Examensarbeit, 2004
49 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Sachanalyse
2.1. Culture Jamming: Gegenreaktion auf aggressive Markenerweiterung
2.1.1. Culture Jamming: Ursprünge, Intentionen, Techniken und Elemente
2.1.2. Aktualität des Culture Jamming
2.1.3. Beliebte Motive des Culture Jamming: Markenzeichen
2.2. Verfahrensweisen und Formen der Bild- und Zeichenverfremdung
2.2.1. Collage
2.2.2. Technik des Übermalens
2.2.3. Metamorphose
3. Planungsbedingungen
3.1. Institutionelle Voraussetzungen
3.1.1. Räumlichkeiten und Materialien
3.1.2. Organisatorische Bedingungen und Termine
3.2. Die Lerngruppe
3.2.1. Zusammensetzung und soziale Interaktion
3.2.2. Vorkenntnisse und Einstellungen
3.3. Einbettung und Rahmenplanbezug
4. Intentionen der Unterrichtseinheit
5. Didaktische und methodische Entscheidungen
5.1. Methodische Konzeption
5.2. Auswahl und Reduktion der Unterrichtsinhalte
5.2.1. Wesentliche Merkmale der Bildform des Culture Jamming
5.2.2. Auswahl und Fokussierung einzelner Marken
5.2.3. Auswahl der Verfahren zur Bildverfremdung
5.3. Medien und Materialien
5.3.1. Medien zur inhaltlichen Erarbeitung des Themas
5.3.2. Materialien zur Realisierung der Arbeitsvorhaben
5.4. Sozial- und Aktionsformen
6. Durchführung und Reflexion der Unterrichtseinheit
6.1. Gesamtkonzeption
6.2. Durchführung und Reflexion einzelner Schwerpunkte
6.2.1. Einführungsphase: Vermittlung wesentlicher Kenntnisse
6.2.2. Vertiefende Phase: Veränderung eines Logos - der „Swoosh“
6.2.3. Anwendung der Techniken auf Gesamtkonzeptionen
6.3. Abschließende Bewertung und Ausblick
Ziel der Arbeit ist es, die Eignung der Aktionsform „Culture Jamming“ als methodischen Ansatz im Kunstunterricht einer achten Klasse zu erproben, um Schüler zu einer kritischen Auseinandersetzung mit modernen Werbestrategien und deren Einfluss auf ihre Lebenswelt zu befähigen.
2.1. Culture Jamming: Gegenreaktion auf aggressive Markenerweiterung
In den letzten Jahrzehnten und besonders während der letzten fünfzehn Jahre – im Zuge der „Globalisierung“ - hat der Prozess der Konzentration und Internationalisierung des Kapitals zunehmend den Konsumsektor erreicht. Dies macht sich namentlich im Bereich der visuellen Kommunikation bemerkbar. Große Firmen wie Gap, Nike, Philipp Morris, Starbucks, McDonalds u.v.a. besetzen einen immer größer werdenden öffentlichen Raum, wobei sie zunehmend auch Bereiche wie Jugendkultur, Sport, Wissenschaft und Musikindustrie einnehmen.
Während die Intention der Unternehmen – über ihr primäres Ziel der Gewinnmaximierung bzw. Optimierung hinaus - darin besteht, sich in möglichst viele Bereiche des öffentlichen Lebens zu integrieren und selbst einen Teil Kultur zu verkörpern, fühlen sich mehr und mehr Menschen genau hiervon bedrängt. Es erregt Anstoß, dass die Konzerne, sofern ökonomisch zweckmäßig, nicht selten ihre Produkte unter menschenunwürdigen Bedingungen in Großfabriken in Niedriglohnländern („sweatshops“) herstellen lassen, Kinderarbeit unterstützen und auf Umwelt und Menschenleben wenig Rücksicht nehmen. Um diese Missstände hinter der „schillernden Fassade der Firmenlogos“ aufzuzeigen und die großen Konzerne dazu zu bewegen, ihr Verhalten zu ändern, hat sich vor allem in den letzten Jahren eine Vielzahl von Initiativen gegründet, die mit Boycottaufrufen und C.J. an die Öffentlichkeit treten.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Motivation für das Unterrichtsvorhaben und stellt die Forschungsfrage nach der Eignung von Culture Jamming im Kunstunterricht.
2. Sachanalyse: Dieses Kapitel definiert Culture Jamming als Form der Antiwerbung und analysiert theoretische Grundlagen, Motive sowie verschiedene künstlerische Verfahren der Bildverfremdung.
3. Planungsbedingungen: Hier werden die institutionellen Voraussetzungen, die spezifische Lerngruppe sowie der Bezug zum Rahmenplan der Schule dargelegt.
4. Intentionen der Unterrichtseinheit: Die Lernziele werden präzisiert, mit Fokus auf die Entwicklung kritischer Analysefähigkeit und gestalterischer Kompetenzen der Schüler.
5. Didaktische und methodische Entscheidungen: Dieser Abschnitt beschreibt die pädagogische Strategie, die Auswahl der Inhalte, die verwendeten Medien sowie die angewandten Sozial- und Aktionsformen.
6. Durchführung und Reflexion der Unterrichtseinheit: Die praktische Umsetzung wird schrittweise reflektiert, wobei Erfahrungen aus der Einführungsphase, der vertiefenden Phase sowie der Gesamtkonzeption analysiert werden.
7. Literatur- und Quellenverzeichnis: Umfassende Auflistung der verwendeten Fachliteratur, Quellen und Unterrichtsmaterialien.
Culture Jamming, Antiwerbung, Kunstunterricht, Markenpolitik, Bildverfremdung, Collage, Fotomontage, Konsumkritik, visuelle Kommunikation, Schülerorientierung, Markenimage, Medienpädagogik, Ästhetische Erziehung, Subversion, Warenästhetik
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von „Culture Jamming“ als Methode im Kunstunterricht, um Schüler für kritische Medienarbeit zu gewinnen.
Zentrale Themen sind die Markenkommunikation, die Entlarvung von Werbestrategien, die ästhetische Verfremdung von Logos und Slogans sowie ethische Aspekte der Markenproduktion.
Das Ziel ist es zu erproben, ob und in welchem Maße sich die Aktionsform „Culture Jamming“ für den Kunstunterricht eignet, um ein kritisches Bewusstsein gegenüber populären Marken bei Jugendlichen zu entwickeln.
Es handelt sich um einen praxisorientierten, handlungszentrierten Ansatz, bei dem Schüler aktiv eigene Bildverfremdungen erstellen und diesen Prozess didaktisch reflektieren.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der theoretischen Sachanalyse, den Planungsbedingungen, den konkreten didaktisch-methodischen Entscheidungen und der Reflexion der durchgeführten Unterrichtsphasen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Culture Jamming, Markenpolitik, Bildverfremdung, Kunstunterricht, Konsumkritik und Ästhetische Erziehung geprägt.
Nike wurde gewählt, da es eine hohe Bekanntheit unter Jugendlichen besitzt, ein sehr starkes Markenimage pflegt und die Diskrepanz zwischen diesem Image und den tatsächlichen Produktionsbedingungen besonders deutlich hervortritt.
Die Gruppenarbeit ist essenziell für den Austausch von Ideen und die gemeinsame Bewältigung komplexer grafischer Aufgabenstellungen, wobei sie zudem die soziale Interaktion der Schüler stärkt.
Durch die induktive Herangehensweise entwickeln die Schüler schrittweise Distanz; die Arbeit zeigt, dass sie ihre bisherigen konsumorientierten Einstellungen hinterfragen und wirkungsvoll kreativ umsetzen können.
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