Bachelorarbeit, 2012
54 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau und Methodik
1.3 Forschungsstand
2. Historische Entwicklung der Hamas
3. Organisationsstruktur
3.1 Politischer Flügel
3.2 Militärischer Flügel
3.3 Soziale Fürsorge
3.4 Finanzierung
4. Terroristische Gewalttaten
4.1 Terrorismusbegriff
4.2 Analyse: Hamas als terroristische Organisation
4.3 Abgrenzung zu anderen gewaltsamen Gruppierungen
5. Die Widerstandsbewegung als politische Partei
5.1 Programmatik
5.2 Politischer Diskurs
5.2.1 Beziehungen zu anderen Gruppierungen und Staaten
5.2.2 Dialog mit Israel?
5.2.3 Ausgangspunkte für ein souveränes Palästina
6. Schlussbetrachtung
6.1 Zusammenfassung und Fazit
6.2 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der palästinensischen Organisation Hamas und geht der zentralen Forschungsfrage nach, ob sich die Gruppierung auf dem Weg von einer terroristischen Vereinigung hin zu einer politischen Partei befindet. Dabei wird insbesondere die Rolle des sozialen Fürsorgesystems beleuchtet.
Militarisierung der Bewegung
Mit der Gründung verschob sich das Handlungsfeld der Tochterorganisation der Muslimbruderschaft vom sozialen und zivilen Aktivismus auf den politischen und militärischen Bereich. Der militärische Flügel konzentrierte sich im ersten Jahr der Intifada vor allem auf die Organisation von Waffen und die Rekrutierung und Ausbildung neuer Aktivisten. In den Anfangsjahren bis 1990 führte die Hamas Messerstechereien und Brandstiftungen durch, setzte Schusswaffen ein und entführte und tötete zwei israelische Soldaten im Jahr 1989. Die israelischen Sicherheitsbehörden reagierten scharf auf die Attentate und es kam zu den ersten zwei großen Verhaftungswellen im September/Oktober 1988 und Mai 1989. Israel stufte die Hamas im Juni 1989 als Terrororganisation ein.
Der Ausfall vieler Führungskräfte durch die Massenverhaftungen, bei denen auch Anführer Scheich Yasin zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt wurde, zwangen die Hamas zur Umstrukturierung: Die einzelnen Zweige der Organisation wurden stärker voneinander abgetrennt und die Führung wurde ins arabische Ausland verlegt. Weitere Verhaftungswellen Ende 1990 und Anfang 1991 resultierten in der Professionalisierung des militärischen Arms mit der Gründung der Izz ad-Din al-Qassam-Brigaden 1991. Der Ausbau der Hierarchie ließ die militärische Gruppierung autonomer werden und führte zur Radikalisierung der Hamas. Die Angriffe weiteten sich auf Zivilisten aus.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Problemstellung ein, erläutert die Methodik und gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand.
2. Historische Entwicklung der Hamas: Es wird die Entstehung der Organisation aus der ägyptischen Muslimbruderschaft sowie deren Entwicklung bis zur Gründung der Hamas nachgezeichnet.
3. Organisationsstruktur: Dieses Kapitel untersucht die komplexe Gliederung der Hamas in einen politischen, militärischen sowie einen sozialen Flügel und betrachtet deren Finanzierung.
4. Terroristische Gewalttaten: Hier werden der Terrorismusbegriff definiert, die Hamas als terroristische Organisation analysiert und eine Abgrenzung zu anderen militanten Gruppierungen vorgenommen.
5. Die Widerstandsbewegung als politische Partei: Das Kapitel befasst sich mit der aktuellen Programmatik der Hamas und analysiert deren politischen Diskurs in Bezug auf Außenbeziehungen und den Dialog mit Israel.
6. Schlussbetrachtung: Dieses abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die künftige Entwicklung der Organisation.
Hamas, Terrororganisation, politische Partei, Palästina, Nahostkonflikt, Muslimbruderschaft, Qassam-Brigaden, Sozialarbeit, Intifada, Zwei-Staaten-Lösung, Terrorismus, Radikalisierung, Pragmatismus, Sicherheitsapparat, Gaza.
Die Arbeit analysiert den Wandel der Hamas von einer primär als terroristisch eingestuften Organisation hin zu einem politischen Akteur, der auch Regierungsverantwortung wahrnimmt.
Die zentralen Felder sind die Organisationsstruktur, die politische Programmatik, die Finanzierung sowie die Rolle der sozialen Arbeit für das Ansehen der Hamas in der Bevölkerung.
Die Arbeit untersucht, ob die Hamas als terroristische Vereinigung charakterisiert werden muss oder ob sie sich auf dem Weg zu einer voll integrierten politischen Partei befindet.
Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die den Forschungsstand auswertet, historische Entwicklungen nachzeichnet und Dokumente der Hamas (wie Wahlprogramme) sowie internationale Berichte heranzieht.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Organisationsstruktur, die Analyse von Terrorismusvorwürfen und die Auseinandersetzung mit der politischen Programmatik ab dem Jahr 2004/2005.
Wichtige Begriffe sind insbesondere der Terrorismusbegriff, der Nahostkonflikt, die politische Partizipation sowie der soziale Sektor, der für die Stabilität der Hamas entscheidend ist.
Die Qassam-Brigaden als militärischer Arm sind ein zentraler Punkt der Untersuchung, da sie die Diskrepanz zwischen politischem Anspruch und militärischer Gewalt verdeutlichen.
Die Arbeit stellt fest, dass die Charta in der aktuellen politischen Kommunikation der Hamas kaum noch eine Rolle spielt und von der Führung als historisches, aber politisch irrelevantes Dokument behandelt wird.
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