Bachelorarbeit, 2010
51 Seiten, Note: 1,3
1.0 Einleitung
1.1 Thematik
1.2 Ziel und Fragestellung der Arbeit
1.3 Aufbau
2.0 Theoretischer Zugang zur Thematik
2.1 Begriffe im Umfeld der Berufsgenese
2.1.1 Beruf
2.1.2 Berufsgeneseforschung als Teildisziplin der Berufsforschung
2.1.3 Professionalisierung
2.1.4 Innovationsforschung
2.2 Berufswandel aus Sicht der Innovations- und Berufsforschung
3.0 Berufsgenese
3.1 Gründe für die Entstehung von Berufen
3.1.1 Technische Innovationen
3.1.2 Organisatorische Innovationen
3.1.3 Administrative Innovationen
3.2 Stufen der Berufsgenese
3.2.1 Die innerbetrieblichen Stufen der Berufsgenese
3.2.2 Die außerbetrieblichen Stufen der Berufsgenese
3.2.3 Akteure und Methodologie bei der Entwicklung neuer Berufe
3.3 Schwierigkeiten der Berufsgeneseforschung
3.4 Zwischenergebnis
4.0 Hybridberuf
4.1 Hybridberuf - Ein Definitionsversuch
5.0 Die Genese von Hybridberufen am Beispiel des/der Mechatroniker/-in
5.1 Entwicklung zum Ausbildungsberuf
5.2. Das Ausbildungsprofil des Mechatronikers
5.3 Berufsausbildung und Inhalte des Berufs Mechatroniker/-in Eine Abgrenzung zu herkömmlichen Berufsbildern
5.3.1 Der Industriemechaniker
5.3.2 Der Industrieelektroniker
5.3.3 Der Fachinformatiker
5.4 Qualitative Veränderungen und neue Möglichkeiten durch die Ausbildung zum Mechatroniker
5.5 Lernortkooperation und Lernfeldkonzept
5.6 Ausbildungsplatz- und Arbeitsmarktsituation
5.7 Zusammenfassung
6.0 Ein Ausblick: Perspektiven, Handlungs- und Forschungsbedarf
6.1 Die zukünftigen Herausforderungen und Chancen der Berufsgeneseforschung
6.1.1 Vermessung der Berufslandschaft
6.1.2 Bestimmung der Neuartigkeit
6.1.3 Bedarf an theoretischen Erkenntnissen
7.0 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Mechanismen und Gründe für die Entstehung von sogenannten Hybridberufen, wobei der Fokus auf dem Mechatroniker liegt. Ziel ist es, die qualitative Veränderung der Berufsbildung durch diese neuen Berufsstrukturen aufzuzeigen und auf Basis der Ergebnisse Empfehlungen für die zukünftige Berufsgeneseforschung abzuleiten.
3.1.2 Organisatorische Innovationen
[...] „In der Technikfolgen-Forschung dominierte über Jahrzehnte hinweg die Vorstellung, dass die Technik ganz bestimmte Anpassungsprozesse im Betrieb auslöst und deshalb die Wirkungen ausschließlich durch die Technikeigenschaften determiniert sind. [...] Faktisch kann diese neue Technik aber auf sehr verschiedene betriebsspezifische Anforderungen und Problemlagen zugeschnitten werden.“ (Becker 1992, S. 20) Das heißt, dass die Neuerungen in der Technik und die daraus resultierenden Folgen sehr stark von der Aufnahme und Umsetzung in Organisationen abhängen. Sobald Unternehmen beim Einsatz neuer Techniken Gestaltungsspielräume haben, müssen die betrieblichen Gegebenheiten und Handlungsweisen in die Überlegung mit einbezogen werden, denn der Umgang mit neuer Technik beeinflusst die „Technikfolgen“(vgl. Becker 1992, S. 20) und verleiht ihnen teilweise einen sehr individuellen Charakter.
Laut Dostal gehören organisatorische Innovationen und Veränderungen in Betrieben und Unternehmen zu einem Segment, dass bei der Erforschung der Berufsgenese eher vernachlässigt wurde. Trotzdem schreibt auch er diesem Bereich eine enorme Wirkung auf die Aufgaben und Tätigkeiten in Berufen zu, die maßgeblich dazu beitragen, dass sich Berufe verändern und neu entstehen. (vgl. Dostal 2006, S. 24) Folglich gilt es, wenn man die Berufsgenese untersucht, auch diese Segmente näher zu betrachten um festzustellen, inwieweit die Neuentstehung von Berufen durch sie beeinflusst wird. Dies kann im Rahmen der vorliegenden Arbeit nicht geleistet werden. Es muss aber der Vollständigkeit halber erwähnt werden, dass Neuerungen im Bereich der Technik eng mit der Auslegung dieser Technik und der Erarbeitung neuer Organisationskonzepte verzahnt sind. Es lässt sich daher feststellen, dass der Ursprung eins neuen Berufes meist in der Praxis zu finden ist. Viele einzelne Unternehmen gehen zunächst individuell auf die Veränderungen durch die Technik ein und generieren ihre eigenen Lösungsansätze zum Umgang mit diesen Neuerungen. Der Berufsforschung kommt dabei die Aufgabe zu, die daraus entstehenden Strukturen zu analysieren, zu gestalten, zu strukturieren und letztlich den Bedarf der Organisationen zu ermitteln.
1.0 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des Strukturwandels der Arbeitswelt ein und erläutert die Problematik der traditionellen Berufsbilder im Kontext von Globalisierung und technischen Neuerungen.
2.0 Theoretischer Zugang zur Thematik: In diesem Kapitel werden grundlegende Begrifflichkeiten rund um Beruf, Berufsgenese und Innovationsforschung definiert und die Schwierigkeiten der Berufsforschung bei der klaren Abgrenzung dieser Begriffe aufgezeigt.
3.0 Berufsgenese: Hier werden die Auslösefaktoren wie technische, organisatorische und administrative Innovationen erläutert sowie der Prozess der Entstehung neuer Berufe in inner- und außerbetrieblichen Stufen beschrieben.
4.0 Hybridberuf: Dieses Kapitel liefert einen Definitionsversuch für Hybridberufe und verdeutlicht, wie durch die Kombination von Qualifikationsbündeln neue Expertentypen entstehen.
5.0 Die Genese von Hybridberufen am Beispiel des/der Mechatroniker/-in: Am Beispiel des Mechatronikers wird die praktische Entwicklung und erfolgreiche Etablierung eines Hybridberufes aufgezeigt, inklusive der Abgrenzung zu Industriemechaniker, Industrieelektroniker und Fachinformatiker.
6.0 Ein Ausblick: Perspektiven, Handlungs- und Forschungsbedarf: Dieser Abschnitt formuliert Herausforderungen für die zukünftige Berufsgeneseforschung, insbesondere im Hinblick auf die methodische Vermessung der Berufslandschaft.
7.0 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert die Notwendigkeit einer fundierten Theoriebildung für die Berufsgeneseforschung, um zukünftige Entwicklungen besser steuern zu können.
Berufsgenese, Hybridberuf, Berufsbildung, Mechatroniker, Innovationsforschung, Berufsforschung, Qualifikationsanforderungen, Arbeitsmarkt, Strukturwandel, Lernfeldkonzept, Technischer Fortschritt, Berufslandschaft, Berufsentwicklung, Lernortkooperation, Handlungskompetenz
Die Arbeit behandelt die Genese von Berufen am Beispiel von Hybridberufen und untersucht die Herausforderungen der Berufsforschung bei der Identifizierung neuer Qualifikationsanforderungen.
Die zentralen Felder umfassen die Berufsgeneseforschung, die Analyse von Innovationsfaktoren, die praktische Ausbildung im dualen System sowie die Modellbildung für neue Berufsbezeichnungen.
Das Hauptziel ist es, die qualitative Bedeutung von Hybridberufen für die heutige Wirtschaft aufzuzeigen und Empfehlungen für eine zukünftige, fundierte Berufsgeneseforschung zu entwickeln.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse sowie die Auswertung bestehender Forschungsberichte und empirischer Daten, insbesondere am Beispiel der Entwicklung des Mechatronikers.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse von Auslösefaktoren für Berufsgenese, die Beschreibung der Phasen der Entstehung neuer Berufe und eine detaillierte Fallstudie zum Berufsbild des Mechatronikers.
Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Berufsgenese, Hybridberuf, Mechatroniker, Innovationsforschung und Berufsbildung geprägt.
Da der Beruf bereits seit über einem Jahrzehnt staatlich anerkannt ist und sich als Erfolgsmodell etabliert hat, dient er als ideales Anschauungsobjekt für eine vollzogene und erfolgreiche Berufsgenese.
Es fehlt laut Autor an einem soliden theoretischen Fundament, einheitlichen Definitionen der Berufslandschaft und standardisierten Methoden zur Messung der Neuartigkeit von Berufen.
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