Bachelorarbeit, 2012
49 Seiten, Note: 2.5
1. Einleitung
2. Begriffsanalyse
3. Begriffsverwendung
3.1. Vertikale Betrachtung
3.2. Horizontale Betrachtung
3.3. Diagonale Betrachtung
4. Wer ist eigentlich kein Hacker?
5. Was dann noch bleibt
Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel des Hackerbegriffs und dessen verzerrte Wahrnehmung in der Gesellschaft durch mediale Einflüsse, mit dem Ziel, eine klare, wissenschaftliche Definitionsgrundlage zur Abgrenzung zwischen Hackern, Computerkriminellen und anderen Nutzern zu schaffen.
3.1. Vertikale Betrachtung
Geht man auf die geschichtliche Entwicklung ein, kann man erkennen, dass sich das Wesen der Hacker entsprechend dem technologischen Stand und dem Verständnis der Gesellschaft zur Technik entwickelt hat. Man kann aber auch sagen, dass die Hacker genau diesen Fortschritt maßgeblich beeinflusst haben. Schließlich kommen aus ihren Reihen einige der führenden Entwickler. Ohne die technischen Spielereien, die schließlich zu den ersten Homecomputern führten, ohne die erste massentaugliche Software, die nach ersten Tests im Eigengebrauch kommerzialisiert wurde, und ohne die Bemühungen der Studenten zur Entwicklung des Internet würde möglicherweise eine IT-Landschaft, wie wir sie heute kennen, nicht existieren.
Das Hacken entstand in einer Zeit, die noch nicht von Computern geprägt war und dementsprechend hatten die ersten Hacks auch nichts mit dem Programmieren an IT-Systemen zu tun. „Die ersten Hacker waren Mathematiker, Ingenieure und Wissenschaftler und arbeiteten an Universitäten“.23 Allein deshalb muss man die Assoziation von Hackern zu Computern lösen, genauso wie man Hacker nicht kriminalisieren darf.
Boris Gröndahl sieht in seinem Buch „Hacker“ die Anfänge bereits im 19. Jahrhundert. Jugendliche Telegraphisten nutzen ihr Wissen über die Technik, um sie auszureizen und teilweise auch zu missbrauchen. „Die Kombination aus Macht, technischem Wissen und effektiver Anonymität war für die Teenager unwiderstehlich“24. Manche sprechen sogar den alten Griechen die Idee des Hackens zu, als sie dem Mythos zu Folge im Bauch eines hölzernen Pferdes in die Stadt Troja eindrangen. Dieser Vergleich ist aber genauso weit hergeholt, wie die Behauptung der griechische Bote Pheidippides, der in zwei Tagen über 40 Kilometer nach Athen lief, um von der siegreichen Schlacht von Marathon zu berichten, sei der erste Fernmelder25.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, beleuchtet die verzerrte Wahrnehmung des Hackerbegriffs in den Medien und definiert das Ziel der Arbeit, eine begriffliche Trennung herbeizuführen.
2. Begriffsanalyse: Hier werden verschiedene offizielle und nichtoffizielle Definitionen des Hackers betrachtet, wobei die Bedeutung von Kreativität, Leidenschaft und Problemlösung als zentrale Attribute hervorgehoben wird.
3. Begriffsverwendung: Dieses Kapitel analysiert den Begriff aus verschiedenen Blickwinkeln durch eine vertikale, horizontale und diagonale Betrachtung, um die unterschiedlichen Hackergruppen und deren Motivationen zu unterscheiden.
3.1. Vertikale Betrachtung: Eine historische Analyse zeigt die Entwicklung der Hacker von den Anfängen an Universitäten bis hin zur Ära der heutigen Internetkriminalität und Sicherheitsdebatten.
3.2. Horizontale Betrachtung: Hier wird die Vielfalt der Hackergruppen (akademische Hacker, Phreaker, Cracker, Social Engineers, politisch motivierte Aktivisten) nach ihren jeweiligen Wirkungsbereichen und Motivationen differenziert.
3.3. Diagonale Betrachtung: Dieses Kapitel beleuchtet das gesellschaftliche Bild von Hackern, das maßgeblich durch Filme, Literatur und journalistische Berichterstattung geprägt ist.
4. Wer ist eigentlich kein Hacker?: Hier wird die Abgrenzung zu sogenannten "Nichthackern" wie Skriptkiddies oder kriminellen Akteuren gezogen, die den Begriff ohne das notwendige ethische und soziale Verständnis verwenden.
5. Was dann noch bleibt: Das Fazit fasst zusammen, dass ein Hacker jemand ist, der mit Leidenschaft, unter ethischen Grundsätzen und mit sozialem Gedanken komplexe Systeme manipuliert, und grenzt dies von destruktivem Verhalten ab.
Hacker, Hackerethik, Informatik, Computerkriminalität, Cracker, Skriptkiddies, Social Engineering, Phreaker, Informationstechnologie, Internet, Sicherheitslücken, Hackergeschichte, Medienwirkung, Programmierung, Digitalisierung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Definition und der gesellschaftlichen Wahrnehmung des Begriffs "Hacker", um eine klare Abgrenzung gegenüber kriminellen Akteuren zu schaffen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die historische Entwicklung, die verschiedenen Subkulturen der Hackerszene sowie den Einfluss der Medien auf das verzerrte öffentliche Bild von Hackern.
Das Ziel ist es, durch eine präzise wissenschaftliche Definition des Begriffs eine Grundlage zu schaffen, mit der man zwischen ethisch handelnden Hackern, Crackern und Cyberkriminellen unterscheiden kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie eine differenzierte Untersuchung anhand von historischen und medialen Beispielen, um das "TMINK-Schema" und weitere Kategorisierungen anzuwenden.
Im Hauptteil werden die historischen Ursprünge der Hacker, die verschiedenen Hackergruppen wie Phreaker oder Social Engineers sowie die Auswirkungen medialer Klischees in Film und Fernsehen detailliert untersucht.
Wesentliche Begriffe sind Hackerethik, Differenzierung, soziale Komponente, Technikbegeisterung, Cyberkriminalität und die mediale Konstruktion des Hacker-Mythos.
Während der "wahre" Hacker durch Leidenschaft, ethische Grundsätze und den Drang zur schöpferischen Problemlösung motiviert ist, handelt der Cracker destruktiv, kriminell oder rein aus Sport ohne soziale Verantwortung.
Das Jargon File dient als wichtige Quelle, um die interne Sprache und die ursprünglichen Werte der Hackerkultur (wie etwa das "circumventing limitations") zu identifizieren und von späteren, negativen Konnotationen abzugrenzen.
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