Bachelorarbeit, 2011
44 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
Hauptteil
Untersuchung des Textes „Vierzehn Arten, den Regen zu beschreiben“
I. Der Titel: „Vierzehn Arten, den Regen zu beschreiben“
Exkurs: Montage und Erzählen bei Alexander Kluge – Die Kategorie Zusammenhang
II. „1/ Eine Regenwoche mit Joris Ivens“
III. „2/ Landregen“
IV. „3/ Illusion von Dauerregen“
V. „4/ Konzentratregen in Hurrikans“
VI. „5/ Verstreute Schauer“
VII. „6/ Katastrophen der finalen Klasse“
VIII. „7/ Nur die Fische schienen momentan verschwunden“
IX. „8/ Glücksfall von Platzregen“
X. „9/ Konjunktur des Wassers“
Das Korallenriff als Metapher
Schlussbetrachtung – Regen im Korallenriff
Die Arbeit untersucht das Kapitel „Vierzehn Arten, den Regen zu beschreiben“ aus Alexander Kluges Werk „Geschichten vom Kino“, um an diesem Beispiel zentrale ästhetische und theoretische Konzepte seines Gesamtwerks zu erarbeiten und zu verdeutlichen. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Interdependenz von filmischen und literarischen Erzählweisen sowie auf der Analyse von Montage als Mittel der Erkenntnisgewinnung.
II. „1 / Eine Regenwoche mit Joris Ivens“
Der erste Text besteht aus dem Titel und drei Sätzen, die den Haupttitel „Vierzehn Arten, den Regen zu beschreiben“ zu kontextualisieren suchen. Es wird behauptet, der Filmer Joris Ivens habe innerhalb einer Woche Variationen von Regen gefilmt, zu denen Hanns Eisler später sein Stück „Vierzehn Arten, den Regen zu beschreiben“ komponiert habe.
In seiner Autobiografie „Die Kamera und Ich“ beschreibt Joris Ivens die Entstehung seines Films ganz anders, die Regenwoche, von der Kluge schreibt, liefert hier allein die Idee zum Film „Regen“:
Mein nächster Film wurde von einem weitaus trivialeren Motiv ausgelöst. Bei Aufnahmen für ‚Brandung’ brauchten wir die Sonne, und statt dessen hatten wir Regen – jene langen Tage, an denen es in Holland unentwegt regnet. Die Idee – Warum machen wir nicht einen Film über den verdammten Regen? – kam ganz von selbst.
Einleitung: Diese Einleitung führt in das intermediale Werk von Alexander Kluge ein und erläutert die methodische Vorgehensweise, das Kapitel „Vierzehn Arten, den Regen zu beschreiben“ als Modell für Kluges Arbeitsweise zu nutzen.
Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die neun Abschnitte des Kapitels detailliert und untersucht deren filmische wie literarische Referenzen, wobei stets das Verhältnis von Realismus und Montage im Zentrum steht.
Das Korallenriff als Metapher: In diesem Kapitel wird das Korallenriff als zentrales Bild für Kluges Ästhetik eingeführt, welches die Vielfalt und das lose Zusammenfügen seiner Basiseinheiten (Geschichten, Zitate, Bilder) anschaulich macht.
Schlussbetrachtung – Regen im Korallenriff: Dieses Fazit resümiert, dass das untersuchte Kapitel ein „Modell des Korallenriffs im Kleinen“ darstellt und alle wesentlichen Elemente von Kluges Kategorien des Zusammenhangs formal wie inhaltlich vereint.
Alexander Kluge, Montage, Erzählen, Zusammenhang, Realismus, Antirealismus, Intermedialität, Korallenriff, Geschichten vom Kino, Joris Ivens, Hanns Eisler, Dokumentarfilm, Literaturwissenschaft, Ästhetik, Wahrnehmung.
Die Arbeit analysiert das literarische Kapitel „Vierzehn Arten, den Regen zu beschreiben“ von Alexander Kluge, um die Montagetechnik und das Verständnis von Realität des Autors zu erforschen.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Wechselwirkung von Literatur und Film, die Bedeutung der Montage bei Kluge sowie die theoretische Konzeption von Realismus und "Antirealismus des Gefühls".
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kluge durch das Zusammenfügen verschiedener kleiner Einheiten (Basiseinheiten) komplexe Zusammenhänge schafft und welche Funktion dieses Verfahren für seine Realitätsdarstellung hat.
Die Arbeit basiert auf einer engen Textanalyse der Werke Alexander Kluges sowie einer komparatistischen Einordnung, unterstützt durch die Auswertung von Interviews und theoretischer Sekundärliteratur zu Kluges Filmschaffen.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der neun Textabschnitte aus „Vierzehn Arten, den Regen zu beschreiben“ und untersucht darin explizit die filmgeschichtlichen und intermedialen Bezüge sowie die Erzählmodi.
Wesentliche Begriffe sind Montage, Zusammenhang, Korallenriff-Metapher, Intermedialität und das Realismuskonzept, die zusammen das künstlerische Prinzip von Alexander Kluge verdeutlichen.
Das Korallenriff dient als Metapher für eine Struktur, in der heterogene Basiseinheiten wie Geschichten, Bilder und Zitate nebeneinander existieren und einander durch Kontrast oder Bezug ergänzen, statt einer geschlossenen Form zu folgen.
Im Gegensatz zu einer traditionellen, abbildenden Realität, bei der alles einer logischen Funktion untergeordnet ist, ist Kluges Realismus offen; er integriert Wünsche, Möglichkeiten und das "Andere" der Katastrophe, um ein mehrdimensionales Abbild der Wirklichkeit zu schaffen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

