkt
3.2.3. Haushaltsgeräteindustrie
3.2.3.1. Marktübersicht Haushaltsgeräteindustrie
3.2.3.2. Zuliefermarkt der Haushaltsgeräteindustrie
3.2.3.2.1. Mittelständische Hersteller
3.2.3.2.2. Großserienproduzenten
3.3. Aktuelle Konjunkturentwicklung
4. Kriterien der Markteintrittsentscheidung
4.1. Motive und Ziele einer Diversifikation
4.1.1. Risikosenkung
4.1.2. Gewinnsteigerung
4.1.3. Wachstum
4.1.4. Sonstige Ziele
4.2. Strategische Basisentscheidungen
4.2.1. Abgrenzung des relevanten Marktes
4.2.2. Festlegung strategischer Geschäftseinheiten
4.3. Theorie der Situationsanalyse
4.4. Markteintrittsbarrieren im Bezug auf KMU-Besonderheiten
4.4.1. Nachteile
4.4.2. Vorteile
4.5. Das Timing des Markteintritts
4.5.1. Die Pionierstrategie
4.5.2. Die Folgerstrategie
4.5.3. Unternehmensgröße
4.6. Das Entscheidungstheoriemodell
5. Darstellung des rationalen Entscheidungsprozesses anhand eines Entscheidungstheoriemodells
5.1. Erfassung der Zielvorgaben
5.1.1. Kurzfristiges Ziel: Einstieg als Lieferant bei Miele
5.1.2. Mittelfristiges Ziel: Erschließung des Zuliefermarktes der Weiße-Ware-Industrie
5.1.3. Langfristiges Ziel: Dauerhafte Unternehmenssicherung durch Risikostreuung
5.2. Über die Notwendigkeit einer Marktzutrittentscheidung
5.3. Problemanalyse
5.3.1. Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit eines Markteintritts.
5.3.2. Konsequenzen für die Unternehmensausrichtung
5.3.3. Umgang mit KMU-spezifischen Markteintrittsbarrieren
5.3.4. Kalkulationsbeispiel.
5.4. Handlungsalternativen für die Walter Esser GmbH & CO.KG
5.4.1. Beschränkung auf den bisherigen Kernmarkt
5.4.2. Verwirklichung des Markteintritts in der Haushaltsgeräteindustrie
5.4.3. Parallele Entwicklung beider Märkte
6. Zusammenfassung, Auswertung und Ausblick
Die vorliegende Abschlussarbeit befasst sich mit der strategischen Entscheidung eines mittelständischen Zulieferers der Automobilindustrie zur Produktdiversifikation in den Markt der Haushaltsgeräteindustrie. Ziel ist es, unter Anwendung eines rationalen Entscheidungstheoriemodells zu evaluieren, ob ein Marktzutritt zur Risikostreuung und Unternehmenssicherung sinnvoll und praktikabel ist.
3.1.1. Die Walter Esser GmbH & CO.KG
Zu Beginn dieses Abschnittes erscheint es mir sinnvoll, einige grundlegende Informationen und Fakten über das Unternehmen anzuführen, das im Titel mit: „Mittelständisches Zulieferunternehmen der Automobilindustrie“ umschrieben wird.
Die Walter Esser GmbH & CO. KG wurde 1947 von Walter Esser, einem Pionier der thermoplastischen Kunststoffverarbeitung in Wilhelmshaven gegründet. Die Fertigung wurde im Jahre 1969 in ostfriesische Friedeburg verlegt. Die Fertigungsstätte verfügte schon damals über eine Fertigungshalle, in der eine Kunststoffspritzgießerei untergebracht war, sowie einen hauseigenen Werkzeugbau.
1996 wurde das Unternehmen von Dr. Ing. Klaus M. Junginger erworben, der seitdem die Geschäfte führt. Im Jahr 2002 wurde RA Klaus-Magnus Junginger, Sohn des Unternehmenseigentümers, zum Geschäftsführer ernannt. Im Stammwerk des Unternehmens in Friedeburg sind heute ca. 100 Mitarbeiter beschäftigt.
Das Werk verfügt über eine Kunststoffspritzgießerei mit unterschiedlichen Spritzmaschinen, auf deren Kapazitäten und technische Daten ich im Laufe von Punkt 3.1.2.2. „Technische Voraussetzungen“ näher eingehen werde. Außerdem besitzt das Unternehmen einen hauseigenen Werkzeugbau, in dem die Spritzguß- und Stanzwerkzeuge für die Fertigung in Eigenproduktion hergestellt werden. Außerdem ist in Friedeburg die gesamte Verwaltung, sowie die Geschäftsführung angesiedelt. Des weiteren befindet sich im Stammwerk eine Konstruktionsabteilung, die mit modernster Computergestützter Zeichensoft- sowie Hardware ausgerüstet ist. In der Konstruktionsabteilung werden, zusammen mit den Kunden, von der ersten Zeichnung bis zur Serienreife, Lösungen im Bereich von thermoplastischen Kunststoff Metallverbindungen entwickelt.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Motivation der Arbeit dar, erläutert die Problemstellung der Abhängigkeit von einem Kernmarkt und definiert das Ziel, einen rationalen Marktzutrittsprozess zu entwickeln.
2. Begriffserklärung: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe wie Markteintritt, Markteintrittsbarrieren und Diversifikation definiert, um die theoretische Grundlage für die folgende Analyse zu schaffen.
3. Situationsanalyse des Unternehmens: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Bestandsaufnahme der internen Unternehmensstruktur sowie des externen Marktumfelds in der Automobil- und Haushaltsgerätebranche.
4. Kriterien der Markteintrittsentscheidung: Hier werden die theoretischen Kriterien für Diversifikationsentscheidungen, insbesondere Motive, Timing-Strategien und Markteintrittsbarrieren für mittelständische Unternehmen, diskutiert.
5. Darstellung des rationalen Entscheidungsprozesses anhand eines Entscheidungstheoriemodells: Dieser Hauptteil wendet die Theorie auf die praktische Situation der Walter Esser GmbH & CO.KG an, analysiert Ziele und Handlungsalternativen und führt ein Kalkulationsbeispiel durch.
6. Zusammenfassung, Auswertung und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt eine begründete Empfehlung für die Geschäftsleitung bezüglich der zukünftigen strategischen Ausrichtung ab.
Marktzutritt, Produktdiversifikation, Automobilzulieferindustrie, Haushaltsgeräteindustrie, KMU, Strategisches Management, Risikostreuung, Markteintrittsbarrieren, Situationsanalyse, Entscheidungstheorie, Prozesskostenrechnung, Unternehmenswachstum.
Die Arbeit untersucht, wie ein mittelständisches Unternehmen, das primär als Zulieferer für die Automobilindustrie tätig ist, durch einen Marktzutritt in die Haushaltsgeräteindustrie diversifizieren kann.
Zentrale Themen sind die strategische Marktanalyse, die Bewertung von Markteintrittsbarrieren für KMU, die Untersuchung von Synergieeffekten und die Anwendung eines rationalen Entscheidungsprozesses.
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob eine Diversifizierung zur Risikostreuung und Unternehmenssicherung für den untersuchten Betrieb sinnvoll ist und wie diese rational geplant werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche zu strategischem Management und Diversifikation sowie einer primären Datenerhebung (Experten- und Sachverständigengespräche) zur unternehmensspezifischen Problemanalyse.
Der Hauptteil widmet sich der Situationsanalyse, der Erfassung von Zielvorgaben sowie der detaillierten Ausformulierung und Kalkulation von Handlungsalternativen für den Marktzutritt bei einem potenziellen Neukunden.
Besonders prägend sind Marktzutritt, Produktdiversifikation, Risikostreuung, Automobilzulieferindustrie und KMU-spezifische Markteintrittsbarrieren.
Miele dient als konkretes Fallbeispiel für einen potenziellen neuen A-Kunden in der Haushaltsgeräteindustrie, anhand dessen die Realisierbarkeit und die Kosten eines Markteintritts kalkuliert werden.
Obwohl die parallele Entwicklung beider Märkte die höchsten Investitionskosten verursacht, wird sie als sinnvollste Lösung bewertet, da sie das erhöhte Risiko durch die große Wachstumschance auf einem neuen Markt ausgleicht und die Abhängigkeit vom bisherigen Kernmarkt reduziert.
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