Masterarbeit, 2012
99 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
1.1 Persönliche Motivation und Begründung der Themenwahl
1.2. Die Forschungsfrage
1.3. Definition Menschen mit Behinderung
1.4. Definition Fachkräfte
1.5. Relevanz der Arbeit
1.6. Die Ziele dieser Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Behinderung
2.2. Begegnung mit Menschen mit Behinderung
2.3. Bericht der Bundesregierung über die Lage von Menschen mit Behinderungen in Österreich 2008
2.4. Arbeit mit Menschen mit Behinderung
2.4.1. Arbeit allgemein
2.4.2. Leistung
2.4.3. Lebenslanges Lernen
2.5. Menschenbild in der Behindertenarbeit
2.6. Normalität
2.7. Interaktion mit und Beziehung zu behinderten Menschen
2.7.1. Kommunikation und intuitives Wissen
2.7.2. Wahrnehmung und "Menschensprache"
2.8. Fremdheit und Stigmatisierung
2.9. Normative Vorstellungen von Gesundheit und Schönheit
2.9.1. Körperliche Schönheit
2.9.2. Die manipulierte Schönheit von heute
2.9.3. Der "genormte Mensch" als Schönheitsideal
2.9.4. Schönheit und Behinderung
2.10. Gesundheit
2.10.1. Gesundheit und der Körper
2.10.2. Gesundheit und die Seele
2.10.3. Gesundheit und Behinderung
3. Empirischer Teil
3.1. Feldforschung – InterviewpartnerInnen
3.2. Tabellarische Übersicht der InterviewpartnerInnen
3.3. Erhebung
3.4. Der Leitfaden
3.5. Auswertung
3.6. Methodisches Vorgehen bei der Auswertung
4. Präsentation der empirischen Untersuchungsergebnisse
4.1. Motivation mit Menschen mit Behinderung zu arbeiten (Kategorienspalte A)
4.2. Persönliche Definition von körperlicher Schönheit und der Einfluss von Menschen mit Behinderung auf das persönliche Schönheitsempfinden (Kategorienspalte C, D)
4.3. Vorstellung /Veränderung des Gesundheitsbegriffes (Kategorienspalte E, F)
4.4. Einfluss der Arbeit / Gewinne aus der Arbeit (Kategorienspalte B, G, H)
5. Zusammenführung Theorie und Empirie – Conclusio
5.1. Ergebnisse – Diskussion
5.2. Antworten auf die Unterfragen der Forschungsfrage
5.3. Grenzen der Arbeit
5.4 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, welche persönlichen Bereicherungen und Entwicklungen Fachkräfte durch ihre langjährige Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung erfahren. Im Fokus steht dabei die biographische Prägung der Fachkräfte sowie die Veränderung ihrer individuellen Einstellungen, Werte und Wahrnehmungen – insbesondere hinsichtlich der Konzepte von Schönheit und Gesundheit.
1.1 Persönliche Motivation und Begründung der Themenwahl
Ein Erlebnis an einem Arbeitsvormittag löste bei mir die Frage nach Veränderungen bei Fachkräften im Behindertenbereich aus. Genauer gesagt war es die Aufgabe, Fotos von Kindern für einen Programmfolder für ein Zentrum für Familien mit Kindern mit Behinderung auszusuchen. Auf diesen Fotos waren Kinder mit geistigen Behinderungen im Alter von zwei bis zehn Jahre abgebildet und sowohl meine Kollegin, als auch ich waren entzückt, wie "hübsch" und "süß" die Kinder aussahen.
Plötzlich kamen Zweifel auf: Würden andere Menschen, die nicht im Behindertenbereich arbeiten, diese Kinder auch als "hübsch" und "süß" ansehen? Manche Kinder waren im Gesicht sichtlich entstellt, aber das hat uns nicht gestört. Hat uns die Arbeit so weit verändert, dass wir Menschen, die möglicherweise allgemein als abstoßend empfunden werden, ansprechend empfinden?
1. Einleitung: Die Autorin legt die persönliche Motivation dar und definiert die Forschungsfrage, welche die positiven Auswirkungen der Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung auf die Fachkräfte beleuchtet.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel verknüpft Konzepte von Behinderung, Normalität, Stigmatisierung sowie Gesundheit und Schönheit mit der sozialen Realität in der Behindertenarbeit.
3. Empirischer Teil: Hier wird das methodische Vorgehen beschrieben, basierend auf leitfadengestützten Interviews mit 14 Fachkräften aus verschiedenen Disziplinen.
4. Präsentation der empirischen Untersuchungsergebnisse: Die erhobenen Daten werden thematisch in Kategorien wie Motivation, Definition von Schönheit und Veränderung des Gesundheitsbegriffs analysiert.
5. Zusammenführung Theorie und Empirie – Conclusio: Die Autorin diskutiert die Ergebnisse, beantwortet die Forschungsfragen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.
Behindertenarbeit, Geistige Behinderung, Fachkräfte, Biographische Erfahrung, Psychotherapie, Körperliche Schönheit, Gesundheitsverständnis, Salutogenese, Kommunikation, Empathiefähigkeit, Authentizität, Persönlichkeitsentwicklung, Stigmatisierung, Lebensfreude, Intuition
Die Arbeit erforscht, wie Fachkräfte, die langjährig mit Menschen mit geistiger Behinderung arbeiten, ihre Tätigkeit wahrnehmen und welche persönlichen Veränderungen oder Bereicherungen sie dabei erfahren.
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung von Fähigkeiten, der Wahrnehmung von Schönheit und Gesundheit durch die Fachkräfte sowie der reflektierten Auseinandersetzung mit eigenen Werten.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Arbeit mit Menschen mit Behinderung nicht nur eine berufliche Anforderung, sondern eine tiefgreifende, prägende biographische Erfahrung für die Fachkräfte darstellt.
Die Autorin nutzt eine Mischform aus qualitativer und quantitativer Inhaltsanalyse, basierend auf 14 leitfadengestützten Experteninterviews.
Der theoretische Teil definiert Begriffe wie Behinderung, Normalität und Gesundheit, während der empirische Teil die konkreten Erfahrungen, Aussagen und Beobachtungen der interviewten Fachkräfte auswertet.
Wichtige Begriffe sind Behindertenarbeit, Fachkräfte, Persönlichkeitsentwicklung, Authentizität, Empathie, Salutogenese und die subjektive Wahrnehmung von Schönheit und Gesundheit.
Die Untersuchung zeigt, dass gängige, mediale Schönheitsideale in der täglichen Praxis in den Hintergrund rücken, zugunsten einer Wahrnehmung, die innere Zufriedenheit und Ausstrahlung in den Vordergrund stellt.
Durch die tägliche Begegnung entwickeln Fachkräfte oft ein geschärftes Bewusstsein für die eigene Gesundheit, eine größere Dankbarkeit für ihre körperliche Autonomie und einen achtsameren Umgang mit den eigenen Ressourcen.
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