Bachelorarbeit, 2011
49 Seiten, Note: 2,0
1 Zur Aktualität und Relevanz des Themas
1.1 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit
2 Exkurs: Begriffserklärung
3 Die KIM-Studie
3.1 Welche Medien gibt es?
3.2 Medienausstattung und Medienbesitz
3.3 Welche Medien werden am häufigsten genutzt?
3.4 Medienbindung
4 Aktueller Stand der Kinder- und Jugendmedienforschung
4.1 Forschungslücken
5 Medienwirkungsforschung
5.1 Der Forschungsgegenstand `Medienwirkung´
5.2 Beispiele für Medienwirkungen und aktueller Forschungsstand
6 Gefahren von Medien
6.1 Gewalt in den Medien
6.1.1 Gewalt im Internet und am Computer
6.1.2 Gewalt im Fernsehen
6.2 Mediensucht
6.2.1 Computer- und Internetsucht
6.2.2 Fernsehsucht
7 Chancen von Medien
7.1 Bildungsfernsehen, ein Definitionsversuch
7.1.1 FLIMMO-Kinderbefragung
7.1.2 FLIMMO-Kinderbefragung zum Thema Informations- und Wissenssendungen
7.2 Computer- und Videospiele
7.3 Profitieren vom Internet
8 Auswirkungen von Medien auf die Entwicklung
8.1 Die kognitive Entwicklung
8.2 Die emotionale Entwicklung
8.3 Die moralische Entwicklung
8.4 Die körperliche Entwicklung
9 Jugendmedienschutz
9.1 FSK - Freiwillige Kontrolle der Filmwirtschaft
9.1.1 Wie werden die FSK-Freigaben festgelegt?
9.2 USK – Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle
9.2.1 Wie entstehen Alterskennzeichnungen bei der USK?
9.3 PEGI – Pan European Game Information
9.4 Jugendmedienschutz im Internet
10 Schlussbetrachtung
10.1 Perspektive
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Medien im Alltag von Kindern, beleuchtet dabei sowohl die Risiken, wie Gewaltverherrlichung und Suchtpotenzial, als auch die Chancen, etwa im Bereich des Bildungsfernsehens oder der kognitiven Kompetenzförderung, und diskutiert die Bedeutung des Jugendmedienschutzes.
Die kognitive Entwicklung
Wie nehmen Medien Einfluss auf die kognitive Entwicklung der Kinder? Unter den medienbezogenen kognitiven Kompetenzen wird unter drei wichtigen Unterdimensionen unterschieden. Der Perspektivübernahme, dem Verstehen von Narrationen und dem Erkennen spezifischer Kommunikationsabsichten. Je nach untersuchtem Medium kann jedoch noch weitaus stärker differenziert werden. Als erste Grundfertigkeit zum kognitiven Verständnis medialer Botschaften, kann man die Fähigkeit nennen, zwischen dem eigenen Selbst und dem Anderer unterscheiden zu können. Diese Fähigkeit entwickeln Kinder frühestens ab den 18ten Lebensmonat. Die Fähigkeit sich in andere Personen hinein zu versetzen differenziert sich durch weitere Entwicklungsprozesse im Vor- und Grundschulalter aus. Im Alter von vier Jahren sind Kinder dann in der Lage relativ differenzierte Theorien über ihr eigenes Denken zu entwickeln. Dies bedeutet, dass sie begreifen können, dass ihr eigenes Denken von dem Anderer unterscheidet, da sie über unterschiedliche Informationsgrundlagen verfügen. Erst wenn Kinder in der Lage sind, eine Distanz zum medialen Geschehen aufzubauen sowie sich ihre eigene Sicht über das Geschehen zu erarbeiten, können sie das perspektivgebundene Handeln der Darsteller in einer Mediengeschichte und die Spannung, welche zwischen Medienfiguren aufbaut, verstehen und aus ihrer eigenen Perspektive bewerten.
1 Zur Aktualität und Relevanz des Themas: Einführung in die mediengeprägte Lebenswelt von Kindern und Darlegung des Aufbaus der Arbeit.
2 Exkurs: Begriffserklärung: Definition zentraler Begriffe wie Kind und Medium im wissenschaftlichen und rechtlichen Kontext.
3 Die KIM-Studie: Analyse der Medienausstattung, der häufigsten Mediennutzung und der Medienbindung bei Kindern.
4 Aktueller Stand der Kinder- und Jugendmedienforschung: Beleuchtung des Forschungsstands sowie Identifizierung von Forschungslücken.
5 Medienwirkungsforschung: Erläuterung des Forschungsgegenstandes und Einordnung aktueller Studienergebnisse.
6 Gefahren von Medien: Untersuchung von Gewaltdarstellungen in verschiedenen Medien sowie der Phänomene Computer-, Internet- und Fernsehsucht.
7 Chancen von Medien: Diskussion des Potenzials von Bildungsfernsehen, Videospielen und dem Internet als Lernwerkzeuge.
8 Auswirkungen von Medien auf die Entwicklung: Analyse der Einflüsse auf die kognitive, emotionale, moralische und körperliche Entwicklung.
9 Jugendmedienschutz: Darstellung der Kontrollinstanzen und Schutzkonzepte wie FSK, USK, PEGI sowie technischer Filterlösungen.
10 Schlussbetrachtung: Zusammenführende Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Kinder, Medien, Medienwirkung, Jugendmedienschutz, FSK, USK, PEGI, KIM-Studie, Mediennutzung, Gewalt, Mediensucht, kognitive Entwicklung, Bildungsfernsehen, Internet, Selbstkontrolle.
Die Arbeit analysiert die ambivalenten Auswirkungen digitaler und klassischer Medien auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Mediennutzung, den Wirkungsmechanismen von Mediengewalt, der Mediensucht sowie den Chancen durch Bildungsangebote und dem System des Jugendmedienschutzes.
Das Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für die Chancen und Risiken der Medienwelt für Kinder zu schaffen und aufzuzeigen, wie Erziehungsberechtigte und Institutionen damit umgehen können.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Basis aktueller Studien (wie der KIM-Studie) und medienpädagogischer Fachliteratur theoretische Fundamente und aktuelle Forschungserkenntnisse zusammenführt.
Im Hauptteil werden der aktuelle Forschungsstand, Gefahren durch Gewalt und Sucht, positive Lerneffekte von Medien sowie die Mechanismen der Altersfreigaben (FSK, USK, PEGI) detailliert erörtert.
Zentrale Begriffe sind Medienwirkung, Jugendmedienschutz, Medienkompetenz, kognitive Entwicklung und die verschiedenen Klassifizierungssysteme für Medieninhalte.
Kinder durchlaufen spezifische Entwicklungsstufen bei der Perspektivübernahme und Realitäts-Fiktions-Unterscheidung, wodurch sie mediale Inhalte oft anders verarbeiten und bewerten als Erwachsene.
Durch die schiere Masse an Inhalten und die technische Dynamik des Internets stoßen rein technische Filterlösungen wie Keyword- oder Site-Blocking oft an ihre Grenzen und erfordern zusätzlich eine stärkere elterliche Medienkompetenz.
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