Examensarbeit, 2012
227 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Der Blaue Reiter
2.1 Der Blaue Reiter - Ein Almanach entsteht
2.2 Die „Neue Künstlervereinigung München“
2.3 Der Weg zum Erfolg
2.4 Ziele und Bestrebungen der Künstlergruppe
2.5 „Beide liebten wir Blau, Marc Pferde, ich – Reiter.“
3. Der Maler Wassily Kandinsky
3.1 Ein Leben zur Jahrhundertwende
3.2 Kandinskys Malerei – Ein Weg zur Abstraktion
3.2.1 Impression III
3.2.2 Romantische Landschaft
3.2.3 Komposition V
3.3 Über das Geistige in der Kunst
4. Arnold Schönberg: Ein Komponist unter Malern
4.1 Ein Musiker zwischen Tönen und Farben
4.2 Zweites Streichquartett op. 10
4.2.1 Erster Satz
4.2.2 Zweiter Satz
4.2.3 Dritter Satz
4.2.4 Vierter Satz
4.3 Dreimal sieben Gedichte aus Albert Girauds Pierrot lunaire op. 21
4.3.1 Der Mondfleck
5. Arnold Schönberg und Der Blaue Reiter
5.1 Der Maler Arnold Schönberg
5.1.1 „Die Bilder Schönbergs zerfallen in zwei Arten.“
5.2 „Sie wissen vielleicht nicht, daß ich auch male.“
5.3 Das Verhältnis zum Text
5.4 Die Komposition Herzgewächse op. 20
5.4.1 „Das ist der Gipfelpunkt der Musik!“
Die vorliegende Arbeit untersucht die interdisziplinäre Beziehung zwischen dem Komponisten Arnold Schönberg und dem Maler Wassily Kandinsky zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ihre künstlerische Freundschaft und ihr gegenseitiger Austausch – insbesondere im Kontext des „Blauen Reiters“ – die Entwicklung von Malerei und Musik nachhaltig beeinflussten und neue Ausdrucksformen wie die Abstraktion und Atonalität förderten.
3.2.1 Impression III (Konzert)
Aus dem Kapitel 3.1 zur Lebensgeschichte Kandinskys ist bereits hervorgegangen, dass es sich bei dem Gemälde Impression III um ein Werk handelt, welches nach einem Schönbergkonzert im Jahre 1911 entstanden ist. Offensichtlich hat Kandinsky die starken Eindrücke des Konzerts kurze Zeit später in Form von Farben und abstrakten Linien auf einer 77,5 : 100 cm großen Leinwand verarbeitet. Dass das Ölgemälde kurze Zeit nach dem Konzertbesuch entstanden sein muss, wird bei der Betrachtung des Hauskataloges deutlich. Das Gemälde erscheint als Drittes von insgesamt dreiunddreißig Nummern und führt somit zu der Annahme, dass zwischen dem Konzertbesuch und der Entstehung des Gemäldes ein lediglich kurzer Zeitraum gelegen haben muss.
Die Zusatzbezeichnung Konzert im Bildtitel verdeutlicht darüber hinaus den engen Bezug zwischen Musik und Malerei, den Kandinsky nach dem Schönbergkonzert wohl empfunden haben muss. Offenbar waren Kandinskys Eindrücke sogar so groß, dass er noch im selben Monat einen Briefwechsel mit dem Komponisten Arnold Schönberg begonnen hat. Am 18. Januar 1911 schreibt Kandinsky folgende erste Worte an Schönberg.
„Entschuldigen Sie bitte, daß ich ohne das Vergnügen zu haben Sie persönlich zu kennen einfach an Sie schreibe. Ich habe eben Ihr Concert hier gehört und habe viel wirkliche Freude gehabt. [...] Sie haben in Ihren Werken das verwirklicht, wonach ich in freilich unbestimmter Form in der Musik so eine große Sehnsucht hatte. Das selbständige Gehen durch eigene Schicksale, das eigene Leben der einzelnen Stimmen in Ihren Compositionen ist gerade das, was auch ich in malerischer Form zu finden versuche.“
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die künstlerische Begegnung zwischen Arnold Schönberg und Wassily Kandinsky ein und thematisiert das Streben nach neuen expressionistischen Ausdrucksformen in Musik und Malerei.
2. Der Blaue Reiter: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung der Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“, ihre Zielsetzungen, die Rolle des Almanachs und die zentralen Akteure sowie deren Abgrenzung zur „Neuen Künstlervereinigung München“.
3. Der Maler Wassily Kandinsky: Hier wird die Biografie Kandinskys beleuchtet, sein Weg zur Abstraktion durch theoretische Schriften sowie exemplarische Analysen seiner Gemälde wie Impression III und Komposition V.
4. Arnold Schönberg: Ein Komponist unter Malern: Dieser Abschnitt widmet sich dem Leben Schönbergs, seiner Entwicklung als Komponist, seiner Hinwendung zur Malerei sowie einer detaillierten Analyse des Zweiten Streichquartetts und Pierrot lunaire.
5. Arnold Schönberg und Der Blaue Reiter: Dieses Kapitel analysiert Schönbergs Beitrag zum Almanach, seine Rolle als Maler innerhalb der Bewegung und den intensiven theoretischen Austausch mit Kandinsky über Kunst und Musik.
6. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die künstlerische Symbiose der beiden Protagonisten und ihren grundlegenden Einfluss auf die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts.
Arnold Schönberg, Wassily Kandinsky, Der Blaue Reiter, Expressionismus, Abstraktion, Atonalität, Musik und Malerei, Almanach, Innere Notwendigkeit, Pierrot lunaire, Zweites Streichquartett, Herzgewächse, Moderne Kunst, Klangfarben, Kunsttheorie.
Die Arbeit untersucht die tiefgreifende künstlerische Beziehung und den gegenseitigen Einfluss zwischen dem Komponisten Arnold Schönberg und dem Maler Wassily Kandinsky zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Die zentralen Themen umfassen die Entstehung des „Blauen Reiters“, die Entwicklung der abstrakten Malerei, den Wandel in der musikalischen Komposition (Atonalität) sowie die theoretische Verknüpfung beider Kunstformen.
Ziel ist es, die Verbindung zwischen Malerei und Musik im Leben und Wirken dieser beiden Pioniere aufzuzeigen und zu verstehen, wie sie gemeinsam die Grenzen ihrer jeweiligen Kunstgattungen erweiterten.
Es handelt sich um eine kunst- und musikwissenschaftliche Analyse, die primär auf der Auswertung von Briefwechseln, programmatischen Schriften (wie „Über das Geistige in der Kunst“) und der Untersuchung von konkreten Werken (Gemälde und Kompositionen) basiert.
Der Hauptteil behandelt ausführlich die Biografie beider Künstler, die Geschichte des „Blauen Reiters“, eine detaillierte Analyse von Kandinskys Weg zur Abstraktion sowie Schönbergs musikalische Entwicklung und sein bildnerisches Schaffen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Expressionismus, Abstraktion, Atonalität, „innere Notwendigkeit“, Der Blaue Reiter und die interdisziplinäre Verbindung von Kunst und Musik charakterisieren.
Das Werk wird als Schlüsselpunkt der musikalischen Entwicklung zur Atonalität hervorgehoben, der Kandinsky tief beeindruckte und somit einen direkten Auslöser für den künstlerischen Dialog zwischen beiden darstellte.
Der Almanach fungierte als ein bedeutendes Künstlermanifest, das versucht hat, verschiedene Kunstformen – insbesondere Malerei und Musik – zu vereinen und einen neuen geistigen Aufbruch in der Kunst zu legitimieren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

