Diplomarbeit, 2008
117 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung und Motivation
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Grundlagen der Holographie
2.2 Phasenschiebende Rekonstruktionsverfahren
2.2.1 Zeitliche Phasenschiebeverfahren
2.2.2 Räumliche Phasenschiebeverfahren
2.3 Numerische Propagation der komplexen Objektwelle
2.4 Quasimonochromatische Lichtquellen
2.4.1 Dispersion von quasimonochromatischem Licht
2.4.2 Mathematische Approximation des Brechungsindex
2.5 Ultrahelle Licht emittierende Dioden
2.5.1 Funktionsweise
2.5.2 Lambert-Strahler
3 Experimentelle Methoden
3.1 Charakterisierte Lichtquellen
3.2 Aufbau und Vorgehen zur Untersuchung des Abstrahlprofils der LEDs
3.3 Methoden zur Charakterisierung der Kohärenzeigenschaften der LEDs
3.3.1 Interferometeraufbau und Justage
3.3.2 Kontrastbestimmung
3.3.3 Interferometrische Bestimmung der Kohärenzlänge
3.4 Quantifizierung des Rauschens von Phasenverteilungen
3.5 Phaseshifting und Phasestepping
3.6 Digitalholographisches Linnik-Interferenz-Mikroskop
3.7 Verwendete Gläser
3.8 Ablauf der Hologrammauswertung
4 Ergebnisse und Diskussion
4.1 Eigenschaften von LEDs
4.1.1 Spektren der Lichtquellen
4.1.2 Abstrahlprofil der LEDs
4.2 Charakterisierung der Betriebsparameter der LEDs
4.2.1 Zeitliches Verhalten der Spektren
4.2.2 Stromabhängigkeit
4.3 Optimierung der Kontrastbestimmung durch Fourieranalyse
4.3.1 Charakterisierung des Algorithmus
4.3.2 Optimierung durch Fensterfunktionen
4.4 Kalibrierung der Piezotranslatoren
4.5 Stabilität des optischen Aufbaus
4.6 Optimierung des zeitlichen Phasenschiebens
4.6.1 Vergleich der Phasenschiebealgorithmen
4.6.2 Vergleich von Phaseshifting und Phasestepping
4.7 Kohärenzlängenbestimmung
4.8 Einfluss der Dispersion
4.8.1 Untersuchung an Mikroskopie-Gläsern
4.8.2 Untersuchung an Strahlteilern
4.9 Intensitätsrauschen der Interferogramme
4.10 Abhängigkeit des Phasenrauschens vom Kontrast
4.11 Abhängigkeit des Phasenrauschens von der Belichtungszeit
4.12 Simulation der digitalholographischen Rekonstruktionsverfahren
4.12.1 Ergebnisse der Simulation der Hologrammauswertung
4.12.2 Verwendbare Trägerstreifenzahl für räumliches Phasenschieben mit LEDs
4.13 Untersuchungen zum digitalholographischen Linnik-Interferenz-Mikroskop
4.13.1 Bestimmung der Auflösung
4.13.2 Untersuchungen an Tumorzellen
4.13.3 Übergeordnete Diskussion der Messergebnisse
5 Zusammenfassung der Ergebnisse
6 Ausblick
Die Arbeit untersucht den Einsatz von ultrahellen Leuchtdioden (LEDs) als Lichtquellen in der digitalen Holographie und Mikroskopie, mit dem primären Ziel, die Kohärenzeigenschaften und das dispersive Verhalten dieser Lichtquellen experimentell zu charakterisieren, um eine Optimierung digitaler Rekonstruktionsverfahren zur Untersuchung biologischer Proben zu ermöglichen.
1 Einleitung und Motivation
Die Holographie ist ein Verfahren zur Aufzeichnung und Rekonstruktion von Wellenfronten, d. h., neben der Intensität wird auch die Phase eines Lichtwellenfeldes aufgenommen. Bei der digitalen Holographie wird das Hologramm, das aus der Überlagerung von zueinander kohärenten Objekt- und Referenzwellen entsteht, mit einem Rastersensor (z.B. einer CCD-Kamera) aufgezeichnet, der die Intensität des einfallenden Lichtes in ein elektrisches Signal konvertiert. Nach anschließender Diskretisierung wird die Information zur digitalen Weiterverarbeitung im Computer gespeichert. Die Rekonstruktion der Signalwelle erfolgt mit Hilfe von numerischen Rekonstruktionsalgorithmen.
Am Centrum für Biomedizinische Optik und Photonik werden digitalholographische Methoden für den Einsatz in der Mikroskopie entwickelt. Die digitalholographische Mikroskopie stellt ein Verfahren zur quantitativen Phasenkontrastmikroskopie von biologischer Proben dar und öffnet neue Möglichkeiten der Zellbeobachtung. Im Vergleich zu anderen Methoden wie z.B. der Fluoreszenzmikroskopie ermöglichen digitalholographische Verfahren eine Detektion von optischen Weglängenänderungen, die im Reflexionsfall durch die Form des Objektes und bei Transmission durch dessen Brechungsindex bzw. Änderung verursacht werden. In der Lebendzellanalyse erlauben digitalholographische Verfahren eine gleichzeitig schnelle, minimal invasive, flächenhafte, markerfreie und quantitative Analyse von lebenden Zellen [1].
Hierbei werden die durch die Probe verursachten Variationen in der optischen Weglänge aufgezeichnet und als quantitative Phasenkontrastbilder rekonstruiert [2]. Laser führen aufgrund der großen Kohärenzlänge, die im Meterbereich liegen kann, bei der digitalen Holographie zu störenden zusätzlichen Interferenzen, die z.B. durch Mehrfachreflexionen im Aufbau verursacht werden.
Der Einsatz von kurzkohärenten Lichtquellen eröffnet hierbei die Möglichkeit zur Verminderung dieser Effekte, da nur innerhalb des Kohärenzbereiches Interferenzen auftreten können. Es ist daher zu erwarten, dass kurzkohärentes Licht zu einem geringeren Phasenrauschen und damit zu einer besseren Qualität der holographischen Phasenkontrastbilder führt [3, 4].
1 Einleitung und Motivation: Dieses Kapitel motiviert den Einsatz von kurzkohärenten LEDs in der digitalen Holographie zur Rauschminderung und definiert das Ziel der Arbeit, die Optimierung und Charakterisierung eines solchen Mikroskopiesystems.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die mathematischen Grundlagen der digitalen Holographie, verschiedene Phasenschiebeverfahren, numerische Rekonstruktionsmethoden sowie die theoretische Beschreibung von quasimonochromatischen Lichtquellen und LEDs detailliert dargelegt.
3 Experimentelle Methoden: Dieses Kapitel beschreibt den Versuchsaufbau zur Charakterisierung der LEDs, die Methoden zur Bestimmung von Kontrast und Kohärenzlänge sowie die Implementierung des Linnik-Interferenz-Mikroskops und der angewandten Algorithmen.
4 Ergebnisse und Diskussion: Hier werden die experimentellen Messergebnisse zu LED-Eigenschaften, Stabilität, Dispersionseinflüssen sowie zur Performance der Phasenrekonstruktion an technischen und biologischen Proben präsentiert und kritisch analysiert.
5 Zusammenfassung der Ergebnisse: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, insbesondere die Eignung ultraheller LEDs für die digitale Holographie und die erzielten Verbesserungen hinsichtlich Rauschminderung und Systemstabilität.
6 Ausblick: Der Ausblick diskutiert mögliche zukünftige Entwicklungen, wie die Integration von Autofokus-Algorithmen und den Einsatz optimierter Geometrien für eine noch effizientere Zellbeobachtung.
Digitale Holographie, Mikroskopie, Leuchtdioden, LED, Kohärenz, Phasenrauschen, Phasenrekonstruktion, Interferometrie, Dispersion, Linnik-Interferenz-Mikroskop, Bildrekonstruktion, quantitative Phasenmikroskopie, Signalverarbeitung, Optik, Zellanalyse.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Nutzung von ultrahellen, kurzkohärenten Leuchtdioden (LEDs) als alternative Lichtquellen für die digitale Holographie und Mikroskopie, um störende Interferenzeffekte zu reduzieren.
Die Schwerpunkte liegen auf der experimentellen Charakterisierung von LEDs, der Analyse von Kohärenzeigenschaften, der Untersuchung von Dispersion in optischen Medien und der Optimierung von Algorithmen zur Phasenrekonstruktion.
Das Hauptziel ist die Charakterisierung der Lichtquellen und die Optimierung des gesamten digitalholographischen Mikroskopiesystems, um eine hochqualitative, quantitative Zellbeobachtung mit reduziertem Rauschen zu ermöglichen.
Es wird eine Kombination aus theoretischer Modellierung (z.B. skalare Beugungstheorie) und umfangreichen experimentellen Messreihen mittels Michelson-Interferometern und digitaler Bildverarbeitung angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Rekonstruktionsverfahren, die detaillierte Beschreibung des experimentellen Aufbaus sowie die umfassende Präsentation und Diskussion der Messergebnisse.
Digitale Holographie, kurzkohärente LEDs, Phasenrauschen, Kohärenz, Interferometrie und quantitative Phasenmikroskopie.
Die Dispersion beeinflusst die effektive Kohärenzlänge beim Durchgang durch optische Komponenten wie Mikroskopgläser; deren Auswirkungen werden quantifiziert, um sie im Messaufbau zu minimieren oder rechnerisch zu kompensieren.
Die Messungen zeigen, dass der Einsatz von kurzkohärenten LEDs im Vergleich zu klassischen Lasern zu einer signifikanten Reduzierung des Phasenrauschens in den rekonstruierten Bildern führt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

