Masterarbeit, 2012
209 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 B2C E-Commerce
2.1 Definition und Abgrenzung des B2C E-Commerce
2.2 Bestimmungsfaktoren und Entwicklung des B2C E-Commerce Marktes
2.3 Die logistischen Prozesse im B2C E-Commerce
3 Der Markt für Logistikdienstleistungen
3.1 Die Entwicklung des Marktes für Logistikdienstleistungen
3.2 Third Party Logistics Provider (3PL)
3.3 Fourth Party Logistics Provider (4PL)
3.4 Lead Logistics Provider (LLP)
3.5 Fulfillment-Dienstleister
4 Outsourcing
4.1 Definition und Abgrenzung des Outsourcing-Begriffs
4.2 Gründe, Chancen und Risiken des Outsourcings
4.3 Der Outsourcing-Prozess
4.4 Relevanz der Dienstleisterauswahl beim Outsourcing aus theoretischer Sicht
5 Interne Anforderungen an das Outsourcing im B2C E-Commerce
5.1 Potenzialanalyse zur Unterstützung der Make-or-Buy Entscheidung
5.1.1 Das Lagermanagement
5.1.1.1 Wareneingang
5.1.1.2 Lagerung und Kommissionierung
5.1.1.3 Verpackungslogistik
5.1.2 Der Versand
5.1.3 Das Retourenmanagement
5.2 Das Anforderungsprofil
5.2.1 Das Lastenheft
5.2.2 Die Preisblätter
6 Dienstleister-Auswahl und Zusammenarbeit im B2C E-Commerce
6.1 Marktanalyse und Dienstleistervorauswahl
6.1.1 Die Bewertung ausgewählter Studien zur Evaluation von Logistikdienstleistern
6.1.2 Kriterien zur Vorauswahl von Logistikdienstleistern
6.1.3 Die Bewertung ausgewählter Evaluationsmodelle
6.2 Kontaktaufnahme und Detailevaluation
6.3 Vertragsgestaltung und Projektumsetzung
6.3.1 Prozess der Vertragsverhandlung
6.4 Erfolgskontrolle und Optimierung
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Outsourcing von Logistikdienstleistungen im B2C E-Commerce. Das primäre Ziel ist es, E-Commerce-Unternehmen einen strukturierten Leitfaden zur Evaluation und Auswahl passgenauer Fulfillment-Dienstleister an die Hand zu geben, um so die Herausforderungen der Backend-Logistik effizient zu bewältigen und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
4.1 Definition und Abgrenzung des Outsourcing-Begriffs
Der Begriff „Outsourcing“ ist eine aus dem angloamerikanischen Raum stammende Wortschöpfung, die die drei Begriffe „outside“, „resource“ und „using“ in sich vereint und damit im grundlegenden Sinne die Inanspruchnahme externer Quellen bezeichnet. Diese Übersetzung allein ist allerdings unzureichend, um der Komplexität und Vielschichtigkeit des Outsourcings gegenüber vergleichsweise einfachen Einkaufsentscheidungen gerecht zu werden. Daher existiert in der Literatur eine Vielzahl von Definitionen, die dieses Phänomen greifbar machen sollen. Ein Konsens darüber, welchen Prämissen die Inanspruchnahme externer Ressourcen unterliegt, um als Outsourcing betitelt zu werden und welche Terminologie beispielsweise in Abgrenzung zum „Subcontracting“, „Farming out“ oder zur „Desintegration“ Gültigkeit hat, liegt bis heute allerdings nicht vor.
So definiert Meckl Outsourcing im engeren Sinne als „Auslagerung oder Fremdvergabe von im Unternehmen erbrachten ökonomischen Leistungen an unternehmensexterne Dritte auf der Grundlage von Marktbeziehungen.“ Diesem Ansatz entsprechen viele Definitionen vergangener Jahre, die dem Outsourcing die Prämisse zugrunde legen, dass eine Leistung zunächst intern erbracht werden musste, um bei der entsprechenden Fremdvergabe von Outsourcing sprechen zu können. Gerade beim Outsourcing von Fulfillment-Dienstleistungen im B2C E-Commerce muss jedoch davon ausgegangen werden, dass zumindest Teilleistungen direkt ohne vorherige Selbsterbringung an den externen Dienstleister vergeben werden, weil sich die logistischen Anforderungen an diesen Vertriebsweg von herkömmlichen Prozessen zum Teil so stark unterscheiden, dass eine Eigenerbringung von vornherein nicht effizient realisiert werden kann. Eine für die vorliegende Arbeit treffendere Definition mit logistischem Bezug liefert daher Müller-Dauppert, nach dem prinzipiell immer dann von Outsourcing gesprochen wird, „sobald physische oder administrative Logistikaktivitäten, die von einem Unternehmen in der Regel nicht als Prozesse mit Kernkompetenz gesehen werden, an einen entsprechend spezialisierten Dienstleister übertragen und im weiteren Verlauf der Geschäftsbeziehung von diesem gegen entsprechende Vergütung erbracht werden.“ Diese Definition ist für die hier verfolgte Analyse jedoch deshalb begrenzt, weil Müller-Dauppert lediglich von Logistikaktivitäten spricht, diese jedoch nicht dahingehend konkretisiert, dass sowohl Teilleistungen als auch ganze Geschäftsprozesse zur Externalisierung in Betracht gezogen werden können.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Outsourcings im B2C E-Commerce und erläutert die Problemstellung sowie den Aufbau der Arbeit.
2 B2C E-Commerce: Dieses Kapitel definiert den B2C E-Commerce, analysiert Marktentwicklungen und identifiziert spezifische logistische Anforderungen im Online-Handel.
3 Der Markt für Logistikdienstleistungen: Es erfolgt eine Marktsegmentierung und Analyse der verschiedenen Logistik-Dienstleistertypen (3PL, 4PL, LLP) und deren Bedeutung im E-Commerce.
4 Outsourcing: Dieses Kapitel liefert eine fundierte Definition und Klassifizierung von Outsourcing sowie eine Analyse der Chancen und Risiken.
5 Interne Anforderungen an das Outsourcing im B2C E-Commerce: Fokus auf Potenzialanalyse, Make-or-Buy-Entscheidung sowie die Erstellung von Anforderungsprofilen inklusive Lastenheften.
6 Dienstleister-Auswahl und Zusammenarbeit im B2C E-Commerce: Detaillierte Darstellung des Auswahlprozesses, der Evaluierung mittels Kennzahlen und Modellen sowie der Vertragsgestaltung.
7 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Betrachtung und einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen ab.
Outsourcing, Fulfillment, B2C E-Commerce, Logistikdienstleister, Supply Chain Management, Lastenheft, Make-or-Buy, Dienstleisterevaluation, Logistik, Prozessoptimierung, Service Level Agreement, Kennzahlensysteme, Retourenmanagement, Vertragsgestaltung, Effizienzsteigerung
Die Arbeit untersucht den Prozess des Outsourcings von Logistikdienstleistungen speziell für Unternehmen im B2C E-Commerce. Sie bietet einen Leitfaden für die Auswahl und Bewertung geeigneter Fulfillment-Dienstleister.
Zu den zentralen Themen gehören die Logistikprozesse im E-Commerce, die verschiedenen Rollen von Logistikdienstleistern (z.B. 3PL, 4PL, Fulfillment), Outsourcing-Strategien, die Make-or-Buy-Entscheidung sowie die systematische Auswahl und Bewertung von Partnern.
Ziel ist es, ein systematisches Vorgehensmodell für E-Commerce-Unternehmen zu entwickeln, um logistische Dienstleistungen fundiert auszulagern und die richtigen Fulfillment-Partner am Markt zu evaluieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Modelle und einer praxisorientierten Übertragung auf die speziellen Anforderungen des B2C E-Commerce, ergänzt durch die Entwicklung eigener Anforderungskataloge und Evaluationsmatrizen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Marktsituation für Logistikdienstleistungen, die theoretische Einordnung des Outsourcings sowie die operative Vorbereitung durch Potenzialanalysen und die konkrete Dienstleisterauswahl mittels verschiedener Evaluationsmodelle.
Wichtige Begriffe sind unter anderem B2C E-Commerce, Fulfillment, Outsourcing, Logistikdienstleister, Lastenheft, Make-or-Buy, Dienstleisterbewertung und Retourenmanagement.
Retouren sind oft teuer und komplex. Da die Kundenbindung im E-Commerce schwach ist, kann ein ineffizientes Retourenmanagement schnell zu Imageverlusten und hohen Kosten führen, die die Margen aufzehren.
Die IT-Kompetenz und Schnittstellenanbindung sind zentral, da ein reibungsloser Echtzeit-Datenaustausch zwischen Shopsystem, Fulfillment-Systemen und anderen Partnern die Voraussetzung für eine effiziente Abwicklung im B2C-Geschäft ist.
Das Lastenheft dient als Grundlage für die Ausschreibung. Es hilft dem E-Commerce-Unternehmen, seine eigenen Bedürfnisse klar zu definieren und ist die Voraussetzung dafür, dass potenzielle Dienstleister ein vergleichbares und fundiertes Angebot abgeben können.
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