Examensarbeit, 2012
65 Seiten, Note: 2
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
Einleitung
1. Theoretische Grundlagen
1.1 Kommunikative Kompetenz
1.2 Begriffsklärung warm-up
1.2.1 Warm-up in Abgrenzung zu verwandten allgemein-didaktischen Termini
1.2.2 Warm-up in Abgrenzung zu verwandten fachdidaktischen Termini
1.2.3 Definition des Begriffs warm-up
2. Planung des Unterrichtsversuchs
2.1 Didaktische Überlegungen zum Vorgehen
2.1.1 Lerngruppenbeschreibung
2.1.2 Beobachtungen
2.1.3 Untersuchungsschwerpunkt
2.1.4 Hypothese und Kriterien
2.1.5 Indikatoren und Durchführung
2.1.6 Ziel der Untersuchung
2.2 Auswahl des Themas und Einbettung in den laufenden Unterricht
2.3 Lernziele der Unterrichtseinheit
2.4 Methodische Überlegungen
2.4.1 Warm-up Übung: Three-Picture Story
2.4.2 Warm-up Übung: True or False?
2.4.3 Warm-up Übung: Role-play
3. Darstellung und Auswertung des Unterrichtsversuchs
3.1 Darstellung und Auswertung des warm-ups: Three-Picture Story
3.1.1 Darstellung
3.1.2 Auswertung
3.2 Darstellung und Auswertung des warm-ups: True or False?
3.2.1 Darstellung
3.2.2 Auswertung
3.3 Darstellung und Auswertung des warm-ups: Role-play
3.3.1 Darstellung
3.3.2 Auswertung
3.4 Abschließende Auswertung und Ergebnis
3.5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit themengebundene Warm-ups dazu beitragen können, Sprechhemmungen bei Schülerinnen und Schülern in einem Englischkurs der 12. Klasse abzubauen und deren mündliche Beteiligung in Plenumphasen zu erhöhen.
1.1 Kommunikative Kompetenz
Der schulische Fremdsprachenunterricht soll die SuS dazu befähigen, die funktionale Sprachverwendung im produktiven Bereich in einem Maß zu entwickeln, dass "eine Teilhabe am gesellschaftlichen Diskurs ohne größere Störungen möglich ist." Dabei gehe es nicht um Ausspracheperfektion oder formale Fehlerlosigkeit, sondern um die Beherrschung kommunikativer Strategien, die eine flexible Anwendung in monologischen und dialogischen Kommunikationssituationen erlaube.
Kommunikative Strategien sind Vorgehensweisen des kommunikativen Ansatzes, die zu einer Annäherung des Ziels der kommunikativen Kompetenz beitragen sollen. Der kommunikative Ansatz, der mit der "pragmatischen Wende" Einzug erhält, legt den Fokus auf die authentische Kommunikation und akzentuiert das Bedeutungspotenzial von Sprache. Um kommunikative Strategien im Englischunterricht anzuwenden, schlägt Kieweg Unterrichtsmethoden vor, die vom traditionellen Ping-Pong-Spiel in Form von Lehrerfragen und den vom Lehrer erhofften Schülerantworten absehen und die individuelle Sprechzeit der SuS erhöhen. Da es nicht auf auf die fehlerfreie Anwendung, sondern um die sprachliche Übermittlung von fremdsprachlichen Inhalten geht, kann in diesem Kontext auch das Prinzip message before accuracy abgeleitet werden, welches den übermittelten Inhalten der SuS einen höheren Stellenwert beimisst als dem fehlerlosen Ausdruck.
Die kommunikative Kompetenz ist nach Piepho: "die umfassende Fähigkeit eines Sprechers, kommunikativ zu handeln und sich im Diskurs zu äußern, d.h. die Bedeutung und die Absicht in oder hinter einer Äußerung bzw. einem Text aufzufassen und eigene Absichten in wirksamer Weise sprachlich auszudrücken."
Einleitung: Die Arbeit führt in die Problemstellung der mangelnden mündlichen Beteiligung in einem Englischkurs ein und definiert das Ziel, durch Warm-ups Sprechhemmungen abzubauen.
1. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert kommunikative Kompetenz und grenzt den Begriff Warm-up von anderen didaktischen Ansätzen ab.
2. Planung des Unterrichtsversuchs: Hier werden die Lerngruppe, die methodischen Ansätze sowie die spezifischen Warm-up-Übungen für den Unterrichtsversuch detailliert geplant und theoretisch begründet.
3. Darstellung und Auswertung des Unterrichtsversuchs: Dieses Kapitel dokumentiert die Durchführung der verschiedenen Warm-ups und analysiert deren Auswirkungen auf die mündliche Beteiligung der Schülerinnen und Schüler.
Warm-up, Sprechhemmungen, Englischunterricht, kommunikative Kompetenz, Schüleraktivierung, Themeneinbettung, mündliche Beteiligung, Sprachproduktion, Unterrichtsversuch, Lerngruppe, Fremdsprachenerwerb, Interaktion, Didaktik, Sprechanlässe, Wortschatzaktivierung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie durch gezielte, themengebundene Warm-ups die Sprechhemmungen von Schülerinnen und Schülern in einem Englischkurs der gymnasialen Oberstufe reduziert werden können.
Die zentralen Themenfelder sind die kommunikative Kompetenz, die didaktische Funktion von Warm-ups, die Analyse von Sprechhemmungen und die Förderung mündlicher Interaktion im Fremdsprachenunterricht.
Das primäre Ziel ist es, durch die Reaktivierung von sprachlichem Material mittels Warm-ups die mündliche Beteiligung der Lernenden in Unterrichtsphasen nachhaltig zu steigern und Sprechbarrieren abzubauen.
Der Autor führt einen Unterrichtsversuch in einem Englischkurs durch, wertet diesen durch Beobachtung, Aufzeichnungen und die Analyse von Schülerbeiträgen aus und reflektiert die Ergebnisse anhand didaktischer Kriterien.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die detaillierte Planung des Unterrichtsversuchs sowie die praktische Darstellung und empirische Auswertung der durchgeführten Warm-up-Einheiten.
Wichtige Begriffe sind Warm-up, Sprechhemmungen, kommunikative Kompetenz, Schüleraktivierung und mündliche Interaktion.
Während Stundeneinstiege oft thematisch einführend oder disziplinierend wirken, zielen die hier verwendeten Warm-ups spezifisch darauf ab, die Lernenden in der Fremdsprache zu aktivieren und durch thematische Einbettung das Sprechen zu erleichtern.
Diese Methoden wurden ausgewählt, um unterschiedliche sprachliche Anforderungen (Bildbeschreibung, Argumentation, Rollenspiel) zu bedienen und eine aktive Auseinandersetzung mit dem thematischen Kontext der Unterrichtseinheit zu fördern.
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