Bachelorarbeit, 2013
101 Seiten, Note: 2
1. Gegenstand der Arbeit – Tuvalu
1.1 Lage
1.2 Geographie & Bevölkerung
1.2.1 Bevölkerung
1.2.2 Flächenangaben
1.2.2.1 Exkurs: Atollinseln & Riffinseln
1.3 Geschichichte & Politik
1.3.1 Erstbesiedlung
1.3.2 Die Zeit der Eroberer
1.3.3 Vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart
1.4 Wirtschaft
1.4.1 Exkurs: Internetdomain .tv
2. Der Klimawandel
2.1 Einführung: Klimabestimmende Faktoren
2.2 Meeresspiegelanstieg
2.2.1 Global
2.2.2 Wie werden Meeresspiegelschwankungen gemessen?
2.2.2.1 Tidenmesser/Mareograf
2.2.2.2 Erschwernisse für Messungen
2.2.2.3 Satellitenaltimetrie
2.2.2.4 Erschwernisse für Messungen
2.2.3 Pazifik
2.2.3.1 Messungen
2.2.4 Tuvalu
2.2.4.1 Messungen
2.2.4.2 Die Messstation Tuvalus
2.2.4.3 Messdiagramme
2.2.4.4 Exkurs: Die Gezeiten
2.3 Weitere (Natur)Gefahren
2.3.1 Wasser als Ressource
2.3.2 Versalzung der Böden
2.3.3 Zyklone
2.3.4 Erosion
2.3.5 Krankheiten
3. Soziales
3.1 Bevölkerung & Demographie
3.2 Bildung
3.3 Arbeit(splatzangebot)
3.4 Generationenwechsel
4. Migration
4.1 Definition
4.2 Motivationsgründe für Migration
4.2.1 Auswanderung aus Tuvalu
4.2.1.1 Phosphatabbau
4.2.2 Die moderne Migration
4.2.3 Innter-tuvaluanische Migration
4.2.4 Neuseeland
4.2.4.1 Pacific Access Category (PAC)
4.2.5 Weitere Migrationsformen von Tuvalu nach Neuseeland
4.3 Tuvaluaner in Neuseeland
4.4 Immigration nach Tuvalu
4.5 Exkurs: MIRAB – Modell
5. Climate Refugees
5.1 Definition
5.2 Grund der Migration
5.2.1 Typ der Migration
5.2.2 Die richtige Wortwahl
5.2.3 Beweggründe für ‚climate refugees‘
5.2.4 Ursachen für Umweltflüchtlinge
5.3 Wahrnehmung & Migration
5.3.1 Der Migration abgeneigte Tuvaluaner
5.3.1.1 Religion
5.3.1.2 Bildung
5.3.1.3 Erfahrung mit dem Klimawandel
5.3.1.4 Die Heimat als Wurzel
5.3.2 Den Klimawandel anerkennende Tuvaluaner
5.3.2.1 Aneignung von Wissen
5.3.2.2 Beeinflussung von außen
5.4 Anpassung
5.4.1 Anpassen, aber wie?
5.4.2 Auswahl an Anpassungsstrategien
5.4.2.1 NAPA – National Adaptation Programmes of Action
5.4.2.2 PACC – Pacific Adaptation to Climate Change
5.4.2.3 AOSIS – Alliance of Small Island States
5.4.2.4 ADB – Asian Development Bank
5.4.2.5 TTF – Tuvalu Trust Fund
5.4.2.6 SPC – Secretariat of the Pacific Community
5.4.2.7 SOPAC – Secretariat of the Pacific Community Applied Geoscience and Technology Division
5.5 Auswirkungen
6. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, inwieweit der Klimawandel das Migrationsverhalten der tuvaluanischen Bevölkerung beeinflusst und ob eine klimabedingte Fluchtbewegung vorliegt oder zukünftig zu erwarten ist.
1.2.2.1 Exkurs: Atollinseln & Riffinseln
Bei einem so genannten Atoll unterscheidet man zum einen zwischen einer ringförmigen Koralleninsel, in deren Zentrum sich eine Lagune befindet. Zum anderen, werden jene Korallenriffe als Atollinsel bezeichnet, die keine Lagune umschließen, sondern „[...] eine Durchflußrinne [sic!] zum offenen Meer aufweisen [...]“ (Steininger, 2004, S.74).
Im Falle von Tuvalu fallen die Inseln Funafuti, Nanumea, Nui, Nukufetau, Nukulaelae und Vaitupu unter jene Definition des Atolls, deren Lagune eine Verbindung zum offenen Meer hat. Die restlichen drei Inseln besitzen zwar kleine Lagunen, haben aber demnach keinen direkten Kontakt zum Pazifik und zählen somit zu den Koralleninseln.
Zumeist werden diese Atolle, besonders gut zu sehen bei Funafuti, Nukufetau, Nukulaelae und Nui, von kleinen Inseln gebildet. In Polynesien werden sie motu genannt (vgl. Zinggl, 2010, S.10).
1. Gegenstand der Arbeit – Tuvalu: Dieses Kapitel liefert einen geographischen und geschichtlichen Überblick über den Inselstaat Tuvalu.
2. Der Klimawandel: Hier werden die Ursachen des globalen Klimawandels, der Meeresspiegelanstieg sowie weitere Naturgefahren für Tuvalu wissenschaftlich dargelegt.
3. Soziales: Dieses Kapitel befasst sich mit der Bevölkerung, dem Bildungssystem, dem Arbeitsmarkt und dem stattfindenden Generationenwechsel.
4. Migration: Der Fokus liegt auf den verschiedenen Migrationsformen, den Beweggründen und den spezifischen Beziehungen Tuvalus zu Neuseeland.
5. Climate Refugees: Hier erfolgt eine theoretische Einordnung und Begriffsdefinition sowie die Untersuchung von Wahrnehmung und Anpassung an den Klimawandel.
6. Fazit: Das Fazit fasst die prekäre Lage des Landes zusammen und bewertet die Rolle der Migration im Kontext des Klimawandels.
Tuvalu, Klimawandel, Meeresspiegelanstieg, Migration, Umweltflüchtlinge, Pazifik, Atolle, Demographie, Neuseeland, MIRAB-Modell, Remissionen, Anpassungsstrategien, Sozialer Wandel, Nachhaltigkeit, Entwicklungspolitik.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des Klimawandels auf den Inselstaat Tuvalu im Pazifik und analysiert, inwiefern dies zu Migration führt.
Die Schwerpunkte liegen auf der Geographie Tuvalus, den Folgen des Meeresspiegelanstiegs, sozialen Strukturen, Migrationsströmen und Anpassungsstrategien an den Klimawandel.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob das Migrationsverhalten der Bevölkerung primär auf den Klimawandel zurückzuführen ist oder durch andere soziale und wirtschaftliche Faktoren motiviert wird.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung von statistischen Daten, Messreihen sowie qualitativen Forschungsberichten.
Im Hauptteil werden neben den geographischen Grundlagen, die Klimaforschung, soziale Bedingungen, detaillierte Migrationsanalysen (insbesondere Richtung Neuseeland) und internationale Hilfsprojekte für Tuvalu diskutiert.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen neben Tuvalu und Klimawandel, die Begriffe Migration, Umweltflüchtlinge, Meeresspiegelanstieg sowie das MIRAB-Modell.
Viele Tuvaluaner sind tief religiös verwurzelt und glauben aufgrund biblischer Versprechen, dass sie vor katastrophalen Fluten geschützt sind, was die Wahrnehmung des Klimawandels als Bedrohung erschwert.
Das MIRAB-Modell beschreibt eine Wirtschaftsform, bei der Inselstaaten ihre Wirtschaft durch Migration, Rücküberweisungen, Hilfsprojekte (Aid) und den Verwaltungsapparat (Bureaucracy) statt durch klassische Exportgüter stützen.
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