Masterarbeit, 2012
167 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Begriffliche Grundlegungen
2.1 Ausbildungsplatzmarktbenachteiligte Jugendliche im Beruflichen Übergangssystem
2.2 Kompetenzorientierung der beruflichen Bildung
2.3 Tugendbegriff und Werte in der Ethik
3. Werteorientierungen ausbildungsplatzmarktbenachteiligter Jugendlicher
3.1 Ausbildungsplatzmarktbenachteiligte Jugendliche in der Risikogesellschaft
3.1.1 Orientierung in pluraler, individualisierter Gesellschaft?
3.1.2 Tugenden - Zugangsvoraussetzung in die Berufsausbildung?
3.1.3 Benachteiligt beim Zugang in die Berufswelt
3.2 Werteorientierungen ausbildungsplatzmarktbenachteiligter Jugendlicher im Spiegel empirischer Jugendforschung
3.3 Werteorientierungen im Kontext von Sozialisationserfahrungen und personaler Identität
3.3.1 Werteorientierungen – abhängig von sozialen Faktoren?
3.3.2 Soziale Einbindungen – konstitutiv für die personale Identität?
3.3.3 Personale Identität und Werteorientierungen
3.4 Ausbildungsplatzmarktbenachteiligte Jugendliche – eine ethische Anfrage an die Gesellschaft
4. Orientierungen durch Tugenden?
4.1 Zum Tugendbegriff in ethischer Diskussion
4.1.1 Prinzipienethik versus Tugendethik?
4.1.2 Neue Tugendethik
4.1.3 Tugend als Sein-Können
4.2 Woher können ausbildungsplatzmarktbenachteiligte Jugendliche moralische Orientierungen beziehen?
4.2.1 Orientierung durch Prinzipien?
4.2.2 Moralisches Wissen und moralisches Handeln
4.2.3 Strebensziel Glückseligkeit
4.2.4 Moralisch Handeln lernen
4.3 Orientierung an Werten durch Tugend
5. Orientierungen durch Tugenden für ausbildungsplatzmarktbenachteiligte Jugendliche
6. Literatur
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern Tugenden als moralische Orientierungsgrundlage für Jugendliche dienen können, die aufgrund mangelnder Schulabschlüsse benachteiligt am Ausbildungsplatzmarkt teilnehmen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie diese Jugendlichen trotz schwieriger Sozialisationsbedingungen und einer individualisierten Risikogesellschaft eine werteorientierte Lebensgestaltung entwickeln können.
3.1 Ausbildungsplatzmarktbenachteiligte Jugendliche in der Risikogesellschaft
´Risikogesellschaft` titelt das Buch von Ulrich Beck zu den Folgen der Individualisierung, in dem eine damit einhergehende ´Produktion von Risiken` problematisiert wird. Was bedeuten Individualisierung und Pluralisierung für die Orientierung des Einzelnen und was bedeutet ´Risikogesellschaft` für ausbildungsplatzmarktbenachteiligte Jugendliche? Welche Anforderungen stellen sich vonseiten der Berufsbildung, als Teilsystem der ´Risiko`-Gesellschaft an Jugendliche, die einen Ausbildungsplatz anstreben? Welche Risiken stellen sich für ausbildungsplatzmarktbenachteiligte Jugendliche beim Übergang in das Berufsbildungssystem?
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Bedeutung von Werten und Tugenden in der pädagogischen Debatte, insbesondere im Kontext benachteiligter Jugendlicher, und führt in die Fragestellung der Arbeit ein.
2 Begriffliche Grundlegungen: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe der Arbeit, wie ausbildungsplatzmarktbenachteiligte Jugendliche, das Übergangssystem, Handlungskompetenz und der Tugendbegriff, definiert und in den Diskurs eingeordnet.
3 Werteorientierungen ausbildungsplatzmarktbenachteiligter Jugendlicher: Das Kapitel analysiert die spezifischen Werteorientierungen dieser Jugendlichen im Spiegel der Risikogesellschaft, empirischer Jugendforschung sowie unter Berücksichtigung von Sozialisation und Identitätsbildung.
4 Orientierungen durch Tugenden?: Es erfolgt eine tiefgehende ethische Reflexion, in der die Prinzipienethik der Tugendethik gegenübergestellt wird, um das Potential von Tugenden für moralische Orientierung und die Bedeutung von Lebenserfahrung zu prüfen.
5 Orientierungen durch Tugenden für ausbildungsplatzmarktbenachteiligte Jugendliche: Das abschließende Kapitel synthetisiert die Ergebnisse und diskutiert die ethische Verantwortung der Gesellschaft sowie die Möglichkeiten, Tugenden als Orientierungshilfe pädagogisch nutzbar zu machen.
6 Literatur: Das Literaturverzeichnis listet die verwendeten Quellen und Studien.
Tugendethik, ausbildungsplatzmarktbenachteiligte Jugendliche, Werteorientierung, Risikogesellschaft, Berufsbildung, Übergangssystem, soziale Ungleichheit, personale Identität, moralische Kompetenz, Handlungskompetenz, Lebensklugheit, Erziehungswissenschaft, Ethik, Sozialisation, Ausbildungsreife.
Die Arbeit untersucht, ob tugendethische Ansätze benachteiligten Jugendlichen, die keinen oder nur einen Hauptschulabschluss besitzen, moralische Orientierung und Unterstützung für ihre Lebensgestaltung bieten können.
Die zentralen Felder sind die Ethik, die Sozialisations- und Jugendforschung, das berufliche Bildungssystem sowie die Frage nach dem Zusammenhang von Werten, Identität und Tugend.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Können Tugenden moralische Orientierungen für ausbildungsplatzmarktbenachteiligte Jugendliche bieten?“
Es wird ein hermeneutischer Weg gewählt, der philosophische Ethikmodelle in den Dialog mit aktuellen empirischen Daten der Jugendforschung setzt.
Der Hauptteil analysiert die Lebenslagen benachteiligter Jugendlicher, die Bedeutung von Sozialisation und Identität für Werte und diskutiert kontrovers die Eignung der Prinzipien- versus Tugendethik als Lebenshilfe.
Zu den Schlüsselwörtern zählen Tugendethik, Ausbildungsreife, soziale Ungleichheit, personale Identität, berufliche Bildung und moralische Kompetenz.
Die "neue Tugendethik" sucht in der modernen Debatte nach Wegen, das antike Tugendverständnis anschlussfähig an heutige Lebenswelten und Selbstverständnisse zu machen, ohne in eine rein deontologische Pflichtenethik zu verfallen.
Die BEK dient als konkretes Praxisbeispiel im Übergangssystem, an dem die Diskrepanz zwischen geforderter Ausbildungsreife und den tatsächlichen Werten/Lebensentwürfen der Schüler verdeutlicht wird.
Der Begriff "Sein-Können" betont, dass Tugend nicht bloßes Befolgen von Regeln ist, sondern eine in der Person verwurzelte Haltung und Befähigung, die das eigene Leben in Richtung Glückseligkeit gestalten kann.
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