Bachelorarbeit, 2012
41 Seiten, Note: 2,7
I. Einleitung
II. Theoretische Verortung
a. Untersuchungsgegenstand und -zeitraum
b. Forschungsstand
c. Definitionen
d. Beeinflussung der Wahlbeteiligung durch sozio-strukturelle Faktoren
III. Empirischer Teil: Ursachenforschung für die geringe Wahlbeteiligung bei den Landtagswahlen 2004 und 2009 in Brandenburg
a. Das Merkmal „Geschlecht“ als Erklärungsfaktor der Wahlbeteiligung
b. Wahlbeteiligung und das Merkmal „Alter“: Politisch uninteressierte Jugend und wahlmüde Alte?
c. Wahlbeteiligung und das Merkmal „Familienstand“: Singles, Geschiedene und Verwitwete als Ursache einer geringen Wahlbereitschaft der Bevölkerung?
d. Regionale Unterschiede - Wahlbeteiligung und der sozio-geographischer Faktor
e. Der sozio-ökonomische Status als Erklärungsmuster der Wahlbeteiligung
i. Wahlbeteiligung und das Merkmal „Bildungsgrad“: Landtagswahlen alleinig das Projekt von höher Gebildeten?
ii. Wahlbeteiligung und das Merkmal „Berufsstatus“: Vom wahlfernen Arbeitern und wahlhungrigen Selbstständigen
iii. Wahlbeteiligung und das Merkmal „Einkommen“: Wohlhabende Wähler und arme Nichtwähler
IV. Fazit: Die sozio-strukturellen Faktoren als maßgebliche Einflussfaktoren der Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen in Brandenburg
V. Literatur- und Quellenverzeichnis
Die Arbeit untersucht die Ursachen für die geringe Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen im Bundesland Brandenburg im Zeitraum von 2004 bis 2009. Ziel ist es, durch die Analyse sozio-struktureller Faktoren auf Basis von Aggregatdaten Erkenntnisse über die Einflussfaktoren auf die Wahlbereitschaft der Bevölkerung zu gewinnen, ohne dabei individuelle Wählerprofile zu erstellen.
Merkmal Alter: Als ein entscheidender Faktor, der die Wahlbeteiligung maßgeblich beeinflusst, wird im wissenschaftlichen Diskurs das Alter der wahlberechtigten Person angeführt.
So lässt sich an mehreren Fällen empirisch belegen, dass jüngere und ältere Wähler vermehrt als andere Altersgruppen der Wahlurne fern bleiben. Demnach steigt die Bereitschaft, zur Wahl zu gehen, mit zunehmendem Alter an, erreicht ihren Gipfel zwischen 50 und 70 Jahren und sinkt danach zügig ab (Eilfort 1994: 184; Huth 2004: 156). Kleinhenz bestätigt und präzisiert dieses Ergebnis. Demnach nimmt die Wahlbeteiligung bereits bei Menschen über 60 Jahren kontinuierlich ab (1995: 27). In diesem Zusammenhang spricht er von einem „Lebenszyklus der Wahlbeteiligung“ (Kleinhenz 1995: 27) So gesehen markiert dieser Zyklus die unterschiedlichen Integrationsphasen des Wahlberechtigten in das gesellschaftliche Leben.
Die Bereitschaft, am Wahlakt teilzunehmen ist in der Jugend noch nicht fest fixiert, erhöht sich jedoch mit zunehmendem Alter durch die Einbindung in die Arbeitswelt und in ein Familienleben sowie durch wachsende Lebenserfahrung, steigendes Einkommen und zunehmendes politisches Interesse. Diese soziale Integration sowie das verfügbare Einkommen nehmen mit steigendem Alter, beginnend mit dem Renteneintritt wieder ab. Damit einhergehend und verstärkt durch Gebrechen, Unwohlsein sowie Krankheiten sinkt die Beteiligung bei Personen über 60 Jahren (Kleinhenz 1995: 27; Völker/Völker 1998: 103). Weiterhin hat sich der Einfluss der Zusammensetzung der Bevölkerung nach Altersgruppen auf die Wahlbeteiligung erheblich verstärkt (Schwarz 1991: 27). Auch das Merkmal „Alter“ wird durch die repräsentative Wahlstatistik erfasst, die für diese Untersuchung herangezogen wird.
I. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der sinkenden Wahlbeteiligung ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Ursachen für dieses Phänomen bei Brandenburger Landtagswahlen.
II. Theoretische Verortung: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Wahlverhaltensforschung dargelegt und die für die Arbeit relevanten sozio-strukturellen Faktoren als Einflussgrößen definiert.
III. Empirischer Teil: Ursachenforschung für die geringe Wahlbeteiligung bei den Landtagswahlen 2004 und 2009 in Brandenburg: Dieses Kernkapitel untersucht anhand verschiedener sozio-struktureller Merkmale wie Geschlecht, Alter, Familienstand, Geographie sowie ökonomischem Status empirisch die Wahlbeteiligung in Brandenburg.
IV. Fazit: Die sozio-strukturellen Faktoren als maßgebliche Einflussfaktoren der Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen in Brandenburg: Das Fazit bewertet die Untersuchungsergebnisse und stellt fest, welche sozio-strukturellen Faktoren tatsächlich einen signifikanten Einfluss auf die Wahlbereitschaft in Brandenburg ausüben.
V. Literatur- und Quellenverzeichnis: Dieses Kapitel listet die für die Bachelorarbeit verwendeten wissenschaftlichen Studien, Berichte und statistischen Quellen auf.
Wahlbeteiligung, Landtagswahl, Brandenburg, Nichtwähler, sozio-strukturelle Faktoren, Wahlenthaltung, Bevölkerungsdichte, Bildungsgrad, Berufsstatus, Einkommen, Alter, Geschlecht, Familienstand, politische Partizipation, Wahlverhaltensforschung.
Die Arbeit analysiert die Ursachen für die niedrige Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen in Brandenburg im Zeitraum von 2004 bis 2009 unter Berücksichtigung verschiedener sozialer und struktureller Merkmale der Wählerschaft.
Die zentralen Felder sind die Wahlverhaltensforschung mit einem spezifischen Fokus auf sozio-strukturelle Merkmale wie Geschlecht, Alter, Familienstand, Geographie sowie den sozio-ökonomischen Status.
Ziel ist es, die Einflussfaktoren auf die Wahlbeteiligung in Brandenburg empirisch zu identifizieren und zu bewerten, um ein besseres Verständnis für das Phänomen der Wahlenthaltung in diesem Bundesland zu entwickeln.
Die Arbeit nutzt eine empirische Analyse auf Basis von Aggregatdaten, indem sie Wahlstatistiken und sozio-demographische Daten der 18 Verwaltungseinheiten in Brandenburg vergleicht und mit theoretischen Arbeitsthesen abgleicht.
Im Hauptteil werden nacheinander verschiedene Faktoren – wie Geschlecht, Alter, Familienstand, regionale Aspekte und sozio-ökonomische Statusindikatoren – auf ihre Korrelation mit der Wahlbeteiligung in den Jahren 2004 und 2009 hin untersucht.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Wahlbeteiligung, Brandenburg, Landtagswahl, Nichtwähler, Wahlenthaltung und verschiedene sozio-strukturelle Faktoren wie Bildungsgrad und Einkommen charakterisiert.
Die Arbeit identifiziert die zeitgleich stattfindende Bundestagswahl als maßgeblichen „Ausstrahleffekt“, der die Wahlbeteiligung bei der Brandenburger Landtagswahl 2009 im Vergleich zu 2004 signifikant erhöht hat.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das Geschlecht in der heutigen Zeit keine relevante Größe für die Erklärung der Wahlbeteiligung in Brandenburg mehr darstellt, da sich die Beteiligungsraten von Männern und Frauen zunehmend annähern.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

