Masterarbeit, 2012
87 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung
1.3. Gang der Untersuchung
1.4. Definition
2. Vorstellung der manroland AG
2.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen der manroland AG
2.2. Rechtliche Rahmenbedingungen der manroland AG
3. Erfassung der Daten aus dem Geschäftsbericht
3.1. Grundlagen der Datenerfassung
3.2. Die Erfassung der Posten der Bilanz
3.3. Die Erfassung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
3.4.1 Der ordentliche Betriebserfolg
3.4.2 Der Finanz- und Verbunderfolg
3.4.3 Der außerordentliche Erfolg
3.4.4 Der Bewertungserfolg
3.4.1 Die Berechnung der Cashflows
4. Kennzahlenbildung und -interpretation
4.1. Die Analyse der Vermögenslage
4.1.1 Die Analyse der Vermögensstruktur
4.1.2 Die Analyse des Anlagevermögens
4.1.4 Teilurteil zur Vermögenslage der manroland AG
4.1.3 Die Analyse des Umlaufvermögens
4.2. Die Analyse der Finanzlage
4.2.1 Die Analyse der Kapitalstruktur
4.2.2 Die Analyse der horizontalen Bilanzstruktur
4.2.3 Zahlungsstromorientierte Analyse der Finanzlage
4.2.4 Teilurteil zur Finanzlage der manroland AG
4.3. Die Analyse der Erfolgslage
4.3.1 Die Erfolgsquellenanalyse
4.3.2 Die Rentabilitätskennzahlen
4.3.3 Die Analyse der Ertrags- und Aufwandsstruktur
4.3.4 Teilurteil zur Erfolgslage der manroland AG
4.4. Segmentorientierte Analyse
5. Qualitative Analyse der Jahresabschlüsse
5.1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
5.2. Änderung der Methoden im Vergleich zum Vorjahr
5.3. Sachverhaltsgestaltende Maßnahmen
5.4. Sonstige Zusatzinformationen
5.5. Semiotische Bilanzanalyse
5.6. Teilurteil zur qualitativen Analyse
6. Das Saarbrücker Modell
6.1. Quantitativer Teil
6.2. Qualitativer Teil
7. Bildung eines Gesamturteils
8 Fazit
Die Arbeit untersucht anhand einer Fallstudie der manroland AG, ob deren Insolvenz mittels bilanzanalytischer Instrumente frühzeitig hätte erkannt werden können, wobei die Perspektive eines Fremdkapitalgebers eingenommen wird, um die zukünftige Zahlungsfähigkeit und Bestandsfestigkeit des Unternehmens zu bewerten.
3.4.1 Die Berechnung der Cashflows
Der Cashflow gilt viel mehr als verlässlicher Indikator der Ertragslage eines Unternehmens als der Periodengewinn, da er weitaus weniger von den wichtigsten bilanzpolitischen Einflussgrößen Ab- bzw. Zuschreibungen sowie Zuführung bzw. Auflösung von Rückstellungen beeinflussbar ist. Der Cashflow kann i.d.R. nicht direkt aus dem Jahresabschluss entnommen werden außer bei Unternehmen, welche nach § 297 Abs. 1 HGB zur Aufstellung einer Kapitalflussrechnung verpflichtet sind oder diese freiwillig angeben.56
Der Cashflow wird anhand des Cashflow-Statements in den Anhangsangaben dargestellt. Bei der manroland AG waren die Angaben im Berichtsjahr 2010 detailliert in den Anhangsangaben erläutert.57 Dahingegen wurden in den Vorjahren die einzelnen Teilbereiche nur mangelhaft dargestellt. Der Bruttocashflow wurde anhand der indirekten Cashflow-Definition ermittelt. Werden hiervon noch die Veränderungen des Net Working Capital abgezogen, erhält man den Netto-Cashflow.58 Der Netto-Cashflow ist in den Jahresabschlüssen angegeben und wurde zur weiteren Berechnung herangezogen. Eindeutige Angaben zum Cashflow aus investiver Tätigkeit und Finanzierungstätigkeit fehlten und wurden aus den Jahresabschlussdaten näherungsweise ermittelt. Die Cashflowrechnung der manroland AG gestaltet sich auf Grund fehlender eindeutiger Angaben folgendermaßen:
1. Einleitung: Beschreibt die Insolvenz der manroland AG und definiert das Ziel, die Vorhersehbarkeit dieser Krise durch externe Bilanzanalyse zu prüfen.
2. Vorstellung der manroland AG: Systematisiert die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen des Unternehmens für den Untersuchungszeitraum.
3. Erfassung der Daten aus dem Geschäftsbericht: Erläutert die einheitliche Aufbereitung von Bilanz- und GuV-Daten sowie die methodische Vorgehensweise bei der Cashflow-Berechnung.
4. Kennzahlenbildung und -interpretation: Behandelt die Bildung kreativer Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Erfolgslage inklusive Arbeitshypothesen.
5. Qualitative Analyse der Jahresabschlüsse: Untersucht bilanzpolitische Spielräume und ergänzende Informationen im Anhang und Lagebericht.
6. Das Saarbrücker Modell: Stellt das Scoring-Modell zur ganzheitlichen Ertragsstärkenbewertung vor und wendet es auf die manroland AG an.
7. Bildung eines Gesamturteils: Interpretiert die Kennzahlenergebnisse zusammenfassend, um die Bestandsgefährdung der manroland AG zu bewerten.
8 Fazit: Beantwortet die Forschungsfrage und zieht eine Schlussfolgerung zu den Möglichkeiten und Grenzen der Bilanzanalyse im Kontext von Unternehmenskrisen.
Bilanzanalyse, Jahresabschlussanalyse, manroland AG, Insolvenzfrüherkennung, Kennzahlen, Vermögenslage, Finanzlage, Erfolgslage, Cashflow, Saarbrücker Modell, Bilanzpolitik, Bestandsfestigkeit, Eigenkapitalquote, Rentabilität, Liquidität
Die Arbeit analysiert die Insolvenz der manroland AG und prüft, ob diese Krise durch bilanzanalytische Instrumente im Zeitraum 2006 bis 2010 bereits früher für externe Stakeholder erkennbar gewesen wäre.
Die zentralen Felder sind die Aufbereitung von Jahresabschlussdaten, die Bildung aussagekräftiger Kennzahlen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die qualitative Bewertung von Bilanzierungsmethoden.
Das primäre Ziel ist es, die Bestandsfestigkeit der manroland AG zu beurteilen und festzustellen, inwieweit externe Analysen die drohende Zahlungsunfähigkeit hätten prognostizieren können.
Die Arbeit nutzt die quantitative Bilanzanalyse, ergänzt durch qualitative Analysemethoden und das "Saarbrücker Modell" als Scoring-Verfahren für eine ganzheitliche wirtschaftliche Lagebeurteilung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Aufbereitung des Datenmaterials, die detaillierte Analyse der Teillagen (Vermögen, Finanzen, Erfolg) mittels Kennzahlen und die qualitative Untersuchung bilanzpolitischer Maßnahmen.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Bilanzanalyse, Kennzahlen, manroland AG, Insolvenzfrüherkennung, Cashflow und Bestandsfestigkeit charakterisiert.
Die König & Bauer AG dient als renommierter Wettbewerber im Maschinenbau, der die Branchenkrise besser gemeistert hat, und bietet somit eine Benchmark zur Einordnung der Ergebnisse.
Es fungiert als Scoring-Modell, das quantitative Kennzahlen und qualitative Bilanzpolitik kombiniert, um die manroland AG objektiv als "außergewöhnlich ertragsschwach" einzustufen.
Der Autor betont, dass Bilanzpolitik die wirtschaftliche Lage verschleiern kann und daher durch "kreative Kennzahlenbildung" neutralisiert werden muss, um ein realistisches Bild des Unternehmens zu erhalten.
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