Diplomarbeit, 2002
82 Seiten, Note: 1.5
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Gang der Untersuchung
2 GRUNDLAGEN DES SHAREHOLDER VALUE-KONZEPTES
2.1 Das Kalkül der Marktwertmaximierung
2.2 Der Shareholder Value als Unternehmensziel
2.3 Konkretisierung durch Value-Based Management
3 FUNKTIONALE UNTERNEHMENSBEWERTUNGSLEHRE
3.1 Anlässe und Zweck der Unternehmensbewertung
3.2 Die Bestimmung des Entscheidungswertes
3.3 Methodenvielfalt der Bewertungsverfahren
3.3.1 Summarische Bewertungsverfahren
3.3.2 Analytische Bewertungsverfahren
3.4 Zusammenfassung und Anforderungskatalog
3.4.1 Definition der Zielgröße
3.4.2 Adäquanz
3.4.3 Zeitliche Einbeziehung der Erfolgsgrößen
3.4.4 Flexibilität
3.4.5 Anwendungsbreite
3.4.6 Verdichtungsgrad
4 KONZEPTION UND EVALUATION DER BEWERTUNGSANSÄTZE
4.1 Gewinnorientierte Verfahren
4.1.1 Marktwert/Buchwert-Ansatz
4.1.2 Return on Investment
4.1.3 Evaluation und Würdigung der gewinnorientierten Verfahren
4.2 Residualbasierte Verfahren
4.2.1 Der Economic Value Added-Ansatz
4.2.2 Cash Flow Return on Investment-Ansatz
4.2.3 Evaluation und Würdigung der residualbasierten Bewertungsverfahren
4.3 Barwertbasierte Verfahren
4.3.1.1 Ertragswertverfahren
4.3.1.1.1 Konzeptionelle Darstellung
4.3.1.1.2 Definition der Erfolgsgröße
4.3.1.1.3 Prognose der Zukunftserfolge
4.3.1.1.4 Ermittlung des Kapitalisierungszinssatzes
4.3.1.2 Das Discounted Cash Flow-Verfahren
4.3.1.2.1 Konzeptionelle Darstellung der DCF-Methode
4.3.1.2.2 Weighted Average Cost of Capital
4.3.1.2.3 Equity-Approach
4.3.1.2.4 Entity-Approach
4.3.1.3 Realoptionsansatz
4.3.1.3.1 Flexibilität als Realoption
4.3.1.3.2 Übersicht finanzwirtschaftlicher Optionsbewertungsmodelle
4.3.1.3.3 Das Binomialmodell
4.3.1.3.4 Das Black/Scholes-Modell
4.3.2 Evaluation und Würdigung der barwertbasierten Verfahren
4.4 Analytische Bewertungsverfahren
4.4.1 Die Balanced Scorecard
4.4.2 Der Skandia Intellectual Capital Navigator
4.4.3 Intangible Asset Monitor
4.4.4 Evaluation und Würdigung der analytischen Bewertungsverfahren
4.5 Zusammenfassung der Evaluationsergebnisse
5 GANZHEITLICHE GEGENÜBERSTELLUNG DER VERFAHRENSKLASSEN
5.1 Gewinnorientierte Bewertungsverfahren
5.1.1 Bewertung und Vergleich
5.1.2 Schlussfolgerung für das Bewertungssubjekt
5.2 Barwertorientierte Bewertungsverfahren
5.2.1 Bewertung und Vergleich
5.2.2 Schlussfolgerung für das Bewertungssubjekt
5.3 Residualwertbasierte Bewertung
5.3.1 Bewertung und Vergleich
5.3.2 Schlussfolgerung für das Bewertungssubjekt
5.4 Analytischer Bewertungsverfahren
5.4.1 Bewertung und Vergleich
5.4.2 Schlussfolgerung für das Bewertungssubjekt
6 SCHLUSSBETRACHTUNG
Die Diplomarbeit analysiert verschiedene Unternehmensbewertungsverfahren im Hinblick auf deren Eignung als Maßstab für den Shareholder Value. Ziel ist es, die Notwendigkeit einer wertorientierten Unternehmensführung aufzuzeigen und die Anwendbarkeit klassischer sowie moderner Bewertungskonzepte kritisch zu evaluieren, um Entscheidungsträgern eine fundierte Methode zur Marktwertmaximierung an die Hand zu geben.
3.2 Die Bestimmung des Entscheidungswertes
Die unterschiedlichen werttheoretischen Ansätze der Unternehmensbewertungstheorie finden sich in der Diskussion zwischen objektiver und subjektiver Bewertungslehre wieder. Im Rahmen der objektiven Werttheorie wird der Unternehmenswert als der Wert verstanden, der seinem Marktpreis entspricht. Da der Marktpreis eines Unternehmens in der Realität jedoch nicht abbildbar ist, wird dieser von den individuellen Wirtschaftssubjekten abstrahiert. Um bei dieser Vorgehensweise zu dem „objektiven“ Wert zu gelangen, werden sämtliche Interessen der Wirtschaftssubjekte negiert, um die Wertermittlung von den Bestimmungsgründen abhängig zu machen, die dem Unternehmen innewohnen.
Der objektive Bewertungsansatz versucht somit, den Vorgang der Bewertung unter der Prämisse eines „normalen“ (Des-) Investors, der von allen äußeren Effekten freigehalten wird, zu ermitteln. Hinter dieser scheinbar „objektiven“ Wertermittlung steht auch der Wert, zu dem ein unparteiischer, neutraler Gutachter gelangen würde. Man bezeichnet ihn auch als „gemeinen“ oder „inneren“ Wert. Die objektive Bewertungslehre geht also von einem Wert aus, der für sämtliche individuellen Wirtschaftssubjekte allgemeingültig ist. Eine Einbeziehung besonderer Unsicherheitsfaktoren entfällt hier weitgehend. Da diese objektive Bewertungslehre jedoch die Fiktion des „unparteiischen Gutachters“, oder des „normalen (Des-) Investors“ innehat und infolgedessen mit keiner der realen Bewertungssubjekte identisch erscheint, kann es an einem fehlenden Maßstab liegen, warum die objektiven Bewertungsverfahren nicht zu dem gewünschten Entscheidungswert gelangen.
Da die Unternehmensbewertung der Preisverhandlung stets voran geht und somit den Ausgangspunkt der Verhandlung darstellt, besteht ein weiterer Kritikpunkt der objektiven Bewertungslehre darin, dass diese keine konkreten Orientierungshilfen für praktische Entscheidungen im Rahmen der Unternehmensbewertung leisten kann. Aufgrund der zielgerichteten, subjektiven Bewertungsanlässe erscheint es geradezu als Gebot, individuelle Ziele, Wünsche und Pläne in das Kalkül mit einzubeziehen. Andernfalls wäre eine Transaktion nicht denkbar.
1 EINLEITUNG: Darstellung der Relevanz der Unternehmensbewertung durch die New Economy und Definition der Zielsetzung dieser Arbeit.
2 GRUNDLAGEN DES SHAREHOLDER VALUE-KONZEPTES: Theoretische Herleitung der Marktwertmaximierung als Unternehmensziel und Erläuterung des Prinzipal-Agent-Konflikts.
3 FUNKTIONALE UNTERNEHMENSBEWERTUNGSLEHRE: Klassifizierung verschiedener Bewertungsverfahren und Entwicklung eines Anforderungskatalogs für die spätere Evaluation.
4 KONZEPTION UND EVALUATION DER BEWERTUNGSANSÄTZE: Tiefgehende Darstellung gewinn-, residual-, barwert- und analytischer Verfahren mit kritischer Evaluation anhand des Anforderungskatalogs.
5 GANZHEITLICHE GEGENÜBERSTELLUNG DER VERFAHRENSKLASSEN: Zusammenführender Vergleich der verschiedenen Verfahrensklassen zur Identifizierung der besten Eignung für den Shareholder Value.
6 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und kritische Reflexion der Anwendbarkeit moderner Bewertungsmethoden.
Unternehmensbewertung, Shareholder Value, Value-Based Management, Marktwertmaximierung, Entscheidungswert, Discounted Cash Flow, Realoptionen, Ertragswertverfahren, Economic Value Added, Balanced Scorecard, Kapitalkosten, Finanzplanung, Unternehmensführung, Strategie, Investitionsrechnung
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Evaluation verschiedener Unternehmensbewertungsverfahren vor dem Hintergrund des Shareholder-Value-Konzepts.
Die Arbeit fokussiert auf die theoretische Fundierung des Shareholder Value, die kritische Analyse verschiedener Methoden zur Wertermittlung (gewinn-, barwert- und residualwertorientiert) sowie die Anwendung komplexer analytischer Kennzahlensysteme.
Das Ziel ist es, zu analysieren, welche Bewertungsverfahren sich am besten als Maßstab für die Wertsteigerung aus Sicht der Kapitalgeber (Shareholder) eignen und dabei notwendige Anforderungen an ein solches Verfahren zu definieren.
Es wird eine systematische Klassifizierung und kritische Evaluation (Würdigung) der Literatur sowie die Ableitung eines Anforderungskatalogs vorgenommen, an dem die unterschiedlichen Bewertungsverfahren gemessen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung klassischer gewinnorientierter Methoden, moderner barwertbasierter Verfahren, residualwertbasierter Ansätze (wie EVA und CFROI) sowie komplexer analytischer Indikatorensysteme wie der Balanced Scorecard.
Wesentliche Begriffe sind Marktwertmaximierung, Entscheidungswert, Barwert, Realoptionen, Unternehmenssteuerung und der Shareholder Value-Ansatz.
Der Realoptionsansatz wird behandelt, da er die unternehmerische Flexibilität und strategische Handlungsspielräume – im Gegensatz zu starren klassischen Methoden – in die Bewertung einbezieht.
Die Arbeit kritisiert, dass analytische Verfahren oft subjektiv gestaltbar sind, auf komplexen und nicht immer monetär quantifizierbaren Daten basieren und somit für den Shareholder hinsichtlich eines objektiven Unternehmenswertvergleichs schwer interpretierbar sein können.
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