Masterarbeit, 2013
127 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Eingrenzung der Arbeit
1.4 Forschungsstand
1.5 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Nachhaltigkeit
2.1.1 Definition und Entstehung
2.1.2 Dimensionen der Nachhaltigkeit
2.1.3 Nachhaltigkeit als unternehmerisches Leitbild
2.2 Nachhaltigkeitsmarketing
2.2.1 Definition und Entstehung
2.2.2 Konzeption des Nachhaltigkeitsmarketings
2.2.2.1 Informationsebene
2.2.2.2 Gestaltungsebene
2.2.2.2.1 Normative Gestaltungsebene
2.2.2.2.2 Strategische Gestaltungsebene
2.2.2.2.3 Operative Gestaltungsebene
2.2.2.2.4 Transformative Gestaltungsebene
2.2.3 Abgrenzung von anderen Nachhaltigkeitsmanagementmethoden
2.3 Kleine und Mittlere Unternehmen
2.4 Begriffsabgrenzung Lebensmittel nach Anbauverfahren
2.4.1 Ökologische Landwirtschaft
2.4.2 Konventionelle Landwirtschaft
2.4.3 Gegenüberstellung biologische und konventionelle Landwirtschaft
2.5 Zusammenfassung
3 Betrachtungen des Bio-Lebensmittelmarktes in Deutschland
3.1 Bio-Lebensmittelmarkt in Zahlen
3.2 Rechtliche Rahmenbedingungen
3.2.1 Lebensmittelrechtliche Bestimmungen
3.2.2 EG-Öko-Basisverordnung
3.2.3 Sonstige rechtliche Grundlagen
3.2.3.1 Bereich E-Commerce
3.2.3.2 Bereich Wettbewerb
3.3 Absatzkanäle von Bio-Lebensmitteln
3.4 Zusammenfassung
4 Vorgehensweise der Untersuchung
4.1 Forschungsfragen
4.2 Erhebungstechnik
4.3 Entwicklung des Interviewleitfadens
4.4 Auswahl der Interviewpartner
4.5 Auswertungsdesign
4.6 Einhaltung der Gütekriterien
5 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
5.1 Ergebnisse in Bezug auf die Unternehmen
5.1.1 Begriffsverständnis Nachhaltigkeitsmarketing
5.1.2 Marketingverantwortlicher im Unternehmen
5.1.3 Normative Ebene: Nachhaltige Unternehmensausrichtung
5.1.4 Strategische Ebene: Zielgruppen und Positionierung
5.1.5 Operative Ebene: Nachhaltigkeitsmarketing-Mix
5.1.5.1 Nachhaltige Produktpolitik
5.1.5.2 Nachhaltige Kommunikationspolitik
5.1.5.3 Nachhaltige Preispolitik
5.1.5.4 Nachhaltige Distributionspolitik
5.1.6 Transformative Ebene: Veränderung der Rahmenbedingungen
5.1.7 Nachhaltiges Engagement
5.2 Ergebnisse in Bezug auf die Region Berlin-Brandenburg
5.2.1 Berlin als Unternehmensstandort
5.2.2 Brandenburg als Unternehmensstandort
5.2.3 Einfluss des Unternehmens auf die Region Berlin-Brandenburg
5.3 Zukunftsaussichten
6 Handlungsempfehlungen
7 Fazit und Ausblick
Die Masterthesis analysiert und bewertet die Marketingaktivitäten kleiner und mittlerer Bio-Lebensmittelunternehmen aus der Region Berlin-Brandenburg unter Berücksichtigung ihrer strategischen Nachhaltigkeitsausrichtung. Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche Vermarktung nachhaltiger regionaler Produkte abzuleiten und zu klären, inwieweit das Konzept des Nachhaltigkeitsmarketings in der Praxis Anwendung findet.
Nachhaltigkeit als unternehmerisches Leitbild
Die Forderung nach einer nachhaltigen Entwicklung in einer globalisierten Wirtschaft rückt das Handeln von Unternehmen in den Fokus öffentlicher Aufmerksamkeit. Viele Unternehmen entwickeln demzufolge entsprechende Strategien und Geschäftsmodelle und haben sich einem Unternehmensethos der Nachhaltigkeit verpflichtet.
In Übertragung auf das unternehmerische Handeln umfasst das gesellschaftspolitische Leitbild der Nachhaltigkeit die drei folgenden Leitprinzipien:
Das Verantwortungsprinzip bildet das normative und ethisch-moralische Element nachhaltigen Wirtschaftens ab. Das heißt, jedes Unternehmen ist für die Folgen seines Handelns verantwortlich und soll zur Erhaltung der sozialen und natürlichen Lebensgrundlagen beitragen.
Das Kreislaufprinzip zielt auf die Schaffung und Aufrechterhaltung geschlossener Stoffkreisläufe im Unternehmen ab, um der Verminderung der Ressourcen entgegenzuwirken.
Das Kooperations- und Partnerschaftsprinzip erfordert eine Zusammenarbeit aller beteiligten Bezugsgruppen eines Unternehmens an Wertschöpfungs- und Stoffkreisläufen.
1 Einleitung: Stellt das Forschungsthema der Vermarktung regionaler Bio-Lebensmittel und die Forschungsfrage der Masterthesis vor.
2 Theoretische Grundlagen: Erarbeitet die theoretische Basis zu Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeitsmarketing, Unternehmenskategorien sowie Anbauverfahren.
3 Betrachtungen des Bio-Lebensmittelmarktes in Deutschland: Bietet einen Überblick über Marktdaten, rechtliche Rahmenbedingungen und Absatzstrukturen im Bio-Sektor.
4 Vorgehensweise der Untersuchung: Definiert die methodische Vorgehensweise der qualitativen Expertenbefragungen und das Auswertungsdesign.
5 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse: Analysiert und interpretiert die erhobenen Daten aus den Experteninterviews hinsichtlich der Unternehmenspraxis und regionaler Einflüsse.
6 Handlungsempfehlungen: Leitet auf Basis der Forschungsergebnisse praktische Strategien für den Klein- und Mittelstand ab.
7 Fazit und Ausblick: Führt die zentralen Erkenntnisse zusammen und bewertet die zukünftige Bedeutung des Nachhaltigkeitsmarketings.
Nachhaltigkeitsmarketing, Bio-Lebensmittel, Region Berlin-Brandenburg, Klein- und mittlere Unternehmen, Marketing-Mix, Regionalität, Nachhaltige Entwicklung, Qualitative Inhaltsanalyse, Experteninterviews, Ökologische Landwirtschaft, Konventionelle Landwirtschaft, Lebensmittelrecht, Absatzkanäle, Nachhaltigkeitsmanagement, Wertschöpfung.
Die Arbeit untersucht, wie kleine und mittlere Bio-Lebensmittelunternehmen aus Berlin-Brandenburg ihre Produkte nachhaltig vermarkten können und welche Rolle das Konzept des Nachhaltigkeitsmarketings dabei spielt.
Das primäre Ziel ist die Analyse bestehender Marketingpraktiken, um darauf aufbauend praxisorientierte Handlungsempfehlungen für den nachhaltigen Klein- und Mittelstand in der Region zu entwickeln.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf Experteninterviews mit Geschäftsführern verschiedener Unternehmen sowie einer anschließenden induktiven qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring basiert.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Konzepte von Nachhaltigkeit, die spezifische Ausgestaltung des Nachhaltigkeitsmarketings, rechtliche Rahmenbedingungen sowie eine Abgrenzung zwischen biologischer und konventioneller Landwirtschaft.
Die Untersuchung konzentriert sich explizit auf die Region Berlin-Brandenburg, die sowohl als Absatzmarkt (Berlin) als auch als Produktionsstandort (Brandenburg) eine besondere Rolle für Bio-Unternehmen einnimmt.
Es wurden sieben Experten aus verschiedenen kleinen und mittleren Unternehmen (u.a. Manufakturen, Molkereien, Bäckereien) befragt, um einen differenzierten Einblick in unterschiedliche Unternehmensausrichtungen zu erhalten.
Berlin wird als sehr attraktiver, experimentierfreudiger Standort mit hoher Nachfrage und einem großen Netzwerk an Gleichgesinnten bewertet, birgt jedoch durch den wachsenden Wettbewerb auch preisliche Herausforderungen.
Die Einstellungen zu Labels variieren; während einige Unternehmen sie zur Glaubwürdigkeit und Transparenz nutzen, zeigen andere Zurückhaltung bei der Fülle an existierenden Zertifizierungen auf der Verpackung.
Alle befragten Unternehmen stehen vor der Herausforderung hoher Kosten, setzen jedoch nicht auf Preissenkungen, sondern auf die Vermittlung von Mehrwerten, Qualität und Regionalität, um den Kunden den höheren Preis zu begründen.
Hier wird betrachtet, inwieweit Unternehmen aktiv auf öffentliche oder politische Rahmenbedingungen einwirken, beispielsweise durch die Unterstützung regionaler Initiativen oder durch Aufklärungsarbeit in der Gesellschaft.
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