Bachelorarbeit, 2013
58 Seiten, Note: 1,0
1. Evaluation in der Sozialen Arbeit
2. Wirkungsevaluation in der Sozialen Arbeit
2.1 Wirkungsmessung
2.2 Das Wissen um Einstellungsmessung und deren Gewinn
3. Wirkungsmessung am Beispiel des Projektes 'ALKOR'
3.1 Kurzdarstellung des Projektes
3.2 Die Wirkungsmessung – ein Praxisbeispiel
3.2.1 Das (quasi-)experimentelle Design als adäquates Design in der Praxis
3.2.2 Operationalisierung des theoretischen Konstruktes
3.2.3 Erfahrungen mit der Umsetzung des theoretischen Konstruktes
3.3 Darstellung der Ergebnisse
3.3.1 Deskriptive Betrachtung
3.3.2 Itemanalyse
3.3.3 Einstellung, Wirkungen und Einstellungsveränderung
4. Chance und Herausforderung für die Soziale Arbeit
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen der Wirkungsevaluation in der Sozialen Arbeit, um deren Nutzen für die Professionalisierung und Legitimation des Fachbereichs aufzuzeigen. Dabei wird anhand einer Fallstudie zum Projekt 'ALKOR' (Schulprojekt zur Inklusion) praktisch demonstriert, wie mittels quasi-experimenteller Designs und standardisierter Einstellungs-Messinstrumente valide Ergebnisse zu Einstellungsänderungen gegenüber Menschen mit Behinderung generiert werden können.
Die Erhebungsmethode als Grundlage von Einstellungsmessungen
Mit dem Wissen um das Evaluationsdesign wird als weiterer Schritt mit der Entwicklung der Erhebungsinstrumente begonnen. Hierbei ist es wichtig, genau zu wissen, was erhoben werden soll. Diese Arbeit zeigt, dass es von großer Bedeutung ist, eine klare Definition für Einstellungen vorzunehmen. „Im Gegensatz zum allgemeinen psychologischen Begriff der (...) [Einstellung], der eine kurzzeitige spezifische Reaktionsbereitschaft meint, zielt der sozialpsychologische (…) [Einstellungs-] begriff auf eine zeitlich relativ stabile Haltung einem sozialen Objekt gegenüber“ (vgl. Siegfried/Siegfried 2007, 218). Dabei sind die hier gemeinten sozialen Objekte z.B. Einzelpersonen, soziale Gruppen, Institutionen, Ideen und Ideologien (ebd.). Ein Ziel des Projektes 'ALKOR' ist daher die Veränderung der Einstellung der ProjektteilnehmerInnen ohne Behinderung gegenüber bzw. zu Menschen mit einer Behinderung.
Um die Veränderung der Einstellung der ProjektteilnehmerInnen messen zu können, wird das in Kapitel 2.2 vorgestellte Design in Verbindung mit einem 'self-administered Fragebogen' durchgeführt. Der Fragebogen wird von den SchülerInnen durch die 'Classroom-Methode' im Klassenverbund beantwortet. Bei dieser Herangehensweise ist von einer annähernd 100%igen Rücklaufquote auszugehen und die Befragten können über Sinn und Zweck der Evaluation direkt informiert werden. Darüber hinaus bekommen sie für die Beantwortung des Fragebogens unmittelbar Zeit. Er verschwindet – wie bei einer postalischen Befragung – möglicherweise nicht erst in einem Ablageordner (vgl. Bortz/Döring 2006, 242ff.; Schnell/Hill/Esser 2005, 319ff.).
Für die Erarbeitung der im Projekt 'ALKOR' genutzten Fragebögen bzw. der Skala werden verschiedene akzeptierte und anerkannte Skalen genutzt. Diese sind die Grundlage eines für das Projekt geeigneten Messinstrumentes.
1. Evaluation in der Sozialen Arbeit: Erläutert die wachsende Bedeutung von Evaluation als professionelles 'Werkzeug' zur Qualitätssicherung und Legitimationssicherung in der Sozialen Arbeit.
2. Wirkungsevaluation in der Sozialen Arbeit: Diskutiert die theoretischen Grundlagen der Wirkungsmessung, die Abgrenzung von Begriffen wie Effektivität und Effizienz sowie methodische Anforderungen an Forschungsdesigns.
3. Wirkungsmessung am Beispiel des Projektes 'ALKOR': Dokumentiert die praktische Implementierung einer Wirkungsmessung an einer Schule, inklusive Stakeholder-Analyse, Operationalisierung und Ergebnisdarstellung.
4. Chance und Herausforderung für die Soziale Arbeit: Reflektiert kritisch die Anwendung der Ergebnisse und betont die Notwendigkeit adäquater Designs für die zukünftige Weiterentwicklung professioneller Standards.
Wirkungsevaluation, Wirkungsmessung, Soziale Arbeit, Inklusion, Einstellungsmessung, (quasi-)experimentelles Design, ALKOR, Fragebogen, Itemanalyse, Nettowirkung, Professionalisierung, Evaluation, Validität, Reliabilität, Störvariablen.
Die Arbeit befasst sich mit der Wirkungsevaluation in der Sozialen Arbeit. Sie untersucht, wie professionelles Handeln empirisch messbar gemacht werden kann.
Der Fokus liegt auf der Wirkungsmessung von Inklusionsprojekten, der Messung von Einstellungen gegenüber Menschen mit Behinderung sowie der methodischen Operationalisierung.
Das Ziel ist der Nachweis, dass durch adäquate Designs und gelungene Operationalisierung kausale Wirkungszusammenhänge in sozialen Projekten aufgezeigt und damit professionelle Standards gefördert werden können.
Es wird ein (quasi-)experimentelles Design (Doppelter-Differenz-Ansatz) genutzt, um durch eine Vorher-Nachher-Messung in Experimental- und Kontrollgruppen Nettowirkungen zu berechnen.
Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Fundierung der Wirkungsmessung und Einstellungsmessung sowie der detaillierten praktischen Durchführung im Projekt 'ALKOR' inklusive der Itemanalyse und Ergebnisdiskussion.
Wirkungsevaluation, Inklusion, Einstellungsveränderung, (quasi-)experimentelles Design und Professionalisierung sind die prägenden Begriffe.
Das Pipeline-Verfahren ermöglicht es, dass auch die Vergleichsgruppe später vom Projekt profitiert, wodurch ethische Bedenken hinsichtlich des Ausschlusses von Teilnehmern ausgeräumt werden.
Das ICF-Modell dient als theoretische Grundlage für das Inklusionsverständnis, um Behinderung ressourcenorientiert statt rein defizitorientiert zu betrachten.
Das Projekt konnte positive Einstellungsänderungen bei den teilnehmenden Schülern nachweisen, wobei die Nettowirkung eine Verschiebung der Werte auf der Ratingskala zum Positiven belegt.
Es gab Herausforderungen durch komplexe Formulierungen in bestehenden Skalen, die für die Zielgruppe (Sekundarstufe I) angepasst werden mussten, sowie Verständnisprobleme bei doppelt verneinten Fragen.
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